Kliniken

Bad Kreuznach | Roboter der neuesten Generation in den Diakonie Kliniken im Einsatz

Hightech in Bad Kreuznach für neue Beweglichkeit

BAD KREUZNACH. Mitte Januar gewinnt die US-Skifahrerin Lindsey Vonn die zweite Weltcup-Abfahrt des Winters in Zauchensee – mit einer Teil-Knieprothese. Möglich macht das modernste Medizintechnik. Genau diese Technologie kommt schon seit 2017 im zertifizierten Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach zum Einsatz, der MAKO-Roboterarm. Seit diesem Jahr arbeitet die Abteilung für Orthopädie und Rheumaorthopädie mit dem neuesten Robotersystem, dem MAKO 4 und gehört damit zu den ersten drei Häusern in Deutschland, die das technologisch neueste System der Firma Stryker nutzen. „Der Roboterarm steht beispielhaft für unseren Anspruch, medizinische Qualität kontinuierlich weiterzuentwickeln“, betont Klinikgeschäftsführer Manuel Seidel. „Wir investieren gezielt in modernste Technologien, die unseren Patientinnen und Patienten messbare Vorteile bringen und unsere erfahrenen Klinik-Teams optimal unterstützen.“

Für Patientinnen und Patienten bedeutet das vor allem eines: maximale Präzision. Vor der Operation erstellen die Operateure ein detailliertes 3-D-Modell des betroffenen Gelenks. Dies erlaubt ihnen, den Eingriff präzise zu planen und während der Operation millimetergenau umzusetzen. Der MAKO-Roboterarm unterstützt die Chirurgen dabei, das Implantat exakt zu positionieren und schont zugleich das umliegende Gewebe, die Bänder und die Knochen. Das sorgt für weniger postoperative Schmerzen und ermöglicht eine schnellere Rückkehr zu Mobilität und Beweglichkeit. Dabei arbeitet das System zu keiner Zeit selbstständig. Es unterstützt aber den Operateur und erlaubt ihm eine extrem präzise und sichere Schnittführung.

Wie sehr diese Technik den Unterschied machen kann, zeigt das Beispiel von Gerd Stephan aus der Nähe von Kaiserslautern. Der begeisterte Skifahrer litt nach einem Kreuzband- und Meniskusriss unter einer starken Fehlstellung des rechten Beins, einem sogenannten O-Bein. Die dauerhafte Überlastung führte zusätzlich zu Hüft- und Rückenproblemen. Nach intensiver Recherche entschied sich der 59-Jährige bewusst für den roboterassistierten Eingriff in den Diakonie Kliniken. „Schon nach dem ersten Vorgespräch hatte ich volles Vertrauen in Dr. Martina Dafferner-Franzmann“, sagt Gerd Stephan. Die Chefärztin, eine der ersten Hauptoperateurinnen in Europa, implantierte ihm Mitte Januar ein neues Kniegelenk, eine Knie-Totalendoprothese, und korrigierte die Beinachse deutlich. „Den Winkel von rund 24 Grad konnten wir auf vier Grad reduzieren“, erklärt sie und fügt hinzu: „Das ist für erfahrene Operateure auch ohne Roboterunterstützung möglich, aber erheblich anspruchsvoller. Die neueste Technik erhöht die Präzision und Sicherheit und hebt uns damit auf ein neues Level in der Gelenkchirurgie.“

Am Tag nach dem Eingriff blickt Gerd Stephan optimistisch nach vorn. „Ich habe die Operation lange herausgezögert. Jetzt bin ich froh, dass ich mich dafür entschieden habe.“ Sein Ziel ist es, in einem Jahr wieder auf den Skiern zu stehen. „Das wünschen wir ihm sehr“, sagt Dr. Martina Dafferner-Franzmann. „Vielleicht nicht so erfolgreich wie das Comeback von Lindsey Vonn, aber sicher, schmerzfrei und mit neuer Lebensqualität.“

Mit modernster Robotik-Technologie und einem erfahrenen, zertifizierten Team ist das zertifizierte Endoprothetikzentrum in Bad Kreuznach die kompetente und vertrauenswürdige Anlaufstelle für Menschen, die ein künstliches Knie- oder Hüftgelenk benötigen.