Elternschule der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach informiert BAD KREUZNACH. So groß die Vorfreude auf die erste Zeit mit dem Baby auch ist, so herausfordernd und spannend kann sie für frischgebackene Eltern tatsächlich sein. Speziell für werdende Väter bieten die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach deshalb am Donnerstag, dem 17. September 2026, von 17.15 bis ca. 19.45 Uhr einen praxisnahen Säuglingspflegekurs an. Der zweieinhalbstündige Kurs findet in den Räumen der Elternschule im Mutterhaus der Stiftung kreuznacher diakonie in der Ringstraße 58 in Bad Kreuznach statt. Die Kosten betragen 35 Euro. Anmeldungen sind per E-Mail an valentino.diakonie@gmx.de möglich. Im Fokus steht der sichere und selbstbewusste Umgang mit dem Baby: Wie halte ich mein Kind richtig? Wie funktioniert das Wickeln, das Füttern oder das Baden? Was muss ich beim Anziehen beachten? Der Kurs gibt praktische Anleitungen und viele alltagsnahe Tipps für die ersten Tage und Wochen mit dem Neugeborenen. Auch die Themen wie eine sichere Schlafumgebung und die Unterstützung der Partnerin im Wochenbett werden besprochen.
Diakonie Kliniken Hunsrück entwickeln Fast-Track-Konzept weiter SIMMERN. Mit sanften Atem- und Bewegungsübungen wie Qigong schneller zu mehr Energie und Mobilität. Dieses Angebot gehört ebenfalls zur Therapie im zertifizierten EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung (EPZmax) an den Diakonie Kliniken Hunsrück. Zwei Mal pro Woche trainieren Patientinnen und Patienten nach einem Gelenkersatz unter Anleitung der Physiotherapie. „Körper, Atem, Geist – alles kommt in Fluss“, so das Motto der neuen Kurseinheit, die das bewährte Fast-Track-Konzept ergänzt. Ziel ist es, die Genesung nach Hüft- oder Knieoperation noch ganzheitlicher zu unterstützen. Denn wer ein neues Hüft- oder Kniegelenk erhält, wünscht sich vor allem eines: möglichst schnell wieder mobil und schmerzfrei zu sein. Genau darauf zielt das vor fast genau sechs Jahren eingeführte Endo-Fast-Track-Verfahren ab. Es handelt sich um einen strukturierten, wissenschaftlich fundierten Behandlungspfad, der Patientinnen und Patienten auf dem Weg zurück in den Alltag begleitet. „Fast Track“ – also „Überholspur“ – steht für eine schnellere Erholung, weniger Komplikationen und mehr Lebensqualität nach einem operativen Eingriff. Individuelle Behandlung statt starrer Routine Das Besondere: Jeder Behandlungsschritt folgt einem klaren, wissenschaftlich belegten Pfad, der auf den neuesten medizinischen Erkenntnissen basiert. „Unser Prinzip besteht darin, alles Unnötige, Belastende und Überholte wegzulassen und mit innovativen, wissenschaftlich belegten Maßnahmen punktgenau zu behandeln“, erklärt Dr. Erik Rothenbach, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie und Leiter des EndoProthetikZentrums. Der Weg beginnt bereits zwei Wochen vor dem Eingriff mit einer Patientenschule. Ein interdisziplinäres Team aus den Bereichen Physiotherapie, Pflege, Sozialdienst, Anästhesie und Orthopädie vermittelt essenzielle Informationen, von der Narkosevorbereitung über das Verhalten am OP-Tag bis hin zu Rehabilitationsmaßnahmen und sozialrechtlichen Fragen. Ziel ist es, dass die Patienten gut vorbereitet und angstfrei in die Operation gehen. In der Operation selbst setzt das Team des EPZ auf minimalinvasive, gewebeschonende Techniken und moderne Narkoseverfahren, die eine schnellere Erholung ermöglichen. Noch am Tag des Eingriffs beginnen die ersten physiotherapeutischen Übungen. Hier lautet der Leitsatz: „Sie sind nicht krank – Sie wollen Ihre Mobilität und Lebensqualität verbessern“. Essen und Bewegung in Gemeinschaft Auch auf der Station unterstützt das Behandlungsteam die schnelle Rückkehr in den Alltag. In der eigens eingerichteten Essens-Lounge können sich Operierte austauschen, gemeinsam essen und sich gegenseitig motivieren. Im Flur des zweiten und dritten Stocks befindet sich ein Fast-Track-Parcours mit zehn Übungsstationen inklusive Bildanleitungen und QR-Codes zu speziellen Übungsvideos. Neben der täglichen Einzeltherapie findet zweimal wöchentlich ein Gruppentraining statt. Neu hinzugekommen ist das Qigong-Angebot, das für Entspannung, bewusste Bewegung und neue Energie sorgen soll. Jeden Mittwoch lädt das Team der Physiotherapie außerdem zu einem begleiteten Spaziergang durch den Klinikpark ein. Auch das ist Teil des ganzheitlichen Mobilisierungskonzepts. Dabei gilt: Alles kann, nichts muss. Aber wer mitmacht und sich auf das Endo Fast Track-Konzept einlässt, profitiert spürbar – durch weniger Schmerzen, kürzere Krankenhausaufenthalte und eine schnellere Selbstständigkeit im Alltag.
Wir freuen uns über die 1000. Geburt in den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach. Unser Jubiläumsbaby ist die kleine Emely, die am 22.8.2026 um 10:24 Uhr zur Welt kam. Bei ihrer Geburt wog sie 2.980 Gramm und ist 52 Zentimeter groß. Das Team der Geburtshilfe gratuliert den Eltern Julia und Pascal Kuß aus Rehborn herzlich zur Geburt ihrer Tochter und wünscht der jungen Familie eine wunderschöne Kennenlernzeit sowie alles Gute für die gemeinsame Zukunft. Begleitet wurde die Geburt von Oberärztin Lena Kellermann (links), den Hebammen Maria Kaiser (2. v.l.) und Simone Schermer (nicht im Bild). Mit insgesamt 22 Zwillingsgeburten kamen bis zum 22. August 1.022 Kinder in Bad Kreuznach auf die Welt, davon waren 535 Jungen und 487 Mädchen.
Neuer Name, bewährtes Team: Aus MVZ Nahe wird Diakonie MVZ Bad Kreuznach gGmbH BAD KREUZNACH. Neuer Name, vertraute Gesichter und ein erweitertes Angebot: Das bisherige MVZ Nahe firmiert nun unter Diakonie MVZ Bad Kreuznach gGmbH. Die Umbenennung ist Teil der Übernahme und des damit verbundenen Trägerwechsels durch die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach und steht für eine stärkere Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung. Mit dem neuen Namen wird zugleich ein wichtiger Schritt für die regionale Gesundheitsversorgung sichtbar: Erstmals gehört nun auch eine hausärztliche Praxis zum Angebot der Bad Kreuznacher Klinik. Damit profitieren Patientinnen und Patienten von kurzen Wegen, schnellen Abstimmungen und einer Versorgung aus einer Hand. Die Praxis für Allgemeinmedizin im MVZ wird von Dr. Christina Behr und Dr. Jan Krög geleitet. Die beiden Fachärzte für Innere Medizin bringen langjährige Erfahrung in der Allgemein- und Notfallmedizin mit und stehen für eine persönliche, verlässliche Betreuung. Gemeinsam mit ihrem Team setzen sie auf eine umfassende Grundversorgung, mit Zeit für Gespräche und einem klaren Blick auf den ganzen Menschen. Das Leistungsspektrum der Praxis umfasst die gesamte hausärztliche Versorgung: von der Behandlung akuter Erkrankungen über Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen bis hin zur Betreuung chronisch kranker Patientinnen und Patienten, etwa im Rahmen von Disease-Management-Programmen, beispielsweise bei koronaren Herzkrankheiten, Asthma bronchiale oder Diabetes. Das Angebot wird durch moderne Diagnostik wie EKG, Ultraschall oder Langzeit-Blutdruckmessung sowie durch Hausbesuche, auch in Senioreneinrichtungen im Stadtgebiet, ergänzt. Ein besonderer Vorteil ist die enge Anbindung an die Klinik. Bei weiterführendem Behandlungsbedarf können Patientinnen und Patienten direkt an die entsprechenden Fachabteilungen vermittelt werden. Gute Nachricht für die Region: Die Praxis nimmt aktuell neue Patientinnen und Patienten auf. In Zeiten knapper hausärztlicher Kapazitäten setzt das Diakonie MVZ Bad Kreuznach damit ein wichtiges Zeichen für eine verlässliche wohnortnahe Versorgung. Die Hausarztpraxis befindet sich in der Mühlenstraße 37 in Bad Kreuznach, im Haus Elisabeth, und ist barrierefrei zu erreichen. Termine können telefonisch unter 0671/372 1443 vereinbart werden.
Langjähriger Oberarzt übernimmt Position als kommissarischer Chefarzt BAD KREUZNACH. Für Dr. Marc Ratayczak schließt sich ein Kreis. Seine ersten Erfahrungen im Gesundheitswesen sammelte der in der Region verwurzelte Mediziner als Zivildienstleistender in der Notaufnahme der Diakonie. Heute, viele Jahre später, übernimmt der Internist und Gastroenterologe die kommissarische Leitung der Fachabteilung für Innere Medizin und Gastroenterologie in der Mühlenstraße. Seit dem 1. August führt der 46-Jährige die Abteilung, nach dem Dr. Daniel Schmitz, die Klinik aus persönlichen Gründen verlassen hat. Nach dem Abitur an der Alfred-Delp-Schule begann Dr. Marc Ratayczak seinen beruflichen Weg mit dem Zivildienst in der Notaufnahme der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach. Es folgten die Ausbildung zum Rettungssanitäter, das Medizinstudium in Mainz, München und Barranquilla, Kolumbien. Seine Facharztausbildung absolvierte er im Städtischen Klinikum Schwabing. Medizinisch geprägt wurde er unter anderem von Prof. J. Mann in München und Prof. Volker Schmitz in Bad Kreuznach, den er bis heute als wichtigen Mentor bezeichnet. Seit 2013 gehört der vierfache Familienvater zum Ärzteteam des ehemaligen St. Marienwörth, das jetzt zu den Diakonie Kliniken gehört. Als Oberarzt und Leiter der internistischen Intensivstation trägt er seit vielen Jahren Verantwortung für die Versorgung schwer erkrankter Patientinnen und Patienten. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in der interventionellen Gastroenterologie, der Intensiv- und Notfallmedizin sowie in der Allgemeinen Inneren Medizin. „Mit Herrn Dr. Ratayczak übernimmt ein ausgewiesener Facharzt die Leitung einer zentralen Abteilung unseres Hauses. Er kennt die Klinik, die Mitarbeitenden und die Menschen in der Region seit vielen Jahren. Dass wir diese verantwortungsvolle Aufgabe mit einem Kollegen aus den eigenen Reihen besetzen können, steht für Kontinuität, Verlässlichkeit und eine starke medizinische Versorgung. Für seine neue Aufgabe wünsche ich ihm im Namen des gesamten Direktoriums und der Geschäftsführung viel Erfolg und freue mich auf die weitere Zusammenarbeit“, sagt Geschäftsführer Manuel Seidel. Bewährte Medizin weiterentwickeln Die Abteilung für Innere Medizin und Gastroenterologie in der Mühlenstraße deckt nahezu das gesamte Spektrum der internistischen Versorgung ab. Zu ihren Schwerpunkten zählen endoskopische Untersuchungen und Behandlungen von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts sowie die Behandlung der Bauchspeicheldrüse. Auch das zertifizierte Diabeteszentrum sowie die zertifizierte Schlaganfallstation sind hier angesiedelt. Dr. Marc Ratayczak sieht seine neue Aufgabe vor allem als Gemeinschaftsleistung. Die vergangenen Monate seien für das Krankenhaus von tiefgreifenden Veränderungen geprägt gewesen. Umso wichtiger sei es jetzt, Verantwortung zu übernehmen und den Wandel aktiv im Team zu gestalten. „Ich freue mich sehr über das Vertrauen, das mir mit dieser Aufgabe entgegengebracht wird. Wir erleben aktuell eine anspruchsvolle Zeit – für unsere Klinik, aber auch für das gesamte Gesundheitswesen. Ich bin überzeugt, dass Veränderungen gelingen, wenn wir sie gemeinsam annehmen und gestalten. Wir verfügen über ein hoch engagiertes Team mit großer fachlicher Kompetenz. Darauf können wir bauen. Gemeinsam wollen wir den hohen Standard in unserer Patientenversorgung halten und offen für neue Entwicklungen, insbesondere im Bereich der interventionellen Gastroenterologie, bleiben, um die bestmögliche Versorgung für unsere Patientinnen und Patienten zu erreichen“, betont Ratayczak. Als Führungskraft setzt er auf einen offenen Austausch und kurze Entscheidungswege. Verantwortung möchte er im Team teilen und Veränderungen gemeinsam gestalten. „Die besten Lösungen entstehen, wenn Menschen Verantwortung übernehmen und ihr Wissen und ihre Erfahrung zusammenbringen. Genau diese Kultur möchte ich stärken“, sagt der neue kommissarische Leiter der Inneren Medizin.
Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie feiert 25-jähriges Jubiläum SIMMERN. Wenn das Leben aus dem Gleichgewicht gerät, brauchen Menschen einen Ort, an dem sie Hilfe finden. Seit 25 Jahren ist die Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie der Diakonie Kliniken Hunsrück eine solch wichtige Anlaufstelle. Rund 1.200 Patientinnen und Patienten begleitet das multiprofessionelle Team jedes Jahr auf ihrem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben. Am 16. September blickt die Fachabteilung auf ihr 25-jähriges Bestehen zurück. Die 100-köpfige Abteilung erfüllt den psychiatrischen Versorgungsauftrag des Landes Rheinland-Pfalz für den Rhein-Hunsrück-Kreis sowie für die Verbandsgemeinde Langenlonsheim-Stromberg. Mit stationären, tagesklinischen und ambulanten Angeboten stellt sie die wohnortnahe psychiatrische Versorgung der Menschen in der Region sicher. „Psychische Erkrankungen sind heute deutlich sichtbarer als noch vor 25 Jahren. Dass Menschen offen über Depressionen, Ängste oder Erschöpfung sprechen, ist ein wichtiger gesellschaftlicher Fortschritt“, sagt Geschäftsführerin Carina Esch. „Unsere große Anerkennung gilt allen Mitarbeitenden, die diese Entwicklung mit großem Engagement begleitet haben. Besonders danken wir Herrn Dr. Winfried Oberhausen, der die Abteilung aufgebaut und über viele Jahre geprägt hat. Gemeinsam mit seinem Team hat er eine psychiatrische Versorgung geschaffen, die aus der Region heute nicht mehr wegzudenken ist.“ Moderne Versorgung aus einer HandWas 2001 begann, hat sich zu einer festen Größe in der psychiatrischen Versorgung entwickelt. Die Abteilung verfügt heute über drei Stationen mit insgesamt 58 Betten, darunter eine geschützte Akutstation. Die Tagesklinik umfasst 17 Plätze und die Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) bildet das ambulante Angebot ab. Stationäre, tagesklinische und ambulante Behandlung greifen dabei eng ineinander. Ergänzt wird das Angebot durch aufsuchende Hilfen für Menschen, die nach ihrem Klinikaufenthalt weiterhin intensive Unterstützung benötigen. Ärztinnen, Ärzte und psychiatrische Pflegefachkräfte begleiten unter anderem Bewohnerinnen und Bewohner des Betreuten Wohnens in Boppard und Kastellaun. Sie führen Hausbesuche durch, überwachen Therapien, verabreichen Depotmedikamente und unterstützen die Betroffenen dabei, ihren Alltag möglichst selbstständig zu bewältigen. Hilfe für Menschen in schwierigen Lebenssituationen„Unser Behandlungsangebot ist so vielfältig wie die Menschen, die zu uns kommen“, sagt der neue Chefarzt Dr. Elias Blasius, der Anfang Juli den Staffelstab von Dr. Winfried Oberhausen übernommen hat. „Wir verbinden moderne Medizin mit unterschiedlichen psychotherapeutischen Verfahren und beziehen Angehörige frühzeitig in die Behandlung ein. Gerade sie sind häufig eine wichtige Stütze auf dem Weg zurück in den Alltag.“Neben medikamentösen Therapien sind vor allem Einzelgespräche und Gruppentherapien Basis der Arbeit. Zur Behandlung, die stets individuell erstellt wird, gehören auch Kunst- und Ergotherapien, Entspannungsverfahren, Achtsamkeitstraining sowie Sport- und Bewegungstherapien. Als psychiatrisches Schwerpunktzentrum für die Region behandelt die Abteilung Erwachsene ab 18 Jahren mit depressiven Erkrankungen, Angst- und Zwangsstörungen, Psychosen, Suchterkrankungen, Demenz sowie schweren seelischen Krisen. Auch Menschen mit Traumafolgestörungen erhalten in Simmern spezialisierte Hilfe.Zwei Krankheitsbilder dominieren den klinischen Alltag: Die Schizophrenien und andere psychotische Erkrankungen zählen weiterhin zu den häufigsten Gründen für eine stationäre Aufnahme. Obwohl nur rund ein Prozent der Bevölkerung betroffen ist, benötigen viele Erkrankte zeitweise eine intensive psychiatrische Behandlung.Die größte Patientengruppe bilden jedoch Menschen mit Depressionen. Ihre Zahl ist in den vergangenen Jahren spürbar gestiegen. Fachleute führen diese Entwicklung auf eine zunehmende Verdichtung gesellschaftlicher Belastungsfaktoren zurück, aber auch auf eine verbesserte Diagnostik und eine größere Offenheit im Umgang mit psychischen Erkrankungen Enge Zusammenarbeit für eine ganzheitliche BehandlungEine Besonderheit der Psychiatrie in Simmern ist die enge Zusammenarbeit mit den anderen Fachabteilungen der Klinik. Monatlich führen die psychiatrischen Spezialistinnen und Spezialisten 30 bis 40 Konsile, also fachärztliche Beratungen, auf anderen Stationen durch. Sie begleiten dabei Patientinnen und Patienten nach schweren Erkrankungen, Operationen oder einer Krebsdiagnose und unterstützen sie dabei, die seelischen Belastungen ihrer Erkrankung zu bewältigen. Auch psychoonkologische Gespräche gehören zum festen Behandlungsangebot. „Psychische und körperliche Gesundheit lassen sich häufig nicht voneinander trennen“, erklärt Blasius. „Gerade in einem Krankenhaus wie in Simmern profitieren unsere Patientinnen und Patienten von kurzen Wegen und der engen Zusammenarbeit aller Fachrichtungen.“ Mit neuen Impulsen in die ZukunftMit der Neubesetzung der Chefarztposition setzt die Klinik auf Kontinuität und zugleich auch neue fachliche Schwerpunkte. Seit Juli leitet Dr. Elias Blasius die Fachabteilung. Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie verfügt über besondere Expertise in der Psychotherapie von Persönlichkeitsstörungen sowie in modernen neurost psychotherapeutische oder ärztliche Einzelgesprächeimulatorischen Behandlungsverfahren. „25 Jahre Psychiatrie und Psychotherapie in Simmern stehen für medizinische Kompetenz, Menschlichkeit und Verlässlichkeit“, sagt Geschäftsführerin Carina Esch. „Vor allem aber stehen sie für die vielen Mitarbeitenden, die jeden Tag Menschen in schwierigen Lebenssituationen begleiten. Darauf sind wir sehr stolz.“ Jubiläum mit Fachvorträgen und JazzkonzertDas 25-jährige Bestehen feiern die Diakonie Kliniken Hunsrück am 16. September 2026 im Neuen Schloss in Simmern. Ab 15 Uhr geben Fachvorträge Einblicke in die Entwicklung der Psychiatrie und Psychotherapie sowie in aktuelle Behandlungsmöglichkeiten. Den musikalischen Abschluss bildet um 20 Uhr ein Konzert der Jazzformation „Triosence“. Die Veranstaltung ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten (E-Mail an hk-psychiatrie-sek@kreuznacherdiakonie.de). Mit der Jubiläumsveranstaltung möchten die Diakonie Kliniken Hunsrück nicht nur auf ein Vierteljahrhundert erfolgreicher psychiatrischer Versorgung zurückblicken, sondern auch ein Zeichen für mehr Offenheit im Umgang mit psychischen Erkrankungen setzen.
49 Frauen und Männer haben am 3. August 2026 ihre Pflegeausbildung bei der Stiftung kreuznacher diakonie begonnen. 26 von ihnen starten in die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau beziehungsweise zum Pflegefachmann, 14 absolvieren die einjährige Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe und neun beginnen ihre Ausbildung in der Altenpflegehilfe. Mit ihrem Ausbildungsstart setzen die Nachwuchskräfte ein starkes Zeichen für die Zukunft der Pflege. Sie haben sich für einen Beruf entschieden, der Fachwissen, Verantwortungsbewusstsein und Menschlichkeit verbindet – und der heute wichtiger ist denn je. Die theoretische Ausbildung findet an der stiftungseigenen Pflegeschule sowie an kooperierenden Berufsbildenden Schulen in der Region statt. Praxiserfahrung sammeln die Auszubildenden in den Diakonie Kliniken Hunsrück, in den Senioreneinrichtungen Dr. Theodor Fricke- und Pfarrer Kurt Velten-Altenpflegeheim sowie bei den Diakonie-Sozialstationen auf dem Hunsrück. In diesem Jahr arbeitet die Pflegeschule sowohl für die theoretische als auch für die praktische Ausbildung, verstärkt mit anderen Einrichtungen und Trägern zusammen. „Wir freuen uns sehr, dass sich 49 Menschen für den Pflegeberuf entschieden haben. Mit ihrer Ausbildung investieren sie nicht nur in ihre eigene Zukunft, sondern auch in die Zukunft unserer Gesundheitsversorgung. Wir begleiten wir sie auf diesem Weg mit einem engagierten Team aus Praxisanleitern und Lehrkräften“, sagt Praxiskoordinatorin und Pflegepädagogin Franziska Krämer. Von der Akutpflege im Krankenhaus über die langfristige Begleitung in der Seniorenhilfe bis hin zur sensiblen Betreuung in der ambulanten Akut- und Langzeitpflege erwartet die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein abwechslungsreiches Arbeitsfeld. Dieses mit spannenden und lehrreichen Onboarding-Tagen eingeleitet. Bewerbungen für den Ausbildungsstart 2027 werden ab sofort entgegengenommen (bewerbung-sim@kreuznacherdiakonie.de). Weitere Informationen gibt es unter kreuznacherdiakonie.de/karriere
Die Händehygiene ist ein essenzieller Bestandteil des Klinikalltags. Die schieren Zahlen in den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach sind beeindruckend: Im letzten Jahr wurden rund 11.300 Liter Händedesinfektionsmittel verbraucht. Drei Milliliter sind dafür im Schnitt nötig. Also wurden auf den Stationen mehr als 3,7 Millionen Händedesinfektionen durchgeführt werden, um die Übertragung von Keimen und Infektionen im Krankenhaus zu verhindern. Für diese konsequente Umsetzung wurden die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach nun mit dem Gold-Zertifikat der bundesweiten Kampagne „Aktion Saubere Hände“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung steht für höchste Standards in der Händehygiene und somit für mehr Sicherheit der Patientinnen und Patienten. Ziel der „Aktion Saubere Hände“ ist es, die Händehygiene in deutschen Gesundheitseinrichtungen zu fördern und zu verbessern. Mit der Gold-Auszeichnung zählen die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach zu den Einrichtungen, die die hohen Qualitätsanforderungen der Initiative in besonderem Maß erfüllen. Regelmäßige Schulungen für Mitarbeitende, Aktionstage und klare Abläufe sorgen dafür, dass die Händedesinfektion im Klinikalltag fest verankert ist. Dabei werden alle Berufsgruppen mit einbezogen, von der Pflege und der Ärzteschaft über den OP-Bereich bis hin zu den Auszubildenden. Eine weitere wichtige Voraussetzung für die Zertifizierung ist die flächendeckende Verfügbarkeit von Händedesinfektionsmitteln. Nachdem in den letzten zwei Jahren bereits zusätzliche Wandspender für Händedesinfektionsmittel installiert wurden, steht heute an jedem Patientenbett ein Desinfektionsspender zur Verfügung, um die Händedesinfektion direkt am Behandlungsort zu ermöglichen. Auch die systematische Erfassung des Verbrauchs von Händedesinfektionsmitteln sowie Beobachtungen der Durchführungen der Händedesinfektion und Visiten durch das Hygienefachpersonal sind Bedingung für diese Auszeichnung. Die Auszeichnung hat auch deshalb eine besondere Bedeutung, weil es das erste gemeinsame Gold-Zertifikat der Standorte Ringstraße und Mühlenstraße seit dem Zusammenschluss Anfang 2025 ist. „Die Anforderungen für den Erhalt des Gold-Zertifikats wurden in den vergangenen Jahren nochmals verschärft. Umso mehr freuen wir uns über diese besondere Anerkennung“, betont der Ärztliche Direktor Dr. Christoph von Buch. „Das Zertifikat ist eine tolle Teamleistung. Es zeigt, dass alle Berufsgruppen in beiden Häusern an einem Strang ziehen und die Patientensicherheit für uns jeden Tag an erster Stelle steht.“
Onboardingwoche startet mit Gottesdienst: Vielfalt und Gemeinsamkeit im Fokus BAD KREUNACH. Ein starkes Signal für die Zukunft der Pflege: Die Stiftung kreuznacher diakonie begrüßt in diesen Tagen die neuen Auszubildenden im Pflegebereich. Die 195 angehenden Fachkräfte starten ihre berufliche Laufbahn in einer Zeit, in der qualifizierte und empathische Pflege wichtiger ist denn je. Sie werden künftig in den Diakonie Kliniken, Einrichtungen der Seniorenhilfe in Bad Kreuznach, Kirn und Bingen ausgebildet, um Patienten und Klienten bestmöglich zu versorgen und zu begleiten. Pfarrer Volker Dressel, Klinikseelsorger in Bad Kreuznach, betonte im Begrüßungsgottesdienst die Vielfalt und Diversität der neuen Azubis. Die Altersspanne reicht von jungen Schulabgängern bis hin zu Lebenserfahrenen, die sich für einen Quereinstieg (Neuanfang) entschieden haben. In dem starken Jahrgang sind Menschen zwischen 15 und 51 Jahren vertreten. Zudem bringen die Auszubildenden unterschiedlichste kulturelle und herkunftsspezifische Hintergründe mit. Es sind Menschen, die in 26 verschiedenen Ländern zur Welt kamen und auch unterschiedliche „Kraftquellen“ aus ihren Religionen mitbringen. Allen gemeinsam ist, dass in ihrem Beruf das Wohl anderer Menschen zum Ziel ihrer Arbeit machen. Für Volker Dressel ist klar: „Die unterschiedlichen Lebensläufe, Perspektiven und kulturellen Kompetenzen unserer neuen Kolleginnen und Kollegen sind eine enorme Bereicherung – sowohl für unsere Teams als auch für die Menschen, die wir pflegen. Unter den Neustartern befinden sich sowohl angehende Pflege- und Gesundheitshelferinnen und -helfer als auch Auszubildende der generalistischen Pflegeausbildung. Die generalistische, dreijährige Ausbildung bereitet die Auszubildenden flexibel auf alle Pflegebereiche vor. Innerhalb eines Jahres werden die Pflegehelferinnen und -helfer ebenfalls zu einer unverzichtbaren Stütze im täglichen Stations- und Einrichtungsalltag geschult. Von der Akutpflege im Krankenhaus über die langfristige Begleitung in der Seniorenhilfe bis hin zur sensiblen Betreuung im Hospiz: Die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwartet ein abwechslungsreiches und sinnstiftendes Arbeitsfeld, das mit einer spannenden und lehrreichen Onboardingwoche eingeleitet wurde. Daniel Parker von der Seniorenhilfe in Rheinland-Pfalz und Jutta Magmer-Melaas, Pflegedirektorin der Diakonie Kliniken, wünschen allen Auszubildenden einen erfolgreichen Start und eine inspirierende Ausbildungszeit.
Ein besonderer Moment für die Geburtshilfe der Diakonie Kliniken Hunsrück: Am Sonntag, 2. August, kam mit dem kleinen Elio das 300. Baby des Jahres in Simmern zur Welt. Der Junge wog bei seiner Geburt 2.890 Gramm und war 50 Zentimeter groß. Gleichzeitig war er das 24. Kind, das im hebammengeleiteten Kreißsaal der Klinik geboren wurde.Das Team der Geburtshilfe gratuliert den Eltern Julia und Christopher Michel aus Simmern herzlich zur Geburt ihres Sohnes und wünscht der jungen Familie eine wunderschöne Kennenlernzeit sowie alles Gute für die gemeinsame Zukunft.
Neun neue Gesundheits- und Krankenpflegehelfer feiern Examen in Simmern SIMMERN. Unter großem Applaus nahmen die neun Absolventinnen und Absolventen ihre Examensurkunden entgegen. Nach einem Jahr intensiver Ausbildung dürfen sie sich ab sofort staatlich geprüfte Gesundheits- und Krankenpflegehelferinnen und Gesundheits- und Krankenpflegehelfer nennen. Während ihrer Ausbildung erwarben sie die wichtigsten pflegerischen Grundlagen und sammelten umfangreiche Praxiserfahrungen. Künftig unterstützen sie Pflegefachpersonen bei der Versorgung von Menschen im Krankenhaus und in Senioreneinrichtungen und leisten damit einen wichtigen Beitrag für eine gute Gesundheitsversorgung. Die Ausbildung eröffnet Menschen mit Berufsreife den Einstieg in einen verantwortungsvollen Beruf mit Zukunft. Gleichzeitig ist sie für viele der erste Schritt auf dem Weg zur Pflegefachkraft. Zwei Absolventen werden direkt von ihren Praxiseinrichtungen übernommen. Zwei weitere setzen ihre berufliche Laufbahn bereits im August mit der dreijährigen generalistischen Pflegeausbildung fort. Dieser Kurs zeigt, wie vielfältig die Wege in die Pflege sein können. Der älteste Teilnehmer des Kurses, Matthias Kampmann aus Völkenroth, erzielte den besten Notendurchschnitt und absolvierte zudem die theoretische Prüfung mit dem besten Ergebnis. Die beste praktische Prüfungsleistung des gesamten Kurses zeigte Laraib Younas aus Nannhausen. Dafür wurden beide mit einer Anerkennungsurkunde ausgezeichnet. Für Pflegepädagogin und Kursleiterin Edita Kurz war die Examensfeier ein ganz besonderer Moment. „Sie sind der erste Abschlussjahrgang der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe an unserer Pflegeschule seit sehr langer Zeit. Sie haben damit ein Stück Schulgeschichte geschrieben. Sie haben neue Wege beschritten, Erfahrungen gesammelt und unsere Schule mitgeprägt. Dafür werden Sie immer einen besonderen Platz in der Geschichte unserer Pflegeschule haben. Der Tag, auf den Sie so lange hingearbeitet, gelernt und manchmal auch hin gefiebert haben, ist endlich gekommen. Wenn ich heute in Ihre Gesichter schaue, sehe ich Erleichterung, Freude und vor allem Stolz. Und genau das dürfen Sie heute sein“, so Kurz während der Examensfeier. Mit ihrem erfolgreichen Abschluss setzen die Absolventinnen und Absolventen ein wichtiges Zeichen für die Pflege in der Region. Gleichzeitig zeigt der Neustart der Ausbildung in Simmern, dass die Gesundheits- und Krankenpflegehilfe eine attraktive Möglichkeit bietet, mit Hauptschulabschluss den Einstieg in einen sinnstiftenden Beruf zu finden und sich langfristig in der Pflege weiterzuentwickeln. Der nächste Kurs ist gerade gestartet.
In der Pflege und den sozialen Berufen werden händeringend Fachkräfte gebraucht. Viele davon fehlen. Die Stiftung kreuznacher diakonie und die Agentur für Arbeit Bad Kreuznach gehen dieses Problem gemeinsam und seit vier Jahren verstärkt an. Zwölf Beschäftigte starten im August berufsbegleitende Ausbildungen, finanziert über Bildungsgutscheine der Agentur für Arbeit. Die Ausbildungen finden in den Bereichen Heilerziehungspflege, Krankenpflegehilfe und der generalistischen Pflegeausbildung statt. Die Ausbildung ist so gestaltet, dass sie sich mit dem Berufsleben vereinbaren lässt. Angehende Heilerziehungspfleger etwa verbringen drei Tage pro Woche an ihrer Arbeitsstelle und zwei Tage in der Schule. Sie behalten während der gesamten Ausbildung ihr bisheriges Gehalt. Die Agentur für Arbeit übernimmt die Lehrgangskosten und erstattet dem Arbeitgeber anteilig die Lohnkosten für die Schulzeit. Wer die Zwischenprüfung besteht, erhält zusätzlich eine Prämie von 1.000 Euro, wer den Abschluss schafft, sogar 1.500 Euro. Das Programm richtet sich bewusst an Menschen, die sich zwar weiterqualifizieren möchten, sich durch ihre persönlichen Lebensumstände aber keinen Einkommensverlust leisten können. Viele von ihnen sind Quereinsteiger, die sich beruflich neu orientiert haben und zunächst ungelernt bei der Stiftung tätig waren. Genau für sie eröffnet das Programm eine echte Chance, im laufenden Beschäftigungsverhältnis einen anerkannten Berufsabschluss zu erwerben. „Die Teilnehmenden können einen Berufsabschluss erwerben und müssen dabei keine finanziellen Einbußen hinnehmen“, sagt Anne Liestmann vom Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit, die diesen die Bildungsgutscheine persönlich überreichte. Unterstützt wurde sie dabei von Irina Ott-Vrbat aus dem Zentralbereich Projektfinanzierung und Fundraising der Stiftung sowie von Diakon Benedikt Schöfferle, Bereichsleitung Projektfinanzierung und Fundraising. Für die Stiftung kreuznacher diakonie ist das Programm weit mehr als eine Fördermöglichkeit. Es ist ein Weg, ungelernte Mitarbeitende gezielt weiterzuentwickeln und sie langfristig als ausgebildete Fachkräfte im eigenen Haus zu halten. „Aufgrund der demografischen Entwicklung werden in allen Bereichen Fachkräfte gesucht. Wir wissen, wie wichtig es ist, Menschen gezielt in Ausbildung zu bringen“, betont Diakon Benedikt Schöfferle. In den nächsten fünf Jahren wird sich dieser Druck noch weiter erhöhen, da immer mehr ältere Fachkräfte in Rente gehen und gleichzeitig die Zahl der Pflegebedürftigen steigt.
Ob moderne Medizintechnik, gemütliche Ruheliegen oder Spielangebote im Wartebereich: Seit über 30 Jahren unterstützt der Förderverein der Kinderklinik e.V. die Kinder- und Jugendmedizin der Diakonie Kliniken mit Anschaffungen, die den Krankenhausalltag für Kinder und ihre Familien spürbar verbessern. Auch in diesem Jahr hat der Verein wieder zahlreiche Projekte im Gesamtwert von mehr als 28.000 Euro ermöglicht. Ein Teil der Spendengelder floss in die medizinische Ausstattung. So konnten ein mobiles Beatmungsgerät, mehrere Deckenheizstrahler und Instrumententische angeschafft werden. Die neuen Geräte unterstützen die Versorgung von Früh- und Neugeborenen sowie kranken Kindern und ergänzen die medizintechnische Ausstattung der Station. Ebenso wichtig sind Investitionen, die den Aufenthalt für Familien angenehmer machen. Vier Stillstühle ermöglichen Müttern verschiedene bequeme und entlastende Stillpositionen. Die zwei neuen Ruheliegen eignen sich besonders gut für das Kuscheln und Känguruhen, bei dem das Baby direkten Hautkontakt zu den Eltern hat. Größere Kinder und Jugendliche können darauf entspannt liegen oder sitzen, während sie beispielsweise Infusionen erhalten. Außerdem finanzierte der Förderverein 15 neue Begleitbetten für Eltern, die die in die Jahre gekommenen, alten Betten ersetzen. Für die Wartebereiche wurden zudem Wandspielmodule angeschafft, die den kleinen Patientinnen und Patienten die Wartezeit spielerisch verkürzen. „Als Kinderklinik möchten wir unseren Patientinnen und Patienten nicht nur eine bestmögliche medizinische Versorgung bieten, sondern auch eine familiengerechte Umgebung, in der sich alle gut aufgehoben fühlen. Viele dieser Anschaffungen wären ohne die Unterstützung des Kinderfördervereins nicht möglich gewesen“, sagt Pflegedirektorin Jutta Magmer-Melaas. „Unser herzlicher Dank gilt dem Förderverein und allen Menschen, die mit ihren Spenden dazu beitragen, dass wir Kindern und ihren Familien den Krankenhausaufenthalt ein Stück angenehmer machen können.“ Der Förderverein der Kinderklinik e.V. engagiert sich seit vielen Jahren für die jüngsten Patientinnen und Patienten der Diakonie Kliniken. Immer wieder finanziert er Projekte und Medizintechnik, die nicht über die reguläre Krankenhausfinanzierung abgedeckt sind, für Kinder und ihre Familien aber einen großen Unterschied machen. Seine Arbeit finanziert der Verein durch Mitgliedsbeiträge, Privatspenden, Feste und Benefizaktionen. So können regelmäßig Anschaffungen ermöglicht werden, von denen Kinder und ihre Familien unmittelbar profitieren. Das langjährige Engagement des Vereins trägt wesentlich dazu bei, dass in der Kinderklinik der Diakonie eine hochwertige medizinische Versorgung, Geborgenheit und Familiennähe Hand in Hand gehen.
Ein besonderes Willkommensgeschenk begleitet seit inzwischen zehn Jahren viele Neugeborene in den Diakonie Kliniken Hunsrück: Mit viel Engagement näht Sonja Caspar aus Rayerschied liebevolle Babymützchen für die Kleinsten. Was ursprünglich als einmalige Aktion zur Wiedereröffnung des renovierten Kreißsaals begann, hat sich zu einer festen Tradition entwickelt. Aus den ersten 100 Mützchen sind mittlerweile mehr als 1.700 handgefertigte Unikate geworden. Seit zwei Jahren erhält Sonja Caspar Unterstützung von ihrer Cousine Michelle Herrmann aus Argenthal. Gemeinsam übergaben die beiden nun weitere 150 bunte Babymützchen an das Team der Geburtshilfe. Jedes Neugeborene erhält somit ein persönliches Geschenk und die Familien eine bleibende Erinnerung an die Geburt ihres Kindes. Mit den Diakonie Kliniken verbindet die beiden Frauen auch eine persönliche Geschichte. Ihre eigenen Kinder kamen hier zur Welt. Und solange sie Zeit zum Nähen haben, möchten sie ihr ehrenamtliches Engagement fortsetzen, damit möglichst viele Kinder und Eltern „gut behütet“ in das Abenteuer Familienleben starten können. Das Team der Diakonie Kliniken bedankt sich herzlich für die langjährige Unterstützung und die vielen mit Liebe gefertigten Mützchen.
Vanille, Erdbeere oder Schokolade – über diese süße Überraschung freuten sich die Mitarbeitenden der Kinder- und Jugendmedizin sowie der Geburtshilfe. Plötzlich rollte der Eiswagen über die Flure im vierten und siebten Stock und sorgte für eine willkommene Abkühlung. Was für viele wie eine spontane Überraschung wirkt, ist längst eine schöne Tradition: Bereits zum achten Mal spendierten die Ossig-Stiftung von Dr. Karlheinz Ossig und Niklas Heblich von Vadirito den Mitarbeitenden einen leckeren Eisbecher. Mit dieser Aktion bedanken sie sich für den täglichen Einsatz und die engagierte Betreuung der jüngsten Patienten und ihrer Familien. Seit 20 Jahren setzt sich die Ossig-Stiftung für die medizinische Versorgung und das Wohl von Früh- und Neugeborenen in der Kreuznacher Diakonie ein.
Die Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie an den Diakonie Kliniken Hunsrück hat einen neuen Chefarzt. Dr. Elias Blasius hat Anfang Juli die Leitung der Fachabteilung übernommen. Er folgt auf Dr. Winfried Oberhausen, der die Klinik seit vielen Jahren geprägt hat und bis zu seinem Ruhestand im kommenden Jahr als Senior Consultant den Übergang begleitet. Dr. Elias Blasius ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Facharzt für Neurologie und besitzt eine breite klinischer Expertise. Nach seinem Studium der Humanmedizin in Düsseldorf und seinen Facharztausbildungen in Köln und Bonn, sammelt er wertvolle Erfahrungen in verschiedenen psychiatrischen Kliniken in Nordrhein-Westfalen und als Oberarzt an der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich (PUK Zürich, Schweiz). Zuletzt arbeitete der 45-Jährige als Leitender Oberarzt der St. Agatha Fachklinik für Seelische Gesundheit in Köln. Zu seinen fachlichen Schwerpunkten gehören die Verhaltenstherapie (VT), die tiefenpsychologisch fundierte und psychoanalytische Psychotherapie sowie moderne neurostimulatorische Verfahren. „Mit Herrn Dr. Elias Blasius gewinnen wir einen erfahrenen und engagierten Mediziner, der unser psychiatrisches Angebot fachlich und menschlich bereichern wird“, sagt Geschäftsführerin Carina Esch. „Gleichzeitig danken wir Herrn Dr. Winfried Oberhausen herzlich für seinen langjährigen Einsatz. Er hat die Psychiatrie in Simmern von Anfang an aufgebaut und entscheidend mitgestaltet. Umso mehr freut es uns, dass er seine Erfahrungen bis zu seinem Ruhestand einbringt.“ In Simmern findet der neue Chefarzt ein interdisziplinäres Haus mit einer gut aufgestellten Abteilungspsychiatrie vor, dessen Leistungsangebot sich über die gesamte Breite des Fachgebietes erstreckt. Die Psychiatrie und Psychotherapie der Diakonie Kliniken Hunsrück behandelt Erwachsene mit depressiven Erkrankungen, Angst- und Zwangsstörungen, Suchterkrankungen, Psychosen, Demenzen sowie psychischen Krisen und Belastungssituationen. Stationäre, tagesklinische und ambulante Angebote greifen eng ineinander. Gleichzeitig profitieren Patientinnen und Patienten von den kurzen Wegen zu den anderen medizinischen Fachabteilungen des Hauses. „Psychische Erkrankungen stehen häufig in engem Zusammenhang mit körperlichen Beschwerden oder chronischen Erkrankungen“, erklärt Dr. Elias Blasius. „In einem interdisziplinären Haus wie den Diakonie Kliniken können beide Aspekte gemeinsam betrachten und unseren Patientinnen und Patienten eine umfassende Behandlung anbieten. Mir ist wichtig, dass sie sich medizinisch gut versorgt und menschlich ernst genommen fühlen.“ In seiner neuen Rolle als Chefarzt möchte Dr. Blasius die bestehenden Behandlungskonzepte weiterentwickeln und die wohnortnahe psychiatrische Versorgung in der Region stärken. Dabei will er auch eigene Akzente setzen. Dazu gehören der weitere Ausbau psychotherapeutischer Behandlungsangebote sowie moderne Methoden in der Verhaltenstherapie. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Elektrokrampftherapie (EKT), eines der wirksamsten neurostimulatorischen Verfahren zur Behandlung von Katatonie, therapieresistenter Depressionen und schwerer Psychosen. „Herr Dr. Blasius verfügt über umfassende Kenntnisse im Fachbereich Psychiatrie und Psychotherapie, von denen unsere Patientinnen und Patienten direkt profitieren werden. Seine fundierte Expertise in der Schematherapie und Elektrokrampftherapie sind eine hervorragende Bereicherung für unser klinisches Profil“, so Esch. Der gebürtige Bonner tritt seine neue Position mit einem guten Gefühl an: „Der warme Empfang meiner neuen Kolleginnen und Kollegen haben mir den Start leicht gemacht. Jetzt freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit meinem Team. Unser Ziel ist eine verlässliche und moderne Behandlung auf hohem fachlichen Niveau. Psychiatrie ist immer Teamarbeit und gut Behandlung gelingt nur, wenn die unterschiedlichen Berufsgruppen eng zusammenarbeiten und den Menschen als Ganzes im Blick behalten.“
Der Förderverein der Kinderklinik e.V. hat die Mitarbeitenden der Kinder- und Jugendmedizin an den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach mit praktische Kühltüchern überrascht. Die speziellen Mikrofasertücher können angefeuchtet und um Nacken, Kopf oder Schultern gelegt werden. Durch die Verdunstung entsteht ein angenehmer Kühleffekt. Sobald sie sich erwärmen, kann man sie einfach durch Aufschütteln wieder runterkühlen oder noch einmal nass machen. Ein großes Dankeschön für diese „kleine Erfrischung“.
Seit vielen Jahren begleitet die Selbsthilfegruppe krebserkrankter Frauen aus Idar-Oberstein Patientinnen im Brustkrebszentrum Nahe mit einer ganz besonderen Geste: liebevoll genähte Kissen, die Trost spenden und Beschwerden lindern. Jetzt konnten die engagierten Frauen das 1.500. selbst genähte Herzkissen an die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach übergeben. Was auf den ersten Blick wie ein schönes Deko-Objekt aussieht, ist für viele Frauen nach einer Brustkrebsoperation eine wertvolle Unterstützung. Durch seine besondere Herzform mit den verlängerten Seiten kann es unter dem Arm getragen werden. Dort lindert es Druck und Schmerzen, entlastet die Operationswunde und unterstützt den Lymphfluss. Auch beim Liegen auf der Seite oder bei plötzlichen Bewegungen sorgt das Kissen für mehr Komfort und Schutz. Neben den Herzkissen näht die Selbsthilfegruppe auch bunte Drainagebeutel. Sie bieten den Drainageflaschen nach der Operation einen sicheren Platz und ermöglichen den Patientinnen, sich freier zu bewegen. Die Beutel verdecken die Drainagen, sodass viele Frauen wieder unbeschwert über die Station gehen oder kleine Spaziergänge unternehmen können – und dabei beide Hände frei haben. Hinter jedem Kissen und jedem Beutel stecken viel Zeit, Engagement und Mitgefühl. Ernie Weber, Christa Maurer, Brigitte Schuch, Rosi Schramm und Karla Schüßler fertigen jedes Stück in liebevoller Handarbeit an. Immer liegen ein persönlicher Genesungswunsch oder eine kleine Aufmerksamkeit dabei. Für viele Patientinnen ist diese Geste ein Zeichen, dass sie mit ihrer Erkrankung nicht allein sind. Sie schenkt Trost, Zuversicht und Betroffenen das gute Gefühl, dass jemand in dieser schwierigen Lebensphase an sie denkt. „Die Übergabe des 1.500. Herzkissens steht stellvertretend für unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit und für eine Hilfe, die weit über den medizinischen Nutzen hinausgeht.“, bedankt sich Stationsleitung Nicole Leuteritz im Namen des Brustkrebszentrums sehr herzlich für die langjährige und verlässliche Unterstützung.
Tanzende Fontänen oder die Conga des neuen Feuers: Das Repertoire des Landespolizeiorchesters bei seinem Benefiz-Gastspiel im Bad Kreuznacher Kurpark war flott, schwungvoll, mitreißend. Ralf-Dieter Kanzler, Vorsitzender des Fördervereins Krankenhaus St. Marienwörth begrüßte die Musiker und ihren Dirigenten Laszlo Szabo, die bei angenehm moderaten Temperaturen am Sonntagvormittag vor großem Auditorium spielten. Und zur Einstimmung bei der Sommermatinée gab es mit dem Imperator-Marsch ein Stück von einem Komponisten aus dem Kuseler Wandermusikantenland, wie Moderator Joachim Lösch verriet. Marsch-Komponist Georg Drumm war Teil dieser Westpfälzer Musikkultur und komponierte ihn für die Donaumonarchie. Das seit 1953 bestehende Orchester spielt jedoch nicht nur Militärisch-Schmissiges, die Musiker begeistern als musikalische Botschafter der „Freunde und Helfer“ auf ihren Gastspielen stets mit einem breiten Querschnitt an Rhythmen und Melodien. Einen perfekten Anschluss bildete der Konzertwalzer „Tanzende Fontänen“ – Moderator Lösch hatte nicht zu viel versprochen, als er „viel Musik, viel gute Laune und ein ganz buntes Programm“ ankündigte. Das sinfonische Orchester verfügt über beeindruckende Qualitäten und Könner, von denen einige herausragende Solisten sind, etwa Anna Matzen, die den Solopart in Artie Shaws Concerto für Clarinet souverän und mitreißend interpretierte. Musik, die man entspannt im Sitzen genießen kann, die aber auch den Tänzer in jedem wecken, präsentierte das Orchester mit den „feurigen Congas“ von Arturo Márquez. Auf lateinamerikanische Folklore und Rhythmen folgten Jazz von Chuck Mangione, ein bunt gespicktes 50er-Jahre-Medley mit Schlager und Rock’n’Roll und anschließend Melodien der Popband Queen, alles vorgetragen in perfekter Abstimmung, mit weiteren solistischen Glanzlichtern, nuancenreichem Klang und präziser Dynamik. Das Landespolizeiorchester verabschiedete sich mit zwei Zugaben und dem Versprechen auf ein Wiedersehen und Wiederhören im nächsten Jahr.
Der Prüfungsstress ist geschafft, die Freude groß: Mit dem erfolgreichen Abschluss des dritten Kurses der generalistischen Pflegeausbildung endet für neun Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner der Stiftung kreuznacher diakonie ein wichtiger Lebensabschnitt. Nach einer intensiven Zeit voller Lernen, praktischer Einsätze und persönlicher Entwicklung starten sie nun in einen Beruf, der Verantwortung, Fachwissen, ethische Grundsätze und einen klaren gesellschaftlichen Auftrag verbindet. Mit dem Examen in der Mühlenstraße haben nun alle diesjährigen Abschlusskurse ihre generalistische Ausbildung in den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach und im Seniorenheim Haus St. Josef erfolgreich beendet. Bereits zuvor hatten 27 Auszubildende der generalistischen Pflegeausbildung sowie 14 Gesundheits- und Krankenpflegehelfer ihre staatlichen Prüfungen bestanden. Viele von ihnen werden künftig die Pflegeteams der Kliniken und der Einrichtungen der Seniorenhilfe in Bad Kreuznach verstärken. In seiner Abschlussrede richtete Praxisanleiter Patrick Krieg, der den Kurs in der Mühlenstraße während der Ausbildung intensiv begleitet hatte, persönliche Worte an die Absolventinnen und Absolventen: „Die Pflege braucht Menschen, die sich einbringen. Die ihr Wissen weiterentwickeln, die auch Missstände ansprechen. Menschen, die gute Pflege nicht nur leisten, sondern auch selbstbewusst vertreten. Und die den Mut haben, die Pflege von morgen mitzugestalten. Gehen Sie Ihren weiteren Weg mit Stolz auf Ihre Profession. Herzlichen Glückwunsch!“ Breite Ausbildung für viele EinsatzbereicheWährend ihrer dreijährigen Ausbildung sammelten die angehenden Pflegefachpersonen umfassende praktische und theoretische Erfahrungen. Sie lernten die Akutpflege im Krankenhaus ebenso kennen wie die Versorgung älterer Menschen, die Kinderkrankenpflege, die ambulante und die psychiatrische Pflege. Dabei arbeiteten sie eng mit verschiedenen Berufsgruppen zusammen und übernahmen Schritt für Schritt mehr Verantwortung für die Betreuung ihrer Patientinnen und Patienten. Die generalistische Pflegeausbildung eröffnet den Absolventinnen und Absolventen vielfältige berufliche Perspektiven. Sie können in unterschiedlichen Bereichen der Pflege arbeiten und sich später gezielt fachlich weiterqualifizieren. Schon bald beginnt an den Schulen für Gesundheits- und Pflegeberufe in Bad Kreuznach das neue Ausbildungsjahr. Mit der kontinuierlichen Ausbildung eigener Pflegefachkräfte investiert die Stiftung kreuznacher diakonie in die Zukunft der Gesundheitsversorgung der Region. Denn gut ausgebildete Pflegefachpersonen werden in den Kliniken und im gesamten Gesundheitswesen dringend gebraucht.
Unter großem Applaus verabschieden sich 14 Auszubildende von den Schulen für Gesundheits- und Pflegeberufe der Stiftung kreuznacher diakonie. In der einjährigen Ausbildung an den Schulen für Gesundheitsberufe haben sie alles gelernt, was zu den Grundlagen der Pflege gehört und viel praktische Erfahrung gesammelt. Nach ihrem erfolgreichen Examen halten sie nun stolz ihre Urkunden in den Händen und dürfen sich ab sofort staatlich geprüfte Gesundheits- und Krankenpflegehelferin bzw. -helfer (GKPH) nennen. Das Examen markiert für die Absolventinnen und Absolventen den Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Sie starten in einen Beruf, der Verantwortung, Fachwissen und vor allem Menschlichkeit verlangt. Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/-innen unterstützen Pflegefachpersonen bei der Versorgung von Patientinnen und Patienten und leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Gesundheitsversorgung. „Wir danken Ihnen für Ihre Bereitschaft, anderen Menschen zu helfen. Vergessen Sie nie, wie wertvoll Ihre Arbeit ist. Eine helfende Hand, ein offenes Ohr und ein ermutigendes Wort, können für einen Ihnen anvertrauten Menschen den Unterschied machen“, betont Kira Greco, Pflegedienstleitung der Diakonie Kliniken bei der Examensfeier. Die Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegehilfe hat in der Stiftung kreuznacher diakonie eine lange Tradition. Bereits 1907 legte Hugo Reich mit der ersten professionellen Pflegeausbildung der Diakonissen in Bad Kreuznach den Grundstein. Heute vermittelt die einjährige Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe, die mit einer staatlichen Abschlussprüfung endet, die wichtigsten pflegerischen Grundlagen und eröffnet Menschen mit Hauptschulabschluss den Einstieg in einen Beruf mit Zukunft. Für viele Absolventinnen und Absolventen ist sie zugleich der erste Schritt in eine langfristige Karriere in der Pflege. Einige setzen ihre Ausbildung bereits im August mit der dreijährigen generalistischen Pflegeausbildung fort. Der diesjährige Kurs zeigte erneut, wie vielfältig die Pflege ist. Menschen unterschiedlichen Alters und mit verschiedenen Lebenswegen lernten gemeinsam, unterstützten sich gegenseitig und entwickelten sich fachlich wie persönlich weiter. Sie haben in den vergangenen zwölf Monaten mit großem Engagement auf dieses Ziel hingearbeitet. „Ich habe Sie als motivierten, interessierten und hilfsbereiten Kurs erlebt“, sagte Anja Traut, stellvertretende Schulleiterin. „Es freut mich besonders, dass viele von Ihnen ihre berufliche Zukunft in den Kliniken sowie in den Wohn- und Seniorenhilfeeinrichtungen der Stiftung kreuznacher diakonie beginnen. Sie werden unsere Teams bereichern und einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Menschen in unserer Region leisten.“ Mit ihrem erfolgreichen Abschluss schlagen die 14 Gesundheits- und Krankenpflegehelferinnen und -helfer nun das nächste Kapitel ihres Berufslebens auf – in einem Beruf, der jeden Tag einen Unterschied macht.
Rund 40 Jahre wird in den Diakonie Kliniken Inklusion gelebt BAD KREUZNACH. Krankenhäuser funktionieren wie Uhrwerke. Viele Räder müssen ineinandergreifen, damit Patienten optimal versorgt werden können. Dabei gibt es neben ÄrztInnen und dem Pflegepersonal viele Menschen, deren Arbeit man nicht sieht, die aber trotzdem dazu beitragen, dass das System reibungslos funktioniert. In den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach in der Ringstraße gibt es seit rund 40 Jahren ein ganz besonderes Inklusionsprojekt, das den Betrieb des Krankenhauses unterstützt: Die so genannte Krankenhaus-Gruppe der benachbarten Werkstätten für Menschen mit Behinderungen. 16 Menschen mit Beeinträchtigungen arbeiten hier – reinigen Flure und Arztzimmer oder bringen Patientenakten von A nach B und medizinische Proben von den Stationen ins hauseigene Labor. Allen gemeinsam ist, dass sie sorgfältig und gewissenhaft ihre Arbeit machen und wahnsinnig stolz darauf sind, Teil des Teams im Krankenhaus zu sein. Nina Riedel ist eine von ihnen: „Mir macht die Arbeit Spaß. Alle sind sehr freundlich zu mir.“ Wie alle anderen Beschäftigten hat die 27-Jährige vor ihrem Einstieg, verschiedene Praktika und Schulungen der Beruflichen Bildung in den Werkstätten durchlaufen, damit sie in Sachen Brandschutz, Hygiene und Datenschutz fit ist. Seit 2017 ist die ehemalige Absolventin einer Förderschule hier ins Arbeitsleben integriert. Und wenn es doch mal Probleme geben sollte, gibt es Gruppenleiterin Nicole Berelsmann, die dort vermittelt, wo es auch schon mal Missverständnisse gibt. Auch Pia Fischer und Christiane Kleinbauer haben hier ihre berufliche Heimat gefunden. Beide wollen nirgendwo anders sein. Nicole Berelsmann erklärt, warum: „Sie fühlen sich hier sicher und bekommen viel Lob für ihre Arbeit!“ Die 50-jährige Christiane Kleinbauer lebt selbstständig und weiß, dass sie ihren eigenen Rhythmus braucht: „Stress ist nichts für mich. Ich mache immer dieselben Arbeiten.“ Dazu gehört es, dass die Bereitschaftszimmer immer sauber sind. „Dann werde ich fleißiges Bienchen genannt. Das finde ich schön!“ Pia Fischer ist ziemlich gerade heraus, aber auch die 57-Jährige würde diesen inklusiven Arbeitsplatz gerne bis zu ihrer Rente behalten. Sie ist ein offener Mensch und hat auch viele Kontakte zum medizinischen Personal auf den Stationen. Zwar ist die Krankenhaus-Gruppe immer noch Teil der Werkstatt, doch für sie ist die sinnstiftende Arbeit im Krankenhaus ein echter Booster für das eigene Selbstbewusstsein. Denn sie alle helfen mit, dass sich die Patienten hier sicher und gut versorgt fühlen können. Michaela Marquis von der Hauswirtschaftsleitung der Diakonie Kliniken ist sehr zufrieden: „Sie sind wirklich sehr engagiert.“ Und Nicole Berelsmann weiß, dass die Arbeit hier auch ein Sprungbrett in den ersten Arbeitsmarkt sein kann. Mindestens zwei der Beschäftigten haben den langen Weg in die Inklusion geschafft. Die Inklusion im Krankenhaus ist für sie etwas sehr, sehr Besonderes. Alles läuft so reibungslos, dass es fast wie eine Selbstverständlichkeit wirkt: „Das ist es aber nicht. „Vermutlich gibt es nur wenige Krankenhäuser in Deutschland, die mit einem solchen Projekt aufwarten können.“
Teddyklinik der Diakonie Kliniken Hunsrück begeistert Kita-Kinder SIMMERN. Pflaster kleben, Verbände anlegen, röntgen oder im OP assistieren: Drei Tage lang zog die Teddyklinik in die Diakonie Kliniken Hunsrück ein. Mehr als 400 Kinder aus zahlreichen Kitas im Rhein-Hunsrück-Kreis brachten ihre Kuscheltiere mit. Erstmals gab es auch eine offene Sprechstunde, die 90 Kinder besuchten. Das Ziel der dreitägigen Teddyklinik: Kindern spielerisch die Scheu vor Arzt- und Krankenhausbesuchen nehmen. Nach der Anmeldung ging es für Schäfchen „Wolke“, Teddy „Bruno“ und Puppe „Emma“ direkt in die Sprechstunde. Gemeinsam mit Medizinstudierenden im Praktischen Jahr sowie Auszubildenden der eigenen Pflegeschule untersuchten die kleinen Nachwuchsmediziner ihre flauschigen Patienten an verschiedenen Stationen. Sie legten Verbände an, halfen im OP, schoben ihre Kuscheltiere durch ein blinkendes „Röntgengerät“, beobachteten die Untersuchungen im Labor und holten am Ende die passende "Medizin" in der Teddy-Apotheke ab. Als Erinnerung erhielten alle Kinder eine Urkunde, kleine Geschenke und erstmals auch ein Bilderbuch über den Besuch einer Teddyklinik. Ein besonderes Highlight war erneut der Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes. Dort konnten die Kinder echtes Rettungsequipment entdecken, das Blaulicht einschalten und lernen, wie ein Notruf richtig abgesetzt wird. "Die Teddyklinik ist für uns alle eine echte Herzensangelegenheit", sagt Dr. Stephanie Zang, Leiterin der Zentralen Notaufnahme und Initiatorin des Projekts. "Kinder erleben hier ganz spielerisch, wie ein Krankenhaus funktioniert. Sie übernehmen Verantwortung für ihre Kuscheltiere und merken dabei, dass Untersuchungen und Behandlungen keine Angst machen müssen." Gleichzeitig bereichert die Teddyklinik auch die Ausbildung des medizinischen und pflegerischen Nachwuchses. Denn sie sorgten einfühlsam dafür, dass die Kinder ihre Kuscheltiere wie echte Profis behandeln konnten und sammelten wertvolle Erfahrungen im Umgang mit jungen Patientinnen und Patienten. Die Begeisterung war an allen drei Tagen spürbar. Neugierige Fragen, leuchtende Kinderaugen und mutige Teddy-Ärztinnen und Teddy-Ärzte machten die Aktion erneut zu einem großen Erfolg. Für die Diakonie Kliniken Hunsrück steht deshalb schon heute fest: Die Teddyklinik bleibt ein fester Bestandteil ihres Engagements für Kinder in der Region. Auch künftig sind besorgte Puppen-Muttis und erfahrene Kuscheltier-Papas in den Diakonie Kliniken herzlich willkommen. Ermöglicht wird das Projekt jedes Jahr durch die großzügige Unterstützung des Fördervereins der Diakonie Kliniken Hunsrück und des Aenne Wimmers Hospizes e.V. „Wir sind sehr glücklich über diese Chance und bedanken uns bei allen Helferinnen und Helfern, die die Teddyklinik mit so viel Herzblut möglich machen. Ein besonderer Dank gilt Monika Uhr, die das Projekt mit außergewöhnlichem Engagement organisiert hat. Ohne ihren unermüdlichen Einsatz wäre eine solche Woche zwischen Kuscheltieren, strahlenden Kinderaugen und begeisterten Teddy-Ärzten nicht möglich gewesen“, bedankt sich Zang bei allen Unterstützern und Helferinnen.
Diakonie Kliniken bündeln Frauen- und Brustmedizin in moderner Struktur BAD KREUZNACH. Wer eine gynäkologische Operation benötigt, mit einer Brusterkrankung behandelt wird oder ein Kind erwartet, braucht vor allem medizinische Sicherheit und verlässliche Ansprechpartner. Genau darauf richten die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach ihre gynäkologische Versorgung künftig noch stärker aus. Zum 1. Juli 2026 wird die bisherige Belegabteilung für Gynäkologie der Mühlenstraße in die Hauptfachabteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe unter Leitung von Chefarzt Dr. Michael Kumbartski integriert. Das medizinische Angebot bleibt vollständig erhalten und wird künftig direkt durch die Klinik erbracht. Die Neuordnung ist Teil der seit Monaten laufenden Medizinstrategie beider Häuser. „Ziel ist es, Kompetenzen zu bündeln, Behandlungswege zu optimieren und Patientinnen noch besser zu begleiten. So lassen sich Qualitätsstandards einheitlich umsetzen und medizinische Entscheidungen schneller abstimmen“, erklärt Geschäftsführer Manuel Seidel. Die Fachabteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe verfügt über 65 Planbetten sowie ein erfahrenes Team aus insgesamt 17 Ärztinnen und Ärzten. Jährlich werden rund 1.200 stationäre und 500 ambulante gynäkologische Eingriffe durchgeführt. In der Geburtshilfe wurden im letzten Jahr 1.589 Kinder auf die Welt gebracht. Die Klinik in der Ringstraße bleibt Anlaufstelle für die Versorgung gynäkologischer Notfälle und für Schwangere. Die Klinik in der Mühlenstraße konzentriert sich auf die Brustmedizin, die Diagnose und Behandlung von gut- und bösartigen Brusterkrankungen. Grundlage dafür ist das bereits seit 15 Jahren etablierte und zertifizierte Brustkrebszentrum. Starkes Netzwerk für Frauen mit Brusterkrankungen Im Brustkrebszentrum der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach steht Patientinnen ein erfahrenes Team von Spezialisten zur Verfügung. Mit Dr. Kay Goerke übernimmt ein ausgewiesener Experte die Leitung des Zentrums. Der ehemalige Chefarzt der Diakonie Kliniken Hunsrück und Senior Consultant ist auf Krebserkrankungen in der Frauenheilkunde spezialisiert. Unterstützt wird er von Dr. Michael Wehling, leitendem Oberarzt mit umfassender operativer Erfahrung, sowie von Oberarzt Dr. Rami Sawas, der seit vielen Jahren als zertifizierter Brustoperateur am Standort Mühlenstraße tätig ist. Ergänzt wird das Team durch Prof. Dr. Jens Rothenberger, Chefarzt der Plastischen Chirurgie. Er bringt seine besondere Expertise in der ästhetischen Brustchirurgie und der rekonstruktiven Wiederherstellung der Brust nach Tumorerkrankungen ein. Neben moderner Diagnostik und Therapie profitieren Patientinnen zudem von einer besonders hohen pflegerischen und therapeutischen Kompetenz. Breast Care Nurses, Pain Nurses, onkologische Fachpflegekräfte, Physiotherapeuten, Psychoonkologen, Seelsorger und Mitarbeitende des Sozialdienstes begleiten Betroffene vom ersten Gespräch bis zur Rückkehr in den Alltag. Jährlich betreut das Zentrum mehrere hundert Patientinnen. Auch Männer mit Erkrankungen der Brustdrüse finden hier spezialisierte Ansprechpartner. So werden Patientinnen und Patienten in Bad Kreuznach in allen Phasen ihrer Behandlung medizinisch und menschlich bestmöglich begleitet.
Neue Chefärztin und Ärztliche Direktorin für die Diakonie Kliniken Fliedner NEUNKIRCHEN. Die psychiatrische Versorgung in der Region steht vor großen Herausforderungen. Eine alternde Gesellschaft, steigender Unterstützungsbedarf bei Demenzerkrankungen und der Wunsch nach besser verzahnten Behandlungswegen verlangen medizinische Kompetenz, einen strategischen Blick und menschliche Nähe. Ab dem 1. Juli übernimmt Dr. med. Börgit Baudach, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, als Chefärztin und Ärztliche Direktorin die Verantwortung für die Weiterentwicklung der Diakonie Kliniken Fliedner und stellt sich den Veränderungen der medizinischen Versorgung in der Region Neunkirchen. Seit dem 1. Januar war Dr. Börgit Baudach bereits als Oberärztin in den Diakonie Kliniken Fliedner tätig. „Das Arbeitsklima hier ist etwas Besonderes. Der Zusammenhalt im Team, die gegenseitige Unterstützung und der gemeinsame Blick auf die Patientinnen und Patienten haben mich von Anfang an beeindruckt“, sagt die Medizinerin. Die gebürtige Fränkin war beruflich überwiegend in ihrer Heimat tätig und bringt breite klinische Erfahrung mit. Ihre fachlichen Schwerpunkte liegen vor allem in der Gerontopsychiatrie und der Akutpsychiatrie. Hier unterstützt sie ältere Patientinnen und Patienten mit Depressionen, Angststörungen, Demenzerkrankungen oder Menschen in schweren seelischen Krisen, bei Psychosen, Suizidalität oder anderen akuten psychiatrischen Notlagen. Dr. Baudach war auch bereits als niedergelassene Hausärztin tätig und ist zusätzlich Fachärztin für Arbeitsmedizin. Auch wenn diese Fachdisziplinen zunächst sehr unterschiedlich scheinen, verzahnen sie sich für die psychiatrische Arbeit ideal, denn seelische und körperliche Erkrankungen sind häufig eng miteinander verbunden. Gerade ältere Menschen bringen oft mehrere Vorerkrankungen mit oder zeigen Beschwerden, die sowohl psychische als auch physische Ursachen haben können. „Psychiatrische Behandlung braucht immer auch den Blick auf den ganzen Menschen. Wer körperliche Erkrankungen gut einordnen kann, kann psychische Symptome besser verstehen und Patientinnen und Patienten ganzheitlich behandeln“, sagt Dr. Baudach. In ihrer neuen Funktion möchte die Chefärztin die Klinik fachlich weiterentwickeln und die Versorgung der Menschen im Einzugsgebiet stärken. Ein besonderer Fokus liegt für sie auf der Versorgung von demenziellen Erkrankungen: „Wir müssen uns darauf einstellen, dass die Zahl der Menschen mit Demenz in den nächsten Jahren wachsen wird. Dafür brauchen wir eine stationäre Umgebung und Versorgung, die noch besser auf ihre Bedürfnisse abgestimmt sind.“ Dazu gehört aus ihrer Sicht auch, Behandlungsangebote stärker miteinander zu verbinden. „Ich sehe große Chancen darin, die ambulante psychiatrische Versorgung weiter auszubauen. Konkret geht es darum, mehr Termine in der Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) anbieten zu können und den Übergang von der stationären Behandlung in die ambulante Versorgung reibungsloser zu gestalten. Auch die tagesklinische Versorgung in unserem Haus kann dabei noch besser genutzt werden“, so Dr. Baudach. Die Regionalgeschäftsführerin Andrea Massone sieht in der neuen chefärztlichen Besetzung ein starkes Signal für die Zukunft der Diakonie Kliniken Fliedner: „Wir entwickeln unsere Klinik in den kommenden Jahren konsequent weiter. Mit Dr. Börgit Baudach haben wir eine Chefärztin gewonnen, die hohe fachliche Kompetenz, Führungserfahrung und einen sehr zugewandten Blick auf die Patientinnen und Patienten mitbringt. Ich bin überzeugt, dass uns die nächsten Schritte mit ihr gelingen werden.“
SIMMERN. Blutdruck messen, Säuglinge versorgen oder einen Blick in den Alltag eines Seniorenheims werfen: 28 Schülerinnen und Schüler aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis haben in den vergangenen Monaten mit dem Projekt care4future die Pflege aus nächster Nähe kennengelernt. Ziel des Projekts, das in den Diakonie Kliniken Hunsrück in Simmern stattfand, ist es, junge Menschen für eine Ausbildung oder ein Studium im sozialen oder pflegerischen Bereich zu begeistern. Ende Juni präsentierten die Teilnehmenden zum Projektabschluss ihre Erfahrungen und nahmen stolz ihre Zertifikate entgegen. Mit dabei waren Jugendliche des Herzog-Johann-Gymnasiums und der Friedrich-Karl-Ströher-Realschule plus in Simmern sowie der Kooperativen Gesamtschule Kirchberg. An insgesamt elf Terminen erhielten sie spannende Einblicke in einen Beruf, der vielseitig ist und viele Entwicklungsmöglichkeiten bietet. Begleitet wurden sie dabei von Auszubildenden der Diakonie Kliniken Hunsrück und der Seniorenhilfe der Stiftung kreuznacher diakonie sowie von den freigestellten Praxisanleiterinnen und Praxisanleitern. Diese sind speziell für die praktische Ausbildung und Anleitung von Auszubildenden da. Auf dem Lehrplan standen unter anderem die Kontrolle von Vitalzeichen, die Mobilisation von Patienten und die Säuglingspflege. Ein Besuch im Dr.-Theodor-Fricke-Altenpflegeheim vermittelte den Jugendlichen Einblicke in den Umgang mit Menschen mit Demenz. Sie lernten außerdem, wie wichtig die Ergo- und Physiotherapie und Hygiene im Pflegealltag sind. Beim gemeinsamen Abschluss hielten die Schülerinnen und Schüler ihre Eindrücke kreativ auf Plakaten fest. Die Rückmeldungen fielen durchweg positiv aus: „Das sehr gute Feedback, aber vor allem die Größe der Gruppe zeigt, wie gut sich care4future etabliert hat“, freut sich Kerstin Sabel, freigestellte Praxisanleiterin der Klinik. Sie beobachtet, dass sich jedes Jahr ehemalige Teilnehmende für eine Ausbildung in der Pflege entscheiden. Die Planungen für den nächsten Durchgang laufen bereits. Nach den Herbstferien startet care4future erneut mit den Klassenstufen 9 und 10 der drei Partnerschulen. Mit Projekten wie care4future setzt das Krankenhaus bewusst auf Nachwuchsförderung. Denn gute Pflege braucht engagierte Menschen und bietet weit mehr als einen Beruf: Sie eröffnet zahlreiche Wege für die persönliche und fachliche Entwicklung. Schon am 1. August beginnt für viele junge Menschen in Simmern ein neuer Lebensabschnitt. Dann starten voraussichtlich 25 Auszubildende an der Pflegeschule Simmern in die generalistische Pflegeausbildung. Zusätzlich beginnen etwa 15 Auszubildende die einjährige Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe.
27 Pflegefachpersonen feiern Examen an den Schulen für Gesundheits- und Pflegeberufe BAD KREUZNACH. Sie begleiten Menschen in schweren Stunden, schenken Hoffnung, übernehmen Verantwortung und sind gut ausgebildete Pflegefachpersonen, die in unserer Gesellschaft mit ihrem Wissen und ihrer Zuwendung gebraucht werden. Unter dem Motto „Heldinnen und Helden des Alltags“ haben 27 Absolventinnen und Absolventen der generalistischen Pflegeausbildung an den Schulen für Gesundheits- und Pflegeberufe der Stiftung kreuznacher diakonie ihr Examen gefeiert. Nach drei intensiven Ausbildungsjahren beginnt für sie nun ein neuer Lebensabschnitt. Besonders erfreulich: Nahezu alle bleiben der Stiftung treu und starten ihre berufliche Laufbahn in den Diakonie Kliniken und den Einrichtungen der Seniorenhilfe: im Wohnpark Sophie Scholl, im Elisabeth-Jaeger-Haus und im Haus Bergfrieden (Kirn). Erstmals wurden auch Auszubildende aus der Geriatrischen Fachklinik und dem Victoriastift in Bad Kreuznach theoretisch ausgebildet. Den Auftakt der Examensfeier bildete ein festlicher Gottesdienst, der das Motto des Tages aufgriff. „Sie brauchen keinen Umhang, Ihre Pflegekraft ist die Menschlichkeit“, betonte Pastorin und Lehrerin Christiane Gericke-Ramezani in ihrer Ansprache. Pflegekräfte leisten Großes, oft leise und im Hintergrund. Sie sind immer da, wenn Menschen Trost, Unterstützung und professionelle Hilfe brauchen. Genau dieses tägliche Engagement der „Alltags-Helden“ würdigte die Feier. In den vergangenen drei Jahren durchliefen die Auszubildenden eine fundierte theoretische und praktische Ausbildung. Die generalistische Pflegeausbildung vermittelt Kompetenzen für alle Bereiche der professionellen Pflege. Ob Akutpflege im Krankenhaus, stationäre oder ambulante Pflege von Senioren, Kinderkrankenpflege oder psychiatrische Versorgung: Die Absolventinnen und Absolventen sind vielseitig einsetzbar und verfügen gleichzeitig über hervorragende Möglichkeiten zur fachlichen Spezialisierung und Weiterbildung. "Im Namen des gesamten Kollegiums gratulieren wir Ihnen von Herzen zu diesem besonderen Erfolg", sagt Schulleiterin Tanja Lucas. "Sie haben in den vergangenen Jahren Fachwissen erworben, gelernt Verantwortung zu übernehmen und viele Herausforderungen gemeistert. Bewahren Sie sich Ihre Neugier, Ihre Menschlichkeit und die Freude an diesem wunderbaren Beruf. Sie werden für viele Menschen ein wichtiger Anker sein. Darauf können Sie stolz sein." Für einen besonders bewegenden Moment sorgte der Abschied einer langjährigen Wegbegleiterin. Für Diplompädagogin und Kursleiterin Ute Mann war es der letzte Examenskurs. Seit 1994 bildet sie an der Pflegeschule junge Menschen aus. In mehr als drei Jahrzehnten hat sie den Wandel der Pflegeausbildung intensiv begleitet. Sie erlebte alle grundlegenden Reformen, darunter zuletzt die Einführung der generalistischen Pflegeausbildung. Hunderte von Pflegefachpersonen hat sie auf ihrem Weg begleitet und geprägt. Dafür dankten ihr Kollegium und Absolventinnen und Absolventen mit lautem Applaus. Die Schulen für Gesundheits- und Pflegeberufe der Stiftung kreuznacher diakonie setzen seit vielen Jahren auf eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis. Moderne Unterrichtskonzepte, erfahrene Lehrkräfte und qualifizierte Praxisanleitende bereiten die Auszubildenden gezielt auf den Berufsalltag vor. Dass alle Examinierten ihre berufliche Zukunft innerhalb der Stiftung fortsetzen, unterstreicht die hohe Qualität der Ausbildung und die attraktiven Entwicklungsmöglichkeiten in den Einrichtungen. Wer Lust hat, den Grundstein für einen Beruf mit Sinn, Verantwortung und vielfältigen Karrierechancen legen, kann sich jetzt für den nächsten Ausbildungsstart am 1. August 2027 bewerben. Alle Informationen dazu gibt es unter www.kreuznacherdiakonie.de/karriere/ausbildung. Herzlichen Glückwunsch! Die Namen der Absolventinnen und Absolventen lauten (alphabetisch): Silas Barth, Gina Bayer, Lara Dahlmanns, Stefanie Decker, Elija Deveaux, Tetiana Drobotiuk, Mario Heck, Julia Hubl, Luca Kapellen, Sabrina Keiper, Abdullah Kurtolgu, Zone Malan, Nadine Meurisch, Joline Pieroth, Desiree Poso, Celia Reinhardt, Anna Charlotte Richter, Sophie Rosskopp, Jana Saueressig, Lana Schiavo, Leon Schmidt, Philipp Schneider, Ida Strohbach, Nadir Türkel, Chiara Winter
Mehr Expertise für Menschen mit Rheuma: Tomas Cicinskas, Leitender Oberarzt der Abteilung für Orthopädie und Rheumaorthopädie der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach, hat die Zusatzbezeichnung „Orthopädische Rheumatologie“ erhalten. Mit der zusätzlichen Qualifikation baut die Klinik ihre Kompetenz in der operativen Behandlung rheumatischer Erkrankungen weiter aus. Das Spezialzentrum für Operative Rheumatologie gehört zu den wenigen zertifizierten Einrichtungen in Deutschland und ist das einzige seiner Art in Rheinland-Pfalz. Der 40-jährige Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie für Spezielle Orthopädische Chirurgie arbeitet seit August 2016 in Bad Kreuznach. Sein medizinischer Schwerpunkt liegt auf dem endoprothetischen Gelenkersatz von Hüft- und Kniegelenken sowie der Schulter-, Hand- und Fußchirurgie. Gemeinsam mit Chefärztin Dr. Martina Dafferner-Franzmann, die ebenfalls die Zusatzbezeichnung „Orthopädische Rheumatologie“ trägt, behandelt er Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Beide sind zudem Senior-Hauptoperateure des zertifizierten Endoprothesenzentrums der Maximalversorgung und verfügen über eine hohe Expertise beim Gelenkersatz. Rheuma zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen. Nach Angaben der Deutschen Rheuma-Liga ist etwa jede fünfte Person in Rheinland-Pfalz betroffen. Hinter dem Begriff verbergen sich mehr als 100 verschiedene Erkrankungen, die Gelenke, Muskeln und Sehnen angreifen können. Schreitet die Erkrankung fort, lassen sich Schmerzen und Funktionseinschränkungen nicht immer konservativ behandeln. Dann ist häufig ein operativer Eingriff erforderlich – und genau hier kommt die spezialisierte Rheumaorthopädie zum Einsatz. „Unser Ziel ist es, geschädigte Gelenke so lange wie möglich zu erhalten. Wenn nötig, setzen wir auf vorbeugende oder gelenkerhaltende Operationen. Bei schweren Verläufen sind Eingriffe jedoch oft die letzte Möglichkeit, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu erhalten“, sagt Dafferner-Franzmann. Die Rheumaorthopädie gehört seit rund 40 Jahren zu den medizinischen Schwerpunkten der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach. 2022 wurde sie durch die Deutsche Gesellschaft für Orthopädische Rheumatologie (DGORh) als Spezialzentrum für Operative Rheumatologie zertifiziert. Gemeinsam mit der Klinik für Rheumakranke und der Karl-Aschoff-Klinik bildet die Fachabteilung das Referenzzentrum für die Versorgung rheumakranker Menschen in Rheinland-Pfalz. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das kurze Wege, eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen und eine Behandlung nach höchsten Qualitätsstandards.
Orthopädie der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach bündelt operative Eingriffe BAD KREUZNACH. Die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach bündeln ihre orthopädischen Operationen künftig in einem Haus. Ab dem 15. Juni führt die Abteilung für Orthopädie und Rheumaorthopädie ihre Eingriffe ausschließlich in der Mühlenstraße (ehem. Marienwörth) durch. „Mit diesem Umzug haben wir unsere Medizinstrategie in kurzer Zeit nahezu vollständig umgesetzt. Das Haus in der Mühlenstraße wird zum Zentrum für Elektivmedizin, während die Diakonie in der Ringstraße ihre Rolle als Zentrum für Akut- und Notfallmedizin weiter stärkt“, so Geschäftsführer Manuel Seidel. Für Patientinnen und Patienten ändert sich zunächst wenig. Die orthopädischen Sprechstunden finden weiterhin in der Ringstraße statt. Auch die bekannten Telefonnummern bleiben bestehen: 0671/605-2125 oder -2120. Bereits seit Januar operiert Chefärztin Dr. Martina Dafferner-Franzmann in der Mühlenstraße mit dem neuesten Robotersystem, dem MAKO 4. Die Abteilung für Orthopädie und Rheumaorthopädie gehört als zertifiziertes Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung zu den führenden Einrichtungen für Gelenkersatz in der Region. Das Leistungsspektrum reicht von Hüft- und Knieprothesen über komplexe Wechseloperationen bis zur Versorgung von Frakturen bei bereits vorhandenen Implantaten. Auch Schenkelhalsfrakturen, bei denen ein künstliches Hüftgelenk notwendig wird, werden hier behandelt. Neben der Endoprothetik behandelt die Abteilung das gesamte Spektrum orthopädischer Erkrankungen und Fehlbildungen des Bewegungsapparates. Schwerpunkte liegen in der Schulter- und Fußchirurgie, der Rheumaorthopädie sowie der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit orthopädischen Erkrankungen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die arthroskopische Gelenkchirurgie. Mit den minimalinvasiven Verfahren behandeln die Spezialistinnen und Spezialisten unter anderem Schäden an Knorpeln, Menisken, Bändern und Sehnen. Die kleinen Zugänge schonen das Gewebe und ermöglichen häufig eine schnellere Genesung. Viele Eingriffe erfolgen mit modernen, gewebeschonenden und minimalinvasiven Operationsverfahren. Künftig werden sämtliche orthopädischen Operationen in der Mühlenstraße durchgeführt. Die Bad Kreuznacher Kliniken setzen konsequent ihren Weg fort, medizinische Kompetenzen in den beiden Häusern zu bündeln und so optimale Bedingungen für eine spezialisierte Patientenversorgung zu schaffen. Informationsveranstaltung zum Gelenkersatz Wer mehr über moderne Gelenkchirurgie und künstliche Gelenke erfahren möchte, ist am 1. Juli herzlich zu einem Gesundheitsvortrag in Kooperation mit der VHS Bad Kreuznach eingeladen. Unter dem Titel „Gelenkersatz an Knie und Hüfte für mehr Lebensqualität“ “ informiert Chefärztin Dr. Martina Dafferner-Franzmann über moderne Diagnose- und Behandlungsmethoden bei Hüft- und Kniegelenksarthrose. Der Gesundheitsvortrag beginnt um 17 Uhr im Haus des Gastes in der Kurhausstraße 22 - 24 in Bad Kreuznach. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Sirenen, Funkmeldungen und die Ankündigung zahlreicher Verletzter. Für die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach begann der Einsatz mit einem Szenario, das höchste Aufmerksamkeit erforderte. Nach einem Brand im Chemieraum der IGS Stromberg wurden zunächst 17 betroffene Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte angekündigt. Entsprechend der ersten Lageeinschätzung waren sieben Personen als gelb (mittelschwer verletzt) und zehn Personen als grün (leicht verletzt) eingestuft worden. Nur zwei Tage nach der Neuorganisation der Notfallversorgung musste das Krankenhaus seine neuen Abläufe erstmals unter realen Bedingungen unter Beweis stellen. Sofort aktivierten die Diakonie Kliniken ihren Krankenhaus-Alarm- und Einsatzplan. Unter der Leitung der Zentralen Notaufnahme standen innerhalb kürzester Zeit Teams aus Unfallchirurgie, Anästhesie, Kinder- und Jugendmedizin, Innerer Medizin, Pflege, OP-Management und Seelsorge bereit. Die Versorgung zusätzlicher Patientinnen und Patienten wurde vorbereitet, Behandlungsplätze geschaffen und Personal nachalarmiert. Am Ende stellte sich die Lage glücklicherweise als deutlich weniger dramatisch heraus als zunächst befürchtet. Acht Schülerinnen und Schüler sowie eine Lehrkraft wurden in den Diakonie Kliniken untersucht. Alle Betroffenen hatten lediglich leichte Verletzungen oder leichte Beschwerden und konnten medizinisch versorgt werden. Besonders beeindruckend war die große Einsatzbereitschaft der Mitarbeitenden. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen kamen kurzfristig zur Unterstützung oder verlängerten freiwillig ihren Dienst, um die Versorgung sicherzustellen. "Für uns war dieser Einsatz eine wichtige Bewährungsprobe", sagt Dr. Oliver Bill, Leiter der Zentralen Notaufnahme. "Er hat gezeigt, dass unsere Alarmierungs- und Führungsstrukturen funktionieren und die Zusammenarbeit aller beteiligten Berufsgruppen hervorragend klappt. Auch wenn sich die Lage glücklicherweise als weniger schwerwiegend herausgestellt hat als zunächst angenommen, konnten wir unsere Einsatzbereitschaft unter realen Bedingungen erfolgreich unter Beweis." Die Ereignisse hatten noch eine besondere Bedeutung: Erst zwei Tage zuvor hatten die Diakonie Kliniken ihre Notfallversorgung im Rahmen der Zusammenführung der Unfallchirurgie beiden Krankenhausstandorte neu organisiert. Geschäftsführer Manuel Seidel bedankt sich bei allen Beteiligten: "Unser Dank gilt den Mitarbeitenden der Klinik ebenso wie Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und den Verantwortlichen der IGS Stromberg. Solche Einsätze zeigen, wie wichtig eingespielte Abläufe und eine enge Zusammenarbeit aller Partner sind. Die Bevölkerung kann sich darauf verlassen, dass wir auch in außergewöhnlichen Situationen handlungsfähig sind." Der Einsatz hat eindrucksvoll bestätigt, wie wichtig eine kontinuierliche Notfallplanung, regelmäßige Übungen und engagierte Mitarbeitende für eine sichere medizinische Versorgung sind.
Diakonie Kliniken Bad Kreuznach bündeln unfallchirurgische Kompetenz BAD KREUZNACH. Das Zusammenwachsen der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach schreitet voran. Nachdem im Mai die Abteilung für Rekonstruktive und Plastische Chirurgie in die Mühlenstraße gewechselt ist und die Abteilungen für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie in der Ringstraße zusammengeführt wurden, steht nun der Umzug eines weiteren Fachbereichs an. Ab dem 15. Juni werden sämtliche Leistungen der Unfallchirurgie zentral in der Ringstraße 64 erbracht. Durch die engere Verzahnung soll die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Unfallverletzungen, Knochenbrüchen sowie schweren Arbeits- und Schulunfällen weiter verbessert werden. Unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Frank Hartmann entsteht eine zentrale Anlaufstelle für die moderne Versorgung unfallchirurgischer Patienten in der Region. Dr. Volker Hertel übernimmt die Leitung des Bereichs Gelenkchirurgie. Gemeinsam decken die Teams künftig ein breites unfallchirurgisches Spektrum ab – von der Akut- und Notfallversorgung über die Behandlung komplexer Verletzungen bis hin zur Gelenkchirurgie. Die Klinik ist als Regionales Traumazentrum zertifiziert und Teil des Traumanetzwerks Mainz-Rheinhessen. Darüber hinaus verfügt sie über die Zulassung zum sogenannten Verletzungsarten-Verfahren (VAV) der Berufsgenossenschaften und ist damit auf die Behandlung schwerer Arbeits- und Wegeunfälle spezialisiert. Auch die Versorgung älterer Menschen sowie verletzter Kinder gehört zu den besonderen Schwerpunkten. „Durch die Bündelung unserer Teams schaffen wir größere medizinische Kompetenz an einem Ort. Für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet das schnellere Abstimmungen, kurze Wege und eine hochspezialisierte Versorgung rund um die Uhr“, erklärt Prof. Dr. Frank Hartmann. Auch die medizinische Aus- und Weiterbildung profitiert von der neuen Struktur. Medizinstudierende im Praktischen Jahr sowie angehende Fachärztinnen und Fachärzte finden künftig optimale Bedingungen für ihre Ausbildung. Die vollständige Facharztausbildung im Bereich Unfallchirurgie sowie in der Speziellen Unfallchirurgie kann an den Diakonie Kliniken absolviert werden. Notfallversorgung wird neu und standortbezogen organisiert Mit der Neuordnung und Zusammenführung medizinischer Bereiche wird auch die Notfallversorgung innerhalb der Diakonie Kliniken stärker nach medizinischen Schwerpunkten organisiert. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten schneller und gezielter in der jeweils am besten ausgestatteten Fachabteilung behandeln zu können. Ab dem 15. Juni 2026 erfolgt die chirurgische Notfallversorgung ausschließlich am Standort in der Ringstraße 64. Dort werden unter anderem Patientinnen und Patienten mit folgenden Beschwerden behandelt: Knochenbrüche Schnitt- und Platzwunden Verletzungen nach Arbeits-, Schul- oder Verkehrsunfällen akute Gelenk- und Sportverletzungen Auch Patientinnen und Patienten mit Brustschmerzen oder dem Verdacht auf Herzprobleme werden wie bisher in der Ringstraße behandelt. Durch die direkte Anbindung an die kardiologische Fachabteilung und die vorhandenen Herzkatheterlabore können notwendige Untersuchungen und Behandlungen dort besonders schnell erfolgen. In der Mühlenstraße bleibt eine internistische Notfallversorgung bestehen. Das bedeutet, dass dort insbesondere Patientinnen und Patienten mit internistischen Beschwerden behandelt werden: Dazu gehören beispielsweise Bauchschmerzen und Magen-Darm-Erkrankungen, Stoffwechselentgleisungen bei Diabetes, neurologische Symptome wie Sprachstörungen oder Lähmungserscheinungen (Verdacht auf Schlaganfall). Sollten Patientinnen und Patienten unsicher sein, welcher Standort für ihre Beschwerden der richtige ist, ist weiterhin gewährleistet, dass in beiden Häusern eine ärztliche Einschätzung erfolgt. Sollte eine weiterführende Behandlung an dem jeweils anderen Standort erforderlich sein, wird diese über einen internen Patiententransport unmittelbar organisiert. In den letzten Tagen sind im Erdgeschoss in der Ringstraße zusätzliche Behandlungsplätze für die Zentrale Notaufnahme entstanden. Auch eine neue Anmeldung wurde eingerichtet. Bis Ende des Jahres steht noch einiges auf der Agenda: weitere Umbaumaßnahmen in der Zentralen Notaufnahme, die Inbetriebnahme weiterer Behandlungsplätze und eine neue Anfahrt für die Rettungsdienste. Später können bis zu sieben Rettungswagen gleichzeitig anfahren und Patienten überdacht in die Notaufnahme gebracht werden. Die Klinik reagiert damit auf ein stetig wachsendes Patientenaufkommen. Im vergangenen Jahr wurden rund 50.000 Patientinnen und Patienten in den Notaufnahmen behandelt. „Statistisch gesehen landet jeder Einwohner von Bad Kreuznach mindestens einmal pro Jahr bei uns in der Notaufnahme. Deshalb ist es so wichtig, dass wir jetzt die Rahmenbedingungen für eine optimale Notfallversorgung des Landkreises schaffen“, erklärt Dr. Oliver Bill, Ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme. Die Klinik bittet die Bevölkerung um Verständnis für diese Veränderungen. „Der Zusammenschluss beider Häuser und die Bündelung medizinischer Leistungen sind für eine zukunftssichere und hochwertige Gesundheitsversorgung notwendig“, betont Geschäftsführer Manuel Seidel. Der Hintergrund: Nach dem Erwerb des ehemaligen Krankenhauses St. Marienwörth durch die Diakonie Kliniken gelten die beiden Häuser aufgrund ihrer räumlichen Nähe von rund 1.000 Metern gesetzlich als ein gemeinsames Krankenhaus. Dafür sieht die Vorgabe des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) nur eine Zentrale Notaufnahme vor. Diese wird perspektivisch in der Ringstraße angesiedelt sein. Mit drei Schockräumen, 22 bis 24 Behandlungsplätzen und einem Überwachungsbereich mit bis zu acht Betten wird diese deutlich größer als die bisherigen beiden Einheiten zusammen. Damit erfüllt die neue Zentrale Notaufnahme auch alle gesetzlichen Strukturvorgaben für eine erweiterte Notfallversorgung. Ursprünglich war vorgesehen, die Notfallversorgung an beiden Standorten aufrechtzuerhalten, bis die Umbauarbeiten in der Ringstraße abgeschlossen sind. Aufgrund notwendiger Anpassungen in der medizinischen Ausrichtung wird die Notfallversorgung jedoch bereits ab 15. Juni 2026 neu organisiert. Was Patientinnen und Patienten jetzt wissen müssen: Wo befindet sich die Unfallchirurgie künftig? Ab dem 15. Juni 2026 befindet sich die Unfallchirurgie ausschließlich am Standort Ringstraße 64, 55543 Bad Kreuznach Was wird dort behandelt? Alle unfallchirurgischen Notfälle und Verletzungen, zum Beispiel: Knochenbrüche Schnitt- und Platzwunden Verletzungen nach Arbeits-, Schul- oder Verkehrsunfällen Sportverletzungen stationäre unfallchirurgische Behandlungen BG-Sprechstunden Wohin bei welchen Beschwerden? Ringstraße 64: Knochenbrüche, Wirbelsäulenverletzungen, Schnittverletzungen, Brustschmerzen, Herzbeschwerden, Schwangerschaftsbeschwerden Mühlenstraße 39: Bauchschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Diabetesprobleme, Verdacht auf Schlaganfall Was gilt bei Unsicherheiten? In beiden Notaufnahmen erfolgt weiterhin eine ärztliche Ersteinschätzung. Falls notwendig, wird die Weiterbehandlung am jeweils spezialisierten Standort organisiert Wohin außerhalb der Praxiszeiten? Für nicht lebensbedrohliche Beschwerden ist der Ärztliche Bereitschaftsdienst unter Tel. 116117 erreichbar. Die Bereitschaftspraxis im EG des Krankenhauses in der Ringstraße ist Mittwoch (14-22 Uhr), Freitag (16-22 Uhr) sowie Samstag, Sonntag und an Feiertage (9-22 Uhr) geöffnet. Im lebensbedrohlichen Notfall ist der Rettungsdienst unter 112 zu alarmieren.
Das Diakonie Klinikum Neunkirchen (DKN) stellt die Weichen für die Zukunft der urologischen Versorgung in der Region: Dr. med. Christoph Martin Lang übernimmt ab sofort als neuer Chefarzt die Leitung der Urologie und baut gleichzeitig das neue „UroNetS“, ein sektorenübergreifendes Netzwerk aus urologischen Praxen und Zentren, weiter aus. Es gilt als zukunftsweisendes Modellprojekt und setzt zugleich wichtige gesundheitspolitische Vorgaben zur Ambulantisierung um. Im Rahmen des neuen Versorgungsmodells können Patienten können ab sofort behandelt werden. Dr. Christoph Lang ist dem Diakonie Klinikum bereits bestens bekannt. Vor seiner Tätigkeit als Chefarzt der Urologie an den Knappschaftskliniken Sulzbach war er bis 2012 als Leitender Oberarzt am DKN tätig. Nun kehrt er in neuer Funktion zurück. „Mit Dr. Lang gewinnen wir einen ausgewiesenen Experten, der sowohl die Region als auch die Strukturen unseres Hauses kennt. Gemeinsam schaffen wir ein modernes Versorgungsangebot, das ambulante und stationäre Medizin sinnvoll miteinander verbindet“, erklärt Andrea Massone, Regionalgeschäftsführerin des DKN. Der gebürtige Baden-Württemberger ist Facharzt für Urologie und verfügt über Zusatzqualifikationen in medikamentöser Tumortherapie, Andrologie (Männerheilkunde) sowie Röntgendiagnostik des Harntrakts. „Unser Ziel ist eine moderne, ganzheitliche und patientennahe Urologie. Doppeluntersuchungen werden vermieden, Behandlungen effizient koordiniert und stationäre Aufenthalte auf medizinisch notwendige Fälle reduziert“, erklärt der neue Chefarzt. Sein medizinischer Schwerpunkt umfasst die gesamte Urologie, von der konservativen und operativen Tumortherapie über moderne Laser- und Steintherapien bis hin zur rekonstruktiven Urologie, Kinderurologie und Infektiologie. Gemeinsam mit seinem Team etabliert er außerdem Zentren für Laser- und Steintherapie und für onkologische Urologie. Die Aufgabe des DKN im „UrotNetS“ umfasst Diagnostik, Chemo- und Steintherapien. Operative Eingriffe erfolgen in den modern ausgestatteten OP-Sälen des Klinikums. Für die stationäre Versorgung stehen 20 Betten zur Verfügung. Patienten können entweder über niedergelassene Urologen oder in Notfällen direkt über die neue Akutambulanz des Klinikums aufgenommen werden. So können sich Menschen, die unter akuten Beschwerden, wie Harnverhalt oder Nierenkoliken, leiden, in der Zentralen Notaufnahme des Klinikums vorstellen. Nach einer Ersteinschätzung durch das medizinische Fachpersonal werden die Betroffenen an die urologische Ambulanz weitergeleitet, die zunächst Montag bis Freitag, von 8-15 Uhr, besetzt ist. „Das UroNetS ist ein wichtiger Schritt für eine zukunftsfähige Krankenhauslandschaft im Saarland. Besonders die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern wird entscheidend für den Erfolg dieses neuen Versorgungsmodells sein“, betont der Pflegedirektor Marc Detzler, der das Netzwerk administrativ leitet. Deshalb ist das DKN offen für Kooperationen mit weiteren Kliniken, niedergelassenen Urologen und Hausärzten: “Je größer das Netzwerk wird, desto besser funktioniert es“, so der Fachmann.
Mit einer stattlichen Spende von 2.000 Euro für das Brustkrebszentrum Nahe überraschte Nicole Kumpa vom Fürfelder Karnevalverein „Knall und Fall“ Pflegedirektorin Jutta Magmer-Melaas, Dr. Gabor Heim, Leiter des Brustkrebszentrums, und Stationsleitung Nicole Leuteritz. Der Fürfelder Traditionsverein, gegründet 1902, bringt zur Freude vieler Menschen seit 125 Jahren Fastnachtsspaß auf die Bühne und seit 14 Jahren den großen sportlich-humorvollen Wettbewerb für Männertanzgruppen. Dass die Wahl der Spender auf das Brustkrebszentrum der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach in der Mühlenstraße fiel, ist kein Zufall. Denn 2025 beklagten die Vereinsmitglieder den Verlust eines lieben Menschen, der durch Brustkrebs unerwartet aus dem Leben gerissen wurde. Mit dem Spendenbetrag soll die Ausstattung der Patientenzimmer auf der gynäkologischen Station aufgewertet werden. Hier gibt es bereits seit Längerem einen gemütlichen Raum, der unter Wahrung der Privatsphäre für Gespräche mit Besuchern, Therapeuten oder auch für die Anpassung von Prothesen zur Verfügung steht. Die kleine Wohlfühloase hat unter anderem einen Massagesessel, in den man sich zurücklehnen und einen Sternenhimmel betrachten kann. Daraus entwickelte das Team von Nicole Leuteritz, zu dem auch drei Breast Care Nurses gehören, die Idee, von der Spende der Knall-und-Fall-Fastnachter Deckenbilder für die Patientenzimmer anfertigen zu lassen. „Damit wollen wir die Patienten mental stärken und auch mal auf andere Gedanken bringen, bevor sie ihre Behandlung beginnen“, erklärt Leuteritz. Brustkrebs ist mit rund 70.000 Neuerkrankungen jährlich die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Aber auch Männer sind mit einem Prozent der Erkrankungsfälle betroffen. „Die Behandlung hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr verbessert, wir haben vielfältige Optionen. Auch bei fortgeschrittenen Stadien gibt es in den allermeisten Fällen noch gute Möglichkeiten für eine erfolgreiche Therapie“, unterstreicht Dr. Gabor Heim. Wer Veränderungen feststellt, sollte sich auf jeden Fall nicht scheuen, dies beim Arzt abklären zu lassen. Die erste Anlaufstation dafür ist die Brustsprechstunde, die auch für die Einholung einer Zweitmeinung bereitsteht. Zum interdisziplinär aufgestellten Brustzentrum Nahe gehören neben der operativen Station die Radiologie, Strahlentherapie, Onkologie, Nuklearmedizin, Palliativstation, Hospiz und Humengenetik. „Wenn Brustkrebs familiär gehäuft auftritt, ist eine genetische Beratung und eventuell eine Untersuchung angezeigt, da die Erkrankungswahrscheinlichkeit höher ist und die Frauen deutlich früher erkranken. Wenn genetische Veränderungen vorliegen, kann auch die männliche Linie betroffen sein, so dass sowohl Brustkrebs als auch Prostatakarzinome gehäuft auftreten können“, erklärt Heim.
Ein plötzlicher Stromausfall im Krankenhaus und auch das Notstromnetz fällt aus. Dieses Szenario probten die Diakonie Kliniken Hunsrück bei einer groß angelegten Evakuierungsübung und zeigten, dass ihre Abläufe auch in Ausnahmesituationen sicher greifen Im Mittelpunkt stand die sichere Räumung der Intensivstation und die patientengerechte Rettung. Es galt, zehn fiktive intensivpflichtige Patientinnen und Patienten mitsamt allen lebenswichtigen Geräten vom vierten Stock über den Rettungsweg zum Evakuierungspunkt zu transportieren, ohne dabei einen Aufzug zu benutzen. Rund 30 Mitarbeitende der Diakonie Kliniken Hunsrück wirkten aktiv an der Übung mit. Unterstützt wurden sie von ebenso vielen Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren aus Simmern, Kümbdchen/Keidelheim, Tiefenbach und Mutterschied unter Führung des Wehrleiters der Verbandsgemeinde Simmern-Rheinböllen, Andreas Roth. Die Teams erprobten gemeinsam verschiedene Tragehilfen und trainierten die sichere und schnelle Evakuierung über verschiedene Treppenhäuser aus dem Gebäude. Ein weiterer Dummy-Patient wurde erfolgreich per Drehleiter über das Dach zum Treffpunkt gebracht. „Unser Ziel war es, die Kommunikation zwischen der Feuerwehr und uns zu testen und die Evakuierungswege sowie den Umgang mit verschiedenen Hilfsmitteln unter realen Bedingungen zu erproben“, erklärt Klaus Möhringer, Leitender Oberarzt der Anästhesie und einer der Organisatoren der Übung. Gemeinsam mit Peter Krebs, dem Beauftragten für interne und externe Gefahrenlagen, und dem Klinik-Arbeitskreis ‘Alarm- und Einsatzplanung‘ hatte Möhringer den Tag intensiv vorbereitet. Die fiktiven Intensivpatienten hatten unterschiedliche Krankheitsbilder. Die Bedienung des apparativen Zubehörs und die Überwachung der Beatmung sowie der Herz-Kreislauf-Parameter während des Transports stellten besondere Anforderungen an die Rettungsteams. „So konnten wir wertvolle Erfahrungen sammeln. Die Übung hat noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig klare Abläufe und eine ruhige, strukturierte Kommunikation im Ernstfall sind“, sagt Dieter Krebs. Auch die Klinikleitung zieht ein positives Fazit. „Solche Übungen geben Sicherheit und stärken das Vertrauen in unsere Prozesse. Entscheidend ist, dass wir als Team funktionieren. Der Tag hat gezeigt, dass die Diakonie Kliniken Hunsrück auch für außergewöhnliche Notlagen gut vorbereitet sind“, betont Dr. Elena Ribel, Ärztliche Direktorin und Chefärztin für Anästhesie. „Unser besonderer Dank gilt allen Mitarbeitenden sowie den beteiligten Feuerwehren, den Vertreterinnen und Vertretern der Polizeiinspektion Simmern und des Brand- und Katastrophenschutzes des Rhein-Hunsrück-Kreises für ihren engagierten Einsatz und die hervorragende Zusammenarbeit“, ergänzt Geschäftsführerin Carina Esch.
Von Bochum nach Bad Kreuznach, von der Universität und der wissenschaftlichen Herangehensweise an die Theologie in die Leitung der Diakonen-Ausbildung der Stiftung kreuznacher diakonie: Für Karina Krainer ändert sich gerade ihre ganze Lebenswelt. Die 42-jährige Mutter von vier Kindern hat jetzt die Stelle als Leiterin der Diakonen-Ausbildung angetreten. Aufgewachsen im Oberbergischen, studierte sie nach dem Abitur in Gießen und machte ihren ersten Master. In der Studienzeit lernte sie ihren Mann kennen, zog mit ihm in seine österreichische Heimat nach Graz und nach dessen Abschluss als junge Familie 2011 nach Bochum. Studien im Alten Testament, ein zweiter Master, ein gemeinsames Projekt mit ihrer Professorin und danach ein darauf aufbauendes Job-Angebot – „da bin ich schon ein bisschen verkopft geworden“, findet sie selbst. Aber weil der Seelsorge-Aspekt sie schon immer interessierte, hat sie sich in ihrer Freizeit vielseitig sozial engagiert – sei es, dass sie als Karate-Trainerin Kindern diesen Sport nahe gebracht hat, in der Hausaufgabenhilfe arbeitete, als Jugendleiterin aktiv war, sich für Gruppen unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter engagierte und junge Menschen betreute, die ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst absolvierten. „Meine neue Stelle verbindet jetzt beides – ich finde es sehr reizvoll, nicht nur die Diakonen-Ausbildung zu leiten, sondern zugleich in der Stiftung mitzuarbeiten“, sagt Karina Krainer. Bei der Stiftung kreuznacher diakonie wurde sie herzlich aufgenommen. Hier sind Lernende und Lehrende froh, dass die Vakanz, die mit der Verabschiedung in die Rente der langjährigen Leiterin, Diakonin Doris Borngässer, im vergangenen Jahr begann, nun ein Ende hat. Die angehenden Diakoninnen und Diakone, Dozentinnen und Dozenten kennen zu lernen steht ganz oben auf Krainers Prioritätenliste. Ansonsten gilt für sie: „Was mich erwartet, ist das, was kommt. Ich gehe jedenfalls davon aus, dass ich viel von mir selbst einbringen kann.“ Dazu gehört für sie auf jeden Fall, immer ein offenes Ohr zu haben. „Ich praktiziere Mini-Hilfsbereitschaft: ein simples Lächeln für die Mitmenschen, jemanden, der sichtlich ungeduldig ist, an der Kasse vorlassen, weil sein Einkauf ohnehin kleiner ist – ich bin der Überzeugung, dass sich gute Taten ausbreiten.“ In den kommenden Monaten wird sie mit ihrem Mann und den Kindern im Alter von elf bis 16 Jahren die ihnen bisher unbekannte Region erkunden, um dann als Familie aus dem „zu städtischen“ Ruhrgebiet an die Nahe zu ziehen. Dabei wird auch Karina Krainers größtes Hobby, das Lesen, sicher nicht zu kurz kommen.
Für 16 angehende Medizinerinnen und Mediziner beginnt in diesen Tagen der letzte große Abschnitt ihres Studiums. In den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach starten sie in ihr Praktisches Jahr, kurz PJ. Dieser letzte Ausbildungsabschnitt vor dem dritten Staatsexamen markiert den Übergang von der universitären Theorie zur praktischen Patientenversorgung. „Wir freuen uns sehr, dass sich der medizinische Nachwuchs für unser Haus entschieden hat“, betont Prof. Dr. Frank Hartmann, Studienleiter und Chefarzt für Unfallchirurgie. „Im Praktischen Jahr geht es darum, theoretisches Wissen in medizinisches Handeln zu übersetzen. Unser Ziel ist es, die Studierenden von Anfang an in unsere Teams zu integrieren und sie durch erfahrene Kolleginnen und Kollegen bestmöglich auf ihren Berufsstart vorzubereiten.“ Die Medizinstudierenden absolvieren jeweils viermonatige Ausbildungsabschnitte, sogenannte Tertiale, in der Inneren Medizin, der Chirurgie sowie in einem frei gewählten Fachgebiet. Das Ausbildungsspektrum in Bad Kreuznach ist dabei besonders vielfältig. Es reicht von Anästhesie und Akutpsychosomatik über Pädiatrie, Gynäkologie und Geburtshilfe bis hin zu Orthopädie, Radiologie sowie hochspezialisierten und zertifizierten Zentren. Gleichzeitig eröffnet das breite Angebot vielfältige Perspektiven für die spätere fachärztliche Weiterbildung. Durch den Zusammenschluss der beiden Krankenhäuser in Bad Kreuznach erwartet den aktuellen PJ-Jahrgang eine spannende Neuerung: Im Rahmen eines fest strukturierten Rotationssystems lernen die Studierenden beide Klinikstandorte kennen. Innerhalb ihrer Tertiale wechseln sie gezielt zwischen verschiedenen Abteilungen und medizinischen Schwerpunkten. „Diese Rotation bietet unseren Studierenden einen großen Vorteil“, erklärt Hartmann. „Sie gewinnen Einblicke über einzelne Fachdisziplinen hinaus, lernen interdisziplinäre Schnittstellen kennen und verstehen medizinische Abläufe in ihrer ganzen Breite. Das bereitet sie optimal auf ihr Staatsexamen und ihre spätere Facharztausbildung vor.“ Neben dem neuen Rotationssystem legen die Diakonie Kliniken großen Wert auf eine enge fachliche Begleitung. Chefärztinnen und Chefärzte, Oberärztinnen und Oberärzte sowie Assistenzärztinnen und Assistenzärzte unterstützen die Studierenden im Klinikalltag. Zur Ausbildung gehören neben der praktischen Arbeit auf Station, in den Ambulanzen und im OP auch regelmäßiger PJ-Unterricht, praxisnahe Seminare, Fallbesprechungen und Hands-on-Kurse. Seit 2008 sind die Diakonie Kliniken akademisches Lehrkrankenhaus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und begleiten Medizinstudierende in ihrer praktischen Ausbildungsphase. Die Förderung des ärztlichen Nachwuchses ist für das Haus ein wichtiger Baustein, um langfristig Fachkräfte zu gewinnen und die medizinische Versorgung in der Region zu sichern. Wie erfolgreich dieser Weg ist, zeigt auch der aktuelle PJ-Jahrgang. 18 Studierende legen derzeit ihr drittes Staatsexamen in Bad Kreuznach ab. Sieben von ihnen haben bereits einen Arbeitsvertrag unterschrieben. Sie werden den Diakonie Kliniken sowie der Region als Assistenzärztinnen und Assistenzärzte erhalten bleiben. Weitere Informationen zum Praktischen Jahr sowie zu Famulaturen und Hospitationen finden Interessierte auf der Website der Diakonie Kliniken.
Wie gelingt gute Medizin auch morgen? Indem man heute in Ausbildung investiert. Genau darum ging es beim Besuch hochrangiger Vertreter der Universitätsmedizin Mainz in den Diakonie Kliniken Hunsrück. Zu Gast waren der Vorstandsvorsitzende und Medizinische Vorstand, Univ.-Prof. Dr. Ralf Kiesslich, sowie der Wissenschaftliche Vorstand und Dekan der Universitätsmedizin Mainz, Univ.-Prof. Dr. Philipp Drees. Gemeinsam mit weiteren Vertreterinnen und Vertretern der Universitätsmedizin tauschten sie sich mit dem Direktorium, den Chefärztinnen und Chefärzten sowie den PJ-Beauftragten des Hauses intensiv über Lehrqualität, gemeinsame Ziele und Zukunftspläne in der medizinischen Ausbildung aus. Im Mittelpunkt des Besuchs standen die Lehrbedingungen für Medizinstudierende im Praktischen Jahr (PJ) und die sind in den Diakonie Kliniken der Stiftung kreuznacher diakonie besonders gut. Die fundierte Ausbildung und das vorbildliche Engagement der Klinik ist mit dem Siegel „Faires PJ“ ausgezeichnet – ein Qualitätsmerkmal, das für besonders gute Rahmenbedingungen steht. Dazu gehören eine faire Vergütung, strukturierter PJ-Unterricht, regelmäßige Fortbildungen, praktisches Arbeiten und die enge Begleitung durch erfahrene Ärztinnen und Ärzte sowie spezielle PJ-Beauftragte. Seit 2009 sind die Diakonie Kliniken ein Akademisches Lehrkrankenhaus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und bieten Studierenden im PJ Einblicke in die Bereiche Allgemein- und Viszeralchirurgie, Anästhesiologie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Orthopädie und Unfallchirurgie, Innere Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Urologie und Radiologie. „Für uns ist die Ausbildung junger Medizinerinnen und Mediziner weit mehr als ein Lehrauftrag. Sie ist eine Investition in die Zukunft unseres Hauses und in eine verlässliche medizinische Versorgung im Rhein-Hunsrück-Kreis. In den letzten fünf Jahren haben wir 25 PJ-ler als Assistenzärztinnen und -ärzte in den verschiedenen Abteilungen unserer Klinik eingestellt“, betont die PJ-Studienleiterin und Ärztliche Direktorin Dr. Elena Ribel. Der Besuch aus Mainz machte deutlich: Die partnerschaftliche Zusammenarbeit lebt vom gemeinsamen Anspruch, medizinische Lehre modern, praxisnah und zukunftsorientiert zu gestalten. Davon profitieren neben den Studierende vor allem die Patientinnen und Patienten im Hunsrück.
Während Händewaschen im Alltag oft ausreichend ist, ist Händedesinfektion im Krankenhaus ein unverzichtbarer Standard, um Patientinnen und Patienten bestmöglich zu schützen. Deshalb engagieren sich die Diakonie Kliniken Hunsrück seit vielen Jahren bei der bundesweiten Kampagne „Aktion Saubere Hände“. Jetzt wurde die Klinik in Simmern erstmals mit dem Goldzertifikat für die Jahre 2026 und 2027 ausgezeichnet. Diese Auszeichnung steht für höchste Standards in der Händehygiene und konsequente Arbeit über viele Jahre hinweg. Denn das Goldzertifikat wird nicht einfach so vergeben: Kliniken müssen die anspruchsvollen Kriterien über mindestens zwei Jahre dauerhaft erfüllen und ihre Maßnahmen kontinuierlich weiterentwickeln. Im Mittelpunkt steht dabei immer eines: die Sicherheit der Patientinnen und Patienten. Regelmäßige Schulungen, Aktionstage und klare Abläufe sorgen dafür, dass Händedesinfektion im Klinikalltag fest verankert ist. Besonders wichtig ist der Klinik die aktive Beteiligung aller Mitarbeitenden. Alle Berufsgruppen werden dabei einbezogen, von der Pflege und Ärzteschaft über den OP-Bereich bis hin zu den Auszubildenden. Eine interdisziplinäre Lenkungsgruppe aus Ärztinnen, Ärzten, Pflege, Hygienefachpersonal und weiteren Beteiligten entwickelt regelmäßig neue Ideen für Aktionstage und Schulungsformate, wertet Hygienedaten aus und sucht gezielt nach Verbesserungsmöglichkeiten. Kreativ und besonders beliebt ist der „Room of Horror“, ein speziell präpariertes Patientenzimmer, bei dem die Mitarbeitenden Hygienefehler entdecken müssen. „Das Goldzertifikat ist eine starke Teamleistung“, betont Pflegedirektorin Daria Joanna Ricke. „Es zeigt, mit wie viel Engagement unsere Mitarbeitenden jeden Tag für Sicherheit sorgen.“ Ein Dank gilt dabei auch den Besucherinnen und Besuchern der Klinik. Denn auch sie leisten einen wichtigen Beitrag, wenn sie beim Betreten und Verlassen der Patientenzimmer die Hände desinfizieren.
Großer Erfolg für das Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung in Bad Kreuznach: Beim aktuellen Überwachungsaudit hat das Zentrum erneut hervorragende Ergebnisse erzielt. Besonders erfreulich ist, dass die Prüfer keinerlei Abweichungen von den hohen und strengen Qualitätsstandards der Zertifizierungsstelle festgestellt haben. Damit bestätigt die Fachabteilung für Orthopädie und Rheumaorthopädie einmal mehr seine hohe Expertise in der Versorgung von Patientinnen und Patienten mit künstlichen Gelenken. Seit vielen Jahren erfüllt das Endoprothesenzentrum die anspruchsvollen Kriterien eines EPZmax, also eines Endoprothesenzentrums der höchsten Versorgungsstufe. Das Gütesiegel der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie steht für höchste Qualität und Sicherheit bei Gelenkersatzoperationen. Es bestätigt strukturierte Abläufe, eingespielte Zusammenarbeit und die konsequente Weiterentwicklung medizinischer Standards. Für die Klinik ist es vor allem ein klares Versprechen an die Menschen in der Region: bestmögliche Versorgung auf höchstem Niveau. Zu diesem Erfolg trägt ein starkes interdisziplinäres Team bei. Pflege, Therapie, Medizin und Sozialdienst arbeiten Hand in Hand, damit Patientinnen und Patienten von der ersten Beratung bis zur Nachsorge optimal begleitet werden.
Vor wenigen Wochen haben Auszubildende der generalistischen Pflegeausbildung eine Station in den Diakonie Kliniken Hunsrück geleitet und im Klinikalltag Verantwortung übernommen. Dabei hat der Oberkurs nicht nur wertvolle Erfahrungen gesammelt, sondern auch einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Eine Patientin meldete sich nach ihrem Aufenthalt und bedankte sich für die herzliche und professionelle Betreuung. Als Überraschung brachte ihr Ehemann zwei Torten vorbei und wünschte alles Gute für das anstehende Examen. Die Freude bei den Auszubildenden war riesig. Diese Wertschätzung kommt genau zur richtigen Zeit und gibt in der intensiven Vorbereitungsphase spürbaren Rückenwind
Hunderte von Kartons sind gepackt. Jeder Handgriff ein kleiner Abschied, jede beschriftete Schachtel eine Erinnerung. Für die Mitarbeitenden der Plastischen Chirurgie der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach ist der Wechsel von der Ringstraße 64 in die Mühlenstraße 39 mehr, als Medizintechnik, Material und Möbel umzuziehen. Hier wurde vor 31 Jahren die erste Hauptfachabteilung für Plastische Chirurgie in Rheinland-Pfalz gegründet. Jetzt beginnt für die etablierte Abteilung ein neues Kapitel: Mit dem Umzug in die renovierten und modern ausgestatteten Räumlichkeiten schafft sie optimale Rahmenbedingungen für ihre Arbeit – und bleibt dabei ganz sie selbst. „Für unsere Patientinnen und Patienten ändert sich nur die Adresse“, sagt Chefarzt Prof. Dr. Jens Rothenberger. „Alles andere bleibt. Unser Team, unsere Leistungen, unser Anspruch an Qualität und vor allem an eine den Menschen zugewandte Medizin.“ Die neuen Praxisräume im dritten Obergeschoss bieten mehr Platz, kurze Wege und eine noch angenehmere Atmosphäre für Beratung, Behandlung und Nachsorge. Auch die Station befindet sich in unmittelbarer Nähe. Gerade in der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie, in der es oft um sehr persönliche Themen geht, spielt das Umfeld eine wichtige Rolle. Das breit gefächerte Leistungsspektrum bleibt unverändert und umfasst die vier Säulen der Plastischen Chirurgie: die Rekonstruktive Chirurgie, die Ästhetische Chirurgie, die Verbrennungschirurgie und die Handchirurgie. Auch die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb des Klinikverbundes und der regionalen Netzwerke wird fortgeführt. Dazu gehört auch die Kooperation mit Interplast, dem Verein für plastisch-chirurgische Hilfe in Entwicklungsländern. Jedes Jahr werden Kinder aus aller Welt mit schweren Verletzungen, Tumoren oder Entstellungen in Bad Kreuznach operiert. „Der Umzug ist mehr als ein Ortswechsel”, betont Manuel Seidel, Geschäftsführer der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach. „Er markiert einen Meilenstein – für die Fachabteilung, für die Klinik, für das neue Medizinkonzept und für das Zusammenwachsen zweier Standorte zu einem starken Ganzen.“ Wenn am 4. Mai in der Mühlenstraße der Praxis- und OP-Betrieb aufgenommen wird, ist das gesamte 29-köpfige Team aus Medizin und Pflege geschlossen in die Mühlenstraße umgezogen. „Es war für uns von Anfang an klar. Den Schritt gehen wir gemeinsam. Denn das, was unsere Abteilung in den vergangenen Jahren so stark gemacht hat, sind nicht die Räume. Es sind die Menschen darin“, sagt Pflegerische Leitung Ralf Schneider. Einige in seinem Team sind seit 25 oder sogar seit 40 Jahren dabei. Jahrzehnte, in denen Kolleginnen zu Freunden wurden, Routine zu Ritualen und ein Standort zur beruflichen Heimat. Dass dieser Umzug nun Freude und Trauer zugleich auslöst, ist mehr als verständlich und auch menschlich. Und doch ist es der Zusammenhalt, der trägt. „Wir nehmen nicht nur unsere Instrumente, Akten, Verbandsmaterial und Stühle mit. Wir nehmen unseren ganzen Erfahrungsschatz und unseren Teamgeist mit”, sagt Chefarzt Prof. Dr. Jens Rothenberger. „In der Mühlenstraße erwarten uns hervorragende strukturelle Bedingungen. Gleichzeitig freuen wir uns auf die neuen Kolleginnen und Kollegen und darauf, was wir gemeinsam aufbauen werden. Ich bin überzeugt, dass wir die Abteilung hier auf einem sehr guten Fundament weiterentwickeln und unseren Patientinnen und Patienten eine noch bessere Versorgung bieten können.”
In Deutschland erleiden jedes Jahr rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall oder eine vorübergehende Durchblutungsstörung des Gehirns (Quelle: schlaganfall-hilfe.de). Für sie zählt vor allem eines: Zeit. Je schneller die Behandlung in spezialisierten Schlaganfallstationen, sogenannten Stroke Units, beginnt, desto größer sind die Chancen, bleibende neurologische Schäden wie Lähmungen, Schluck- oder Sprachstörungen zu vermeiden. Ab Mai wird die Versorgung von Schlaganfallpatientinnen und -patienten in Bad Kreuznach neu organisiert. Die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach bündeln ihre beiden Schlaganfallstationen in der Mühlenstraße. Mit diesem Schritt führt die Klinik medizinische Expertise, modernste Technik und spezialisierte Teams an einem Ort zusammen. Auch für die Rettungsdienste und niedergelassenen Praxen bringt die Zentralisierung Vorteile. Ein klar definierter Anlaufpunkt erleichtert die Einweisung und sorgt für mehr Orientierung im Notfall. „Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute“, betont Klinikgeschäftsführer Manuel Seidel. „Die Stroke Unit in der der Mühlenstraße ist seit 2021 zertifiziert. Durch die Bündelung schaffen wir optimale Bedingungen für eine hochspezialisierte Versorgung und damit auch für bessere langfristige Prognosen für unsere Patientinnen und Patienten. Auch die schnelle Verlegung in ein neurochirurgisches Zentrum ist durch den Hubschrauberlandeplatz jederzeit möglich, beispielsweise wenn die medikamentöse Schlaganfallbehandlung nicht ausreicht und ein operativer Eingriff nötig wird.“ Die Stroke Unit in der Mühlenstraße ist ein besonders ausgestatteter, eigener Bereich innerhalb der Fachabteilung für Innere Medizin und verfügt über spezielle Behandlungsplätze. Hier arbeitet ein multiprofessionelles Team aus Medizin, Pflege und Therapie. Experten aus den Bereichen Innere Medizin, Kardiologie, Neurologie, Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie sorgen dafür, dass Schlaganfallpatienten umgehend die richtige Diagnostik und Therapie erhalten. Auch der frühzeitige Therapiestart beginnt direkt auf der Station im ersten Obergeschoss. Um den steigenden Patientenzahlen gerecht zu werden, wurde das Team in den letzten Monaten gezielt verstärkt. Alle Mitarbeitenden auf der Schlaganfallstation sind speziell geschult und bilden sich regelmäßig weiter. „Neben unserem hochqualifizierten ärztlichen Personal, haben wir eine sehr hohe Quote an fachweitergebildeten Pflegefachpersonen, wie unsere fünf Stroke Nurses. Das sind examinierte Pflegefachkräfte, die in einer Fachweiterbildung zusätzliche Kompetenzen für die Akutbehandlung von Schlaganfallpatientinnen und -patienten erworben haben. Sie betreuen unsere Patienten pflegetherapeutisch von der Aufnahme bis zur Entlassung in die Reha“, sagt Pflegedirektorin Jutta Magmer-Melaas. Die Bündelung von medizinischen Leistungen und die ersten Umzüge von Fachabteilungen markieren den Beginn eines umfassenden Veränderungsprozesses. Die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach setzen damit ein klares Zeichen für Qualität, Spezialisierung und Patientensicherheit. Gleichzeitig wird damit die medizinische Versorgung in der Region langfristig gestärkt.
Patientinnen und Patienten versorgen, Abläufe koordinieren, Absprachen im Team treffen – und dabei den Überblick behalten: Für 18 Auszubildende der Stiftung kreuznacher diakonie wurde das jetzt Realität. Im Projekt „Auszubildende leiten eine Station“ hat der Oberkurs der generalistischen Pflegeausbildung zwei Wochen lang gezeigt, was er kann. Gemeinsam haben sie den Stationsalltag der Station 2R (Allgemein- und Viszeralchirurgie) in den Diakonie Kliniken Hunsrück eigenständig organisiert. Den Großteil ihres Rüstzeugs haben die jungen Menschen bereits in der Pflegeschule in Simmern und in den Einrichtungen der Stiftung kreuznacher diakonie erhalten. Mit der Aufgabenstellung „Leitung einer Station” waren sie nun gefordert, ihre theoretischen Kenntnisse in die Praxis umzusetzen. Von der Aufnahme bis zur Entlassung haben die angehenden Pflegefachkräfte alle Aufgaben übernommen, die sonst in den Händen ihrer Kolleginnen und Kollegen liegen. Frühdienst, Spätdienst, Nacht- und Wochenendschichten inklusive. Eine Herausforderung, die sie mit viel Engagement und Teamgeist gemeistert haben. „Es war eine intensive Zeit, aber genau die Erfahrung, die im Berufsalltag zählt“, sagt Leon Werner. Der Auszubildende wird nach bestandenem Examen in der zentralen Notaufnahme der Diakonie Kliniken Hunsrück arbeiten. Das Projekt „Leiten einer Station“ ist fester Bestandteil der praktischen Ausbildung der Klinik in Simmern. Rund ein halbes Jahr vor dem Abschluss haben die Auszubildenden so die Chance, Verantwortung zu übernehmen und Sicherheit für das anstehende Examen und den Berufsstart zu gewinnen – praxisnah, intensiv und mitten im echten Klinikalltag. „Organisation, Verantwortung und Teamarbeit werden hier nicht nur vermittelt, sondern wirklich gelebt“, sagt Noah Bonn, freigestellter Praxisanleiter und stellvertretender Stationsleiter der Station 2R. „Die Auszubildenden haben gezeigt, wie Pflegekompetenz durch Vertrauen, Mut und echte Erfahrungen wächst. Das macht uns sehr stolz.“ Ganz auf sich allein gestellt waren die Auszubildenden in den zwei Wochen jedoch nicht. Praxisanleiterinnen und -anleiter, Pflegefachpersonen, Hygienefachkräfte sowie das Leitungsteam der Station 2R standen jederzeit unterstützend im Hintergrund bereit. Wer selbst Interesse an einer Ausbildung in der Pflege hat, kann sich noch bis zum 30. Juni für den nächsten Kurs bewerben. Die neuen Ausbildungsjahrgänge in der generalistischen Pflegeausbildung sowie in der Ausbildung der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe starten am 1. August 2026. Weitere Informationen gibt es auf der Website der Stiftung kreuznacher diakonie: www.kreuznacherdiakonie.de.
Bereits zum vierten Mal organsierten Melanie Fleck und Ralf Petry vom Winzerhof Petry in Pfaffen-Schwabenheim mit viel Liebe ihr Glühweinfest. Ihnen geht es um mehr als nur einen gemütlichen Abend im Advent: Der gesamte Erlös von „Petrys Glühwunder“ geht als Spende an den Förderverein der Kinderklinik e.V. (Kifö). In den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach konnten nun 1.000 Euro an den Kifö und das Team der Kinder- und Jugendmedizin übergeben werden. Für Melanie Fleck und Ralf Petry ist dieses Engagement eine Herzensangelegenheit, denn aus eigener Erfahrung wissen sie, wie herausfordernd der Start für frühgeborene Kinder sein kann. „Mit unserer Veranstaltung möchten wir ein Zeichen setzen: für Liebe, Fürsorge und die großartige Arbeit des gesamten medizinischen und pflegerischen Teams, das Tag für Tag alles für die Kinder und ihre Familien gibt“, sagt Melanie Fleck. Als auf ihrem Hof unter Lichterketten gefeiert wurde, lag ihre kleine Tochter, die ein paar Tage zu früh zur Welt kam, in einem Inkubator auf der Kinderintensivstation. „Am Tag der Veranstaltung waren wir als Patienten selbst auf der Kinderintensivstation und haben von dem profitiert, wofür sich der Kinderförderverein einsetzt. Dafür sind wir sehr dankbar. Deshalb ist die Spendenübergabe in diesem Jahr etwas Besonderes für uns.“ Auch Denise Weimar, Vorstandsmitglied des Kinderfördervereins, ist bewegt: „Wir sind von Herzen dankbar für diese Spende, die unmittelbar den Kleinsten und ihren Eltern zugutekommen wird. Genauso wichtig wie die finanzielle Unterstützung sind Menschen, wie Melanie und Ralf, die mit ihrem Event die besonderen Bedürfnisse von Frühgeborenen und die Arbeit der Kinderklinik sichtbar machen. Es war ein zauberhafter Abend und wir sind von dem großen Engagement der Familie, aber auch ihrer Freunde und Gäste, tief beeindruckt. Wir freuen uns schon auf die fünfte Auflage des „Glühwunders“.“ Weitere Informationen zum Förderverein gibt es auf der Webseite (www.kinderfoerderverein-kh.de) oder persönlich am Samstag, 11. April 2026, auf dem Kinderklinik-Frühlingsfest im Luthersaal und Park der Stiftung kreuznacher diakonie.
Diakonie Kliniken Hunsrück bauen ambulante Versorgung für Schwangere aus SIMMERN. Frauen und werdende Mütter können künftig auf ein erweitertes medizinisches Angebot vertrauen: Die Diakonie Kliniken Hunsrück eröffnen im April im Diakonie Medizinischen Versorgungszentrum Hunsrück (MVZ) eine neue Spezialsprechstunde mit besonderem Schwerpunkt auf Schwangerschaftsbetreuung und die vorgeburtliche Untersuchung kindlicher Organe (pränatale Diagnostik). Das neue Angebot ergänzt die weiterhin bestehenden Sprechstunden von Dr. med. John Wandira in der Praxis für Gynäkologie und Geburtshilfe in Simmern. Es soll die ambulante und stationäre Versorgung enger verzahnen. Erfahrener Spezialist verstärkt das Team Mit Georgi Stefanov Kirov als neuem Oberarzt gewinnt die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe in Simmern zudem einen erfahrenen Spezialisten. Als Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit dem Schwerpunkt spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin bringt er genau das mit, was Schwangere in einer sensiblen Lebensphase benötigen: fundiertes Fachwissen und die Fähigkeit, individuell auf die Patientinnen einzugehen. An zwei Tagen in der Woche ist er im angeschlossenen MVZ in der Holzbacher Straße 3 für seine Patientinnen da. In seiner Spezialsprechstunde stehen nicht Routinechecks, sondern individuelle Beratung und Begleitung sowie eine differenzierte Beurteilung der kindlichen Entwicklung auf höchstem medizinischem Niveau im Vordergrund. „Wir freuen uns sehr, Herrn Kirov als Oberarzt in den Diakonie Kliniken Hunsrück und als neuen Facharzt in unserem MVZ begrüßen zu dürfen. Mit unserem neuen Sprechstundenangebot stärken wir gezielt die ambulante Versorgung von Schwangeren im Rhein-Hunsrück-Kreis und bieten Frauen wohnortnah Zugang zu modernster Diagnostik und damit zu mehr Sicherheit und Gewissheit“, freut sich Geschäftsführerin Carina Esch. Die Pränataldiagnostik erfordert eine spezielle Ausbildung der untersuchenden Ärztinnen und Ärzte sowie eine hochmoderne Technologie der eingesetzten Ultraschallgeräte. Georgi Stefanov Kirov ist auf die vorgeburtliche Diagnostik spezialisiert, verfügt über die Anerkennungen der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM Stufe I) sowie der Fetal Medicine Foundation (FMF) Deutschland für die Durchführung des Ersttrimester-Screenings oder der Nackentransparenzmessung. Zudem hat er die Qualifikation zur fachgebundenen genetischen Beratung. Vor seinem Wechsel nach Simmern war er als Oberarzt im Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein Kemperhof tätig. Das breit gefächerte Leistungsspektrum der neuen Sprechstunde richtet sich an Frauen mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen. Neben dem Ersttrimesterscreening und dem Präeklampsie-Screening (Schwangerschaftsvergiftung) gehört auch der nicht-invasive Pränataltest (NIPT) zum Leistungsspektrum. Dabei wird die fetale DNA aus dem mütterlichen Blut untersucht. Zur Untersuchung des Blutflusses und des kindlichen Herzens stehen hochauflösende Ultraschalluntersuchungen wie die Dopplersonographie und die fetale Echokardiographie (Herzultraschalluntersuchung) zur Verfügung. Wo es medizinisch notwendig ist, werden auch invasive Verfahren wie die Chorionzottenbiopsie (Entnahme von Mutterkuchengewebe) und die Amniozentese (Fruchtwasseruntersuchung) zum Ausschluss von Chromosomenanomalien angeboten. Die notwendigen Untersuchungen werden umfassend und individuell mit den Frauen und Eltern besprochen und ambulant in der gynäkologischen Praxis im MVZ durchgeführt. Frühzeitige Beratungen, ambulante Kontrollen und gegebenenfalls stationäre Behandlungen greifen nahtlos ineinander und ermöglichen eine sichere Versorgung der Schwangeren. Sprechzeiten Die Spezialsprechstunde ist ab April montags ganztägig sowie donnerstags nachmittags geöffnet. Terminvereinbarungen sind ab sofort in der Praxis für Gynäkologie und Geburtshilfe im MVZ Simmern möglich: Tel. 06761 / 81 11 64 oder per mail an: mvz-sim-gynaekologie@kreuznacherdiakonie.de
Diakonie Kliniken Hunsrück sorgen für Unterstützung von Anfang an SIMMERN. Für einen guten Start ins Leben braucht es oft mehr als nur medizinische Versorgung. Er braucht Aufmerksamkeit, Zeit und manchmal ein starkes Netzwerk. Genau hier setzt das Programm „Guter Start ins Kinderleben“ an. Das Landesprogramm, das durch die Bundesstiftung Frühe Hilfen und das Landesjugendamt des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung (LSJV) gefördert wird, hat es sich zum großen Anliegen gemacht, Kinder zu schützen sowie hilfebedürftige Schwangere und Familien frühzeitig zu unterstützen. Die Geburtsklinik der Diakonie Kliniken Hunsrück ist ein wichtiger Teil des eng vernetzten Hilfesystems im Rhein-Hunsrück-Kreis. Mit Gabriele Konrad und Heidi Märker hat sie einen eigens eingerichteten Fachdienst. Ob Unsicherheiten im Umgang mit dem Baby, Überforderung im Alltag oder Sorgen um die eigene Gesundheit: Familien erhalten in der Klinik individuelle und kostenlose Beratung und werden bei Bedarf an passende Angebote in ihrer Nähe vermittelt, beispielsweise an Familienhebammen oder weitere Hilfen. Damit diese Unterstützung genau dort ankommt, wo sie gebraucht wird, nehmen die Mitarbeitenden der Klinik regelmäßig an Fort- und Weiterbildungen teil. So auch kürzlich: Im Rahmen einer Schulung wurden die Kolleginnen aus Kreißsaal und Wochenbettstation darin gestärkt, Belastungssituationen bei Frauen und Familien früh zu erkennen und eine passende Beratung anzubieten. „Das Programm „Guter Start ins Kinderleben“ wird von allen Mitarbeitenden in der Geburtshilfe getragen und aktiv gelebt“, betont Pflegedirektorin Daria Joanna Ricke. „Die regelmäßigen Weiterbildungen sind enorm wichtig, um Familien professionell und einfühlsam zu begleiten. Für unsere neuen Kolleginnen sind sie besonders spannend, weil sie direkt erfahren, wie unsere Betreuung mit dem Netzwerk der Frühen Hilfen hier im Hunsrück verzahnt ist. Unser gemeinsames Ziel ist es, dass sich Familien von Anfang an gut aufgehoben fühlen und wissen, dass sie bei Sorgen und Problemen nicht allein sind.“
Das Diakonie Klinikum Neunkirchen baut sein medizinisches Leistungsspektrum weiter aus und gründet zum 1. Juni 2026 das „Uro-Netzwerk Saar“. Damit übernimmt das Krankenhaus künftig die medizinische Betreuung urologischer Patientinnen und Patienten und stärkt gezielt die medizinische Infrastruktur in der Region. Ziel des neuen Angebots ist es, eine moderne, strukturierte und qualitativ hochwertige urologische Versorgung zu gewährleisten und gleichzeitig die Zusammenarbeit zwischen ambulanter und stationärer Behandlung weiter zu verbessern. Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist die Etablierung einer urologischen Notaufnahme. Diese soll eine schnelle Diagnostik und Behandlung akuter urologischer Krankheitsbilder ermöglichen. Dadurch können Notfälle künftig zeitnah und zielgerichtet versorgt werden. Parallel dazu entsteht mit dem „Uro-Netzwerk Saar“ ein regionales Versorgungsnetzwerk in enger Kooperation mit anderen saarländischen Kliniken, wie dem Universitätsklinikum in Homburg, dem Klinikum Saarbrücken und den SHG Kliniken in Völklingen, sowie mit niedergelassenen Urologinnen und Urologen. Perspektivisch soll daraus eine Zentrumsstruktur mit verschiedenen medizinischen Schwerpunkten entwickelt werden. Das Netzwerk ermöglicht eine eng verzahnte ambulante und stationäre Betreuung und sorgt für eine strukturierte Steuerung der Patientenströme. Je nach Krankheitsbild können Patientinnen und Patienten so schnell und gezielt an die jeweils geeignete Versorgungseinrichtung vermittelt werden. „Mit diesem Schritt stärken wir die urologische Versorgung in der Region und schaffen gleichzeitig verlässliche Strukturen für eine enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen“, erklärt Andrea Massone, Regionalgeschäftsführerin der Diakonie Kliniken Neunkirchen.
Der Rückblick auf 15 Jahre ist beeindruckend: So lange ist der Palliativdienst an den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach bereits etabliert. Er gehörte damals zu den ersten in Rheinland-Pfalz. Anlässlich dieses Jubiläums fand im Luthersaal der Stiftung kreuznacher diakonie ein palliativmedizinisches Symposium statt. Die Veranstaltung bot nicht nur einen fachlichen Austausch für Expertinnen und Experten, sondern auch einen offenen Dialog über die Versorgung schwerkranker und sterbender Menschen. Freunde, Wegbegleiter und Kolleginnen waren gekommen, um Dr. Brigitte Jage, Oberärztin der Abteilung für Anästhesie, Intensiv- und Palliativmedizin, und ihrem Team für die Aufbauarbeit in Bad Kreuznach zu danken. Im vollbesetzten Luthersaal mussten zusätzliche Stühle aufgestellt werden, weil das große Netzwerk der palliativmedizinischen Versorgung aus der Region zusammengekommen war. Sie nutzten das Symposium für einen intensiven Austausch mit den Referentinnen und Referenten und über eine Versorgungsform, die angesichts des demografischen Wandels immer wichtiger wird. In ihrem Vortrag gab Dr. Jage einen ebenso spannenden wie augenzwinkernden Einblick in die anspruchsvolle Aufbauarbeit und den heutigen Alltag des Palliativdienstes der Diakonie Kliniken. „Was 2010 als Drahtseilakt ohne Netz begann“, so Dr. Jage in ihrem Vortrag, „ist heute ein interdisziplinär getragenes Versorgungsangebot, das bereits mehr als 4.000 Patientinnen, Patienten und Angehörige begleitet hat. Das multiprofessionelle Team aus Medizin, Pflege, Sozialdienst, Seelsorge und den therapeutischen Fachbereichen ist auf allen Stationen des Krankenhauses präsent und unterstützt die Kollegen bei der Betreuung schwerkranker Patientinnen und Patienten. Gemeinsam mit den Stationsteams werden das Therapieziel und der Behandlungsweg festgelegt – stets mit dem Blick darauf, was medizinisch sinnvoll und zugleich das Beste für den Menschen ist.“ Dieses Kernthema der Palliativmedizin zog sich auch durch die weiteren Vorträge. Dirk Wingertszahn, Fachkrankenpfleger, sprach über die Erhaltung der Würde als zentrales Ziel pflegerischen Handelns in der Palliative Care. Prof. Dr. Martin Weber, Mitbegründer der Mainzer Hospizgesellschaft und Vorsitzender der Interdisziplinären Gesellschaft für Palliativmedizin Rheinland-Pfalz, beleuchtete Erfahrungen und Perspektiven des Leids am Lebensende. Einen Blick in benachbarte Disziplinen warf Prof. Dr. Martin Neukirchen. In seinem Vortrag widmete er sich dem Ausstieg aus der Maximaltherapie und der Frage, was die Intensivstation von der Palliativmedizin lernen kann. „Unsere Gesellschaft wird immer älter, wodurch auch der Bedarf an menschlicher Begleitung, wirksamer Schmerztherapie und ganzheitlicher Unterstützung am Lebensende wächst. Die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach stellen sich dieser Aufgabe mit einem breiten palliativmedizinischen Angebot“, sagt der Ärztliche Direktor der Diakonie Kliniken, Dr. Christoph von Buch. Mit der Übernahme des ehemaligen Krankenhauses St. Marienwörth und erweiterten Strukturen, zu denen eine eigene Palliativstation sowie die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) gehören, entstehen zusätzliche, zukunftsweisende Angebote. Sie greifen den steigenden Bedarf einer älter werdenden Bevölkerung auf und stärken die Versorgung in der Region nachhaltig.
Seit dem 15. Februar 2026 steht die Zentrale Notaufnahme (ZNA) der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach unter neuer ärztlicher Leitung: Dr. Oliver Bill verantwortet seitdem die Notfallversorgung beider Häuser und treibt die geplante Zusammenführung der Notaufnahmen maßgeblich voran. Zuvor leitete er bereits die Notaufnahme in der Mühlenstraße. „Mit Dr. Bill setzen wir auf einen erfahrenen Mediziner, der mit unseren Häusern bestens vertraut ist und die Zusammenführung von Anfang an mitgestaltet hat“, sagt Geschäftsführer Manuel Seidel. „Sein Fokus auf klare Prozesse, Ausbildung und eine strukturierte Patientensteuerung ist entscheidend für die Weiterentwicklung einer der größten Notaufnahmen der Region.“ Seine Stellvertretung übernimmt Esther Oldenburg, die bislang die ZNA in der Ringstraße geführt hat. Die Notfallversorgung spielt zentrale Rolle für die Region Rund 50.000 Patientinnen und Patienten wurden im vergangenen Jahr in den Notaufnahmen der Diakonie Kliniken versorgt. Damit zählt die Klinik zu den wichtigsten Anlaufstellen für medizinische Notfälle in der Region. „Unser Ziel ist eine leistungsstarke Notaufnahme, die schnell, strukturiert und patientenorientiert arbeitet“, sagt Dr. Bill. „Wir bündeln unsere Ressourcen so, dass wir jeden Notfall zügig und auf höchstem medizinischem Niveau behandeln können.“ Erfahrung aus Intensiv- und Notfallmedizin Vor seinem Medizinstudium machte Bill zunächst eine Ausbildung zum Bankkaufmann. Seine Leidenschaft für die Medizin und Notfallmedizin entdeckte er als „Zivi“ im Rettungsdienst. Anschließend holte er auf dem zweiten Bildungsweg sein Abitur nach und studierte Humanmedizin in Mainz, wo er auch promovierte. Seine fachärztliche Weiterbildung absolvierte er am GPR Klinikum Rüsselsheim. Seit 2019 leitete der Facharzt für Innere Medizin die interdisziplinäre Intensivstation am ehemaligen Krankenhaus St. Marienwörth und war dort seit 2020 auch Ärztlicher Leiter der Notaufnahme. Zusatzqualifikationen in Notfallmedizin, Internistischer Intensivmedizin sowie Klinischer Akut- und Notfallmedizin und seine Tätigkeit im Notarztdienst ergänzen sein Profil. Seit Februar pendelt der neue Ärztliche Leiter zwischen den beiden Notaufnahmen. Parallel dazu rotieren auch die Mitarbeitenden aus der Notfallpflege zwischen den Häusern, um Erfahrungen auszutauschen, Abläufe zu vereinheitlichen und die Teams frühzeitig zusammenzuführen. „Beide Notaufnahmen sind weiterhin geöffnet und funktionsfähig. Und auch nach dem Abschluss der Baumaßnahmen wird es in der Mühlenstraße noch eine kleine Notfalleinheit geben“, betont Bill. Im Rahmen des neuen medizinischen Gesamtkonzepts der Diakonie Kliniken werden einzelne Fachabteilungen neu strukturiert und einige Abteilungen werden umziehen. In diesem Zusammenhang sind auch Anpassungen in der Notfallversorgung erforderlich. Eine starke Notaufnahme an einem Standort Perspektivisch bündeln die Diakonie Kliniken ihre Akut- und Notfallversorgung in der Ringstraße in Bad Kreuznach. Hintergrund sind gesetzliche Vorgaben sowie medizinische Anforderungen an moderne Notfallstrukturen. Der Standort bietet bereits heute wichtige Voraussetzungen für die Versorgung schwerverletzter und kritisch kranker Patientinnen und Patienten: zwei hochmoderne Herzkatheterlabore, mehr OP-Kapazitäten, eine leistungsfähige Intensivstation sowie das regionale Traumazentrum. Zudem bestehen auch baulich vorteilhaftere Möglichkeiten für eine Erweiterung. Auch die Rettungsdienste unterstützen die neue Struktur. „Eine zentrale Anlaufstelle erleichtert die Patientensteuerung, reduziert Doppelstrukturen und verbessert die Abstimmung zwischen Klinik, Rettungsdienst und Praxen – insbesondere bei zeitkritischen Notfällen“, sagt Dr. Carsten Lott, der Ärztliche Leiter Rettungsdienst im Bereich Mainz, der die Landkreise Mainz-Bingen, Alzey-Worms, Bad Kreuznach sowie die Städte Mainz und Worms umfasst. Gerade bei einem akuten Herzinfarkt oder schweren Verletzungen ist es entscheidend, dass Patientinnen und Patienten ohne Zeitverlust direkt in der Klinik, im Herzkatheterlabor oder im Operationssaal weiterbehandelt werden. Das Diakonie Haus in der Mühlenstraße (Marienwörth) wird zum Zentrum für planbare Eingriffe und ambulante Behandlungen. Mehr Platz, moderne Abläufe, bessere Wege Die neue ZNA wird deutlich größer als die bisherigen Einheiten: Geplant sind drei Schockräume, 22 Behandlungsplätze sowie ein Überwachungsbereich mit bis zu acht Betten. Ziel ist es, Zugänge für Patienten zu vereinfachen, transparenter zu gestalten und Abläufe zu beschleunigen. Auch der Bereich für die Ersteinschätzung wird ausgebaut. Gleichzeitig wird die technische und medizinische Ausstattung modernisiert. „Obwohl wir räumlich wachsen werden, werden unsere Wege kürzer und Abläufe effizienter“, sagt Bill, der mit einer Arbeitsgruppe an den Plänen und Strukturen arbeitet. Bauarbeiten im laufenden Betrieb Der Ausbau erfolgt in mehreren Bauabschnitten. Zunächst wird die Liegendeinfahrt erweitert, um zusätzliche Stellflächen für Rettungswagen zu schaffen. „Unsere Baumaßnahmen finden während des laufenden Klinikbetriebs statt. Daher bitten wir schon jetzt um Verständnis, wenn sich Wegeführungen zeitweise ändern oder es zu kleineren Einschränkungen für Patientinnen und Patienten kommt“, sagt Geschäftsführer Manuel Seidel. Mit der neuen Leitung und dem Ausbau entsteht in Bad Kreuznach eine leistungsstarke, moderne Notfallstruktur, die auf die Anforderungen von heute und morgen ausgerichtet ist.
Es ist ein bedeutender Meilenstein für die medizinische Versorgung in der Region: Das Diakonie Klinikum Neunkirchen (DKN) wurde von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) offiziell als Diabeteszentrum zertifiziert. Damit würdigt die Fachgesellschaft die hohe Qualifikation des interdisziplinären Behandlungsteams, strukturierte Behandlungsprozesse sowie die umfassende Versorgung von Menschen mit Diabetes nach aktuellen wissenschaftlichen Leitlinien. Die Zertifizierung bestätigt, dass das Klinikum strenge Qualitätskriterien erfüllt – darunter klar definierte Behandlungs- und Überweisungsstrukturen, eine hohe Zahl betreuter Patientinnen und Patienten sowie ein multiprofessionelles Team aus spezialisierten Ärztinnen und Ärzten, Diabetesberaterinnen und -assistenten. Auch die enge Vernetzung mit weiteren Fachdisziplinen wie der Gefäßmedizin und dem Wundzentrum im Diakonie Klinikum Neunkirchen ist fester Bestandteil des Konzeptes. Der erfahrene Internist Dr. Mark Neufang hatte bei seinem Dienstantritt als Chefarzt der Inneren Medizin im Oktober 2024 angekündigt, in Neunkirchen gezielt einen diabetologischen Schwerpunkt aufzubauen und dieses Ziel konsequent verfolgt. Gemeinsam mit seinem Team hat er in den vergangenen Monaten intensiv an Strukturen, Fortbildungen und Prozessen gearbeitet, um die hohen Anforderungen der DDG zu erfüllen. „Diese Zertifizierung ist kein Selbstläufer – sie ist das Ergebnis harter Arbeit, großer fachlicher Expertise und eines außergewöhnlichen Teamgeistes“, betont Dr. Neufang. „Mein Team und ich haben mit viel Engagement daran gearbeitet, eine Versorgung auf höchstem Niveau zu etablieren. Wir behandeln nicht nur den erhöhten Blutzucker, sondern begleiten unsere Patientinnen und Patienten ganzheitlich, um schwere Folgeerkrankungen wie Herzinfarkte, Nierenversagen oder Amputationen zu verhindern.“ Das Diabetes-Team des DKN verfügt über umfassende Erfahrung in der Diagnostik und Therapie aller Diabetesformen, in moderner Insulintherapie, Schulungsprogrammen sowie im Umgang mit innovativer Diabetestechnologie. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Prävention und Behandlung diabetischer Folgeerkrankungen – einschließlich des diabetischen Fußsyndroms. Auch der Regionaldirektor sieht in der Zertifizierung ein starkes Signal für die Zukunft des Hauses. Christian Jungmann erklärt: „Das Diabeteszentrum ist ein großer Gewinn für unsere Region. Es zeigt, dass wir gezielt in Spezialisierung, Qualität und Fachkompetenz investieren. Dr. Neufang und sein Team haben Herausragendes geleistet. Mit diesem zertifizierten Schwerpunkt sichern wir langfristig eine leistungsfähige, hochspezialisierte Versorgung für unsere Patientinnen und Patienten.“ Mit dem Qualitätssiegel der DDG positioniert sich das Diakonie Klinikum Neunkirchen als verlässlicher Anlaufpunkt für Menschen mit Diabetes. Die Zertifizierung gilt für drei Jahre und muss regelmäßig durch erneute Prüfungen bestätigt werden – ein Anspruch, dem sich das Team auch künftig voller Überzeugung stellen will. „Für uns ist das kein Endpunkt, sondern ein Anfang“, so Dr. Mark Neufang. „Wir wollen den diabetologischen Schwerpunkt weiter ausbauen, neue Therapieansätze integrieren und unsere Angebote stetig weiterentwickeln – immer mit dem Ziel, die Lebensqualität unserer Patientinnen und Patienten nachhaltig zu verbessern.“
Für Sebastian Feistel war sein Geburtstag in diesem Jahr mehr als nur ein persönlicher Festtag. Er wurde zu einem Zeichen der Dankbarkeit und Solidarität. Über die Online-Plattform GoFundMe rief er Familie, Freunde und Bekannte dazu auf, den Förderverein der Kinderklinik der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach zu unterstützen. „Mein größtes Geschenk habe ich bereits zu Hause: meine Tochter Elisa“, schrieb der Vater emotional. „Ohne die herausragende Arbeit der Pflegerinnen und Pfleger sowie der Ärztinnen und Ärzte auf der neonatologischen Intensivstation wäre das heute nicht möglich gewesen.“ Elisa kam im September 2025 zehn Wochen zu früh und schwer krank in Bad Kreuznach zur Welt. Die ersten gemeinsamen Monate verbrachte die Familie auf der Kinderintensivstation in Bad Kreuznach und Mainz. Tief berührt von der medizinischen Expertise und der liebevollen, hochprofessionellen Betreuung, wollten die Eltern, Bianca Lamb und Sebastian Feistel, etwas zurückgeben und riefen zu einer Spendenaktion auf. Innerhalb von nur einer Woche kamen rund 2.700 Euro zusammen, die die Familie auf 3.000 Euro aufstockte und nun dem Förderverein der Kinderklinik e.V. übergab. Die Spendenübergabe fand am Geburtstag des Vaters in der Klinik statt. Als Überraschung und Dank gab es für das Geburtstagskind von den Mitarbeitenden der Intensivstation einen Kuchen und ein kleines Geschenk. „Wir danken den Eltern von Herzen für diese großartige finanzielle Unterstützung. Das ist eine wundervolle Geste von Menschen, die aus eigener Erfahrung wissen, wie wertvoll unsere Arbeit ist“, sagt Chefarzt Dr. Christoph von Buch „Wir sind sehr dankbar für unseren tollen Kinderförderverein und für alle Fürsprecher, die die Bedürfnisse von Familien mit frühgeborenen Kindern im Blick haben.“ Der Förderverein der Kinderklinik unterstützt Projekte, die über die reguläre medizinische Versorgung hinausgehen. Dazu zählen unter anderem zusätzliche medizinische oder kindgerechte Ausstattung sowie besondere Unterstützungsangebote für Frühgeborene und ihre Angehörigen.
Die Deutsche Krebsgesellschaft (DGK) e.V. hat die Dysplasie-Sprechstunde an den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach offiziell zertifiziert. Damit bestätigt die unabhängige Fachgesellschaft die hohe medizinische Qualität, die strukturierte Diagnostik und die besondere Expertise von Dr. Michael Wehling, Leitender Oberarzt der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe. Dysplasien sind nicht bösartige Zellveränderungen der Scheide, der Vulva oder des Muttermunds, die aber Vorstufen von Krebserkrankungen sein können. In der Regel werden sie durch den Frauenarzt oder die Frauenärztin im Rahmen der regulären Krebs-Früherkennungsuntersuchung erkannt. „Jede Frau ist erst einmal stark verunsichert, wenn der Abstrich auffällig ist“, weiß Dr. Michael Wehling, der die Sprechstunde in der Ringstraße in Bad Kreuznach durchführt. „Oft reicht es aber aus, die betroffenen Stellen in regelmäßigen Abständen zu kontrollieren. Bei Unklarheiten kann es allerdings notwendig sein, eine Gebärmutterhalsspiegelung durchzuführen, um besser beurteilen zu können, ob eine weitergehende Therapie notwendig ist. In diesem Fall überweisen die Frauenarztpraxen die Patientinnen in unsere Sprechstunde“, so der Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe weiter. Bei dieser Kolposkopie handelt es sich um ein diagnostisches und schmerzfreies Verfahren, bei dem der Gebärmutterhals, aber auch die Scheide und die äußeren Genitalien mit einer hochauflösenden Kamera untersucht werden. Dank dieser Technik können auch kleinste Befunde stark vergrößert dargestellt und bei Bedarf Gewebeproben entnommen werden, um Veränderungen genau zu beurteilen. „Wir bieten Frauen mit auffälligen Befunden eine klare Perspektive: schnelle Diagnostik, kompetente Beratung und, falls notwendig, ein passgenaues Behandlungskonzept. Werden therapiebedürftige Veränderungen frühzeitig entdeckt, können sie mit kleinen ambulanten Operationen entfernt und ein Fortschreiten der Veränderung verhindert werden. Dysplasien verursachen meist keine Beschwerden, weshalb regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchungen so wichtig sind“, betont Wehling, der schon seit 2005 Dysplasie-Sprechstunden durchführt. Die Abteilung für Gynäkologie der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach bietet das gesamte Spektrum der onkologischen Versorgung: von der ambulanten Diagnostik und individuellen Beratung, über die medikamentöse Therapie bis zur operativen Versorgung auf höchstem Niveau. „Die Zertifizierung ist eine Anerkennung für die engagierte Arbeit unseres gesamten Teams und vor allem ein Gewinn für unsere Patientinnen“, sagt Chefarzt Dr. Michael Kumbartski. „Ein auffälliger Befund ist kein Grund zur Panik, aber ein Anlass genau hinzuschauen.“ Dysplasie-Sprechstunden spielen eine zentrale Rolle, um Krebs gar nicht erst entstehen zu lassen. Sie bündeln Erfahrung, moderne Technik und standardisierte Abläufe – für maximale Sicherheit und bestmögliche Versorgung. Mit diesem Angebot schließen die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach zudem eine räumliche Lücke. In Rheinland-Pfalz gibt es bisher nur neun zertifizierte Dysplasie-Sprechstunden. Die Sprechstunde findet in den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach, Ringstraße 64 nach Vereinbarung statt. Eine Überweisung der Frauenärztin oder des Frauenarztes ist erforderlich. Die Untersuchung wird von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Terminvereinbarungen sind über das Sekretariat der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe unter der Telefonnummer 0671/605 2100 möglich.
Janina Krug, Assistenzärztin in der Inneren Medizin an den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach, ist frisch gekürte Weltmeisterin im Triathlon. Bei der „T100“- WM in Katar holte sie Mitte Dezember nicht nur den Titel in ihrer Altersklasse, sondern auch den Gesamtsieg. Die 28-Jährige kam nach 4:05:30 Stunden mit einem Vorsprung von acht Minuten auf die starke internationale Konkurrenz ins Ziel. Wie kommt man dazu, einen solchen Wettkampf zu absolvieren, der fast doppelt so lang ist wie ein Triathlon über die olympische Distanz? „Einfach mal machen und jeden Tag trainieren“, sagt Janina Krug und lacht. Ein „T100“ Triathlon geht über eine Distanz von insgesamt 100 Kilometern, das sind 2 Kilometer Schwimmen im offenen Meer, 80 Kilometer Radfahren und 18 Kilometer Laufen. Drei Disziplinen, die jeweils höchste Konzentration, körperliche Belastbarkeit und mentale Stärke erfordern. Eigenschaften, die auch in der Facharztausbildung zur Internistin unverzichtbar sind. Die gebürtige Mainzerin begann ihren beruflichen Weg mit einem Medizinstudium an der Johannes Gutenberg-Universität. Für ihr Praktisches Jahr zog es sie 2021 nach Bad Kreuznach in die Mühlenstraße. „Eigentlich hatte ich die Innere Medizin gar nicht so auf dem Schirm, aber die Vielfalt und insbesondere auch das Team haben mich im PJ direkt so begeistert, dass ich mich hier für eine Facharztausbildung entschieden habe“, sagt Janina Krug. Seit Juli 2023 arbeitet sie als Assistenzärztin an den Diakonie Kliniken in der Mühlenstraße. Nur einen Monat zuvor, im Juni 2023, absolvierte sie ihren ersten Triathlon und wurde Achte. „Gelaufen und geschwommen bin ich schon in meiner Kinder- und Jugendzeit. Das Fahrradfahren kam erst nach meinem dritten Staatsexamen hinzu, als ich mir in einer sechsmonatigen Auszeit ein Rennrad gekauft habe,“ erzählt sie. Seitdem kamen einige Titel hinzu, darunter der Rheinland-Pfalz-Titel über die olympische Distanz im August 2025 am Bostalsee. Für die Weltmeisterschaft in Katar gab es im Vorfeld Qualifikationswettkämpfe auf der ganzen Welt. Ihre „Quali“ in Südfrankreich sicherte sich Janina Krug Ende August mit einem Sieg. Das intensive Training für die nationalen und internationalen Wettkämpfe integriert sie abends nach ihrem Dienst oder am Wochenende in den eng getakteten Klinikalltag. „Man braucht Wille, Disziplin und Organisationstalent“, sagt Krug, die keinen eigenen Trainer hat und ihren Trainingsplan selbst „ganz nach Gefühl“ aufstellt. „Bei meinem hektischen Klinikalltag brauche ich eine gewisse Flexibilität“, erklärt sie. Die Klinikleitung ließ es sich nicht nehmen, persönlich zu gratulieren. Vorstand Andreas Heinrich, Geschäftsführer Manuel Seidel und der neue Chefarzt der Inneren Medizin, Dr. Daniel Schmitz, überreichten der Weltmeisterin einen Blumenstrauß und würdigten die außergewöhnliche Leistung. „Wir sind unglaublich stolz, eine so engagierte und disziplinierte Ärztin in unserem Haus zu haben. Frau Krug zeigt eindrucksvoll, dass Spitzenleistung im Beruf und im Sport möglich ist – mit Leidenschaft, Struktur und Teamgeist. Im Namen der gesamten Klinik gratulieren wir herzlich zu diesem Weltmeistertitel“, sagt Geschäftsführer Manuel Seidel.
Marion Lietz hat seit Dezember das unabhängige Ehrenamt der Patientenfürsprecherin an den Diakonie Kliniken Hunsrück inne. In dieser Funktion steht sie den Patientinnen und Patienten sowie ihren Angehörigen in Simmern als vertrauensvolle Ansprechpartnerin zur Seite und setzt sich für deren Rechte und Anliegen ein. Die Patientenfürsprecherin arbeitet unabhängig von der Klinik und unterliegt selbstverständlich der Schweigepflicht. "Wir sind sehr froh, mit Marion Lietz eine so engagierte, herzliche und besonnene Person für diese verantwortungsvolle Aufgabe gefunden zu haben", sagt Geschäftsführerin Carina Esch. „Unsere Klinik wird für die professionelle Versorgung und familiäre Atmosphäre sehr geschätzt. Mit der Rolle der Patientenfürsprecherin unterstreichen wir den hohen Stellenwert, den Transparenz, Vertrauen und ein respektvolles Miteinander im Klinikalltag für uns haben.“ Marion Lietz war über 35 Jahre als examinierte Medizinisch-technische Assistentin in verschiedenen Kliniken tätig. Sie kennt den Krankenhausalltag, die Abläufe und Herausforderungen, aber auch die Sorgen, die Patientinnen und Patienten während eines Aufenthalts begleiten können. Nach ihrem Eintritt in den Ruhestand suchte sie bewusst eine sinnstiftende Aufgabe und fand sie in der Rolle der Patientenfürsprecherin in Simmern. Seit ihrem offiziellen Start hat sie sich gut in die organisatorischen Strukturen der Klinik eingelebt. „Es gibt viele Schnittstellen, beispielsweise mit dem Sozialdienst, dem Qualitätsmanagement, sowie die Lob- und Beschwerdemanagement. Das war sehr hilfreich. Jetzt ist es mir wichtig, ein eigenes, gutes Netzwerk aufzubauen und lösungsorientiert zu arbeiten, damit es für alle Beteiligten gut läuft“, betont sie. Ihre Rolle versteht Marion Lietz vor allem als vermittelnd: „Ich freue mich sehr auf meine neuen Aufgaben, auf die Menschen und die Begegnungen. „Mein Ziel ist es, mögliche Ängste oder Konflikte frühzeitig anzusprechen, damit gemeinsam gute Lösungen gefunden werden können.“ Die Patientenfürsprecherin verfügt über ein Büro im 4. Stock der Klinik. Dort bietet sie jeden Donnerstag, von 13 bis 15 Uhr, eine offene Sprechstunde an. In dieser Zeit können Fragen, Lob, Kritik und Anregungen persönlich eingebracht werden. Darüber hinaus ist eine Kontaktaufnahme auch über ein Postfach sowie über die Internetseite der Diakonie Kliniken Hunsrück möglich.
Die fünf Diakonie Kliniken der Stiftung kreuznacher diakonie haben einen weiteren Digitalisierungsschritt vollzogen: Die Krankenhäuser in Bad Kreuznach, Kirn, Neunkirchen und Simmern setzen künftig auf das moderne Krankenhausinformationssystem „ORBIS KIS“ von Dedalus. Dieses löst die bisherigen Systeme von SAP, Oracle und mesalvo vollständig ab und bietet Vorteile für alle Beteiligten. Das Krankenhausinformationssystem (KIS) ist das digitale Rückgrat eines Krankenhauses. Es speichert, verarbeitet und steuert den Großteil der im Krankenhaus entstehenden Daten und sorgt dafür, dass Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar sind. „Unsere Mitarbeitenden leisten täglich hervorragende Arbeit. Das neue System vernetzt medizinische, pflegerische und administrative Prozesse. Dadurch bleibt den Mitarbeitenden mehr Zeit für das Wesentliche: die direkte Betreuung der Patientinnen und Patienten“, so Andreas Heinrich, Vorstand der Stiftung kreuznacher diakonie. Auch für die Kliniken selbst bringt das hochmoderne System entscheidende Vorteile. Es vereint zahlreiche digitale Anwendungen in einer Plattform, unterstützt moderne Standards und lässt sich flexibel erweitern. Telemedizinische Angebote, KI-Analysen und eine nahtlose Vernetzung mit regionalen Gesundheitsakteuren werden dadurch deutlich einfacher möglich. Damit stärken die Diakonie Kliniken ihre digitale Leistungsfähigkeit und schaffen eine stabile Grundlage für zukünftige Entwicklungen im Gesundheitswesen. Für das KIS-System investieren die Kliniken einen Betrag im hohen siebenstelligen Bereich. „In einer Rekordzeit von nur drei Monaten haben wir das Vergabeverfahren erfolgreich und zu herausragenden Konditionen abgeschlossen. Mein großer Dank geht an das gesamte beteiligte Team. Das verhandelte Ergebnis und die kurze Zeitspanne dieses Verfahrens bis zur Entscheidungsreife und zum Abschluss sind überragend“, sagt Andreas Heinrich. Die Implementierung des Systems beginnt schon im ersten Quartal des laufenden Jahres. Die Geschäftsführungen der Diakonie Kliniken schließen einstimmig mit dem Fazit: „Mit dem neuen KIS setzen wir ein klares Zeichen für eine patientenzentrierte, effiziente und digitale Zukunft unserer Häuser. Wir investieren gezielt in innovative Systeme, um heute und morgen die bestmögliche Versorgung zu bieten.“
Hightech in Bad Kreuznach für neue Beweglichkeit BAD KREUZNACH. Mitte Januar gewinnt die US-Skifahrerin Lindsey Vonn die zweite Weltcup-Abfahrt des Winters in Zauchensee – mit einer Teil-Knieprothese. Möglich macht das modernste Medizintechnik. Genau diese Technologie kommt schon seit 2017 im zertifizierten Endoprothetikzentrum der Maximalversorgung der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach zum Einsatz, der MAKO-Roboterarm. Seit diesem Jahr arbeitet die Abteilung für Orthopädie und Rheumaorthopädie mit dem neuesten Robotersystem, dem MAKO 4 und gehört damit zu den ersten drei Häusern in Deutschland, die das technologisch neueste System der Firma Stryker nutzen. „Der Roboterarm steht beispielhaft für unseren Anspruch, medizinische Qualität kontinuierlich weiterzuentwickeln“, betont Klinikgeschäftsführer Manuel Seidel. „Wir investieren gezielt in modernste Technologien, die unseren Patientinnen und Patienten messbare Vorteile bringen und unsere erfahrenen Klinik-Teams optimal unterstützen.“ Für Patientinnen und Patienten bedeutet das vor allem eines: maximale Präzision. Vor der Operation erstellen die Operateure ein detailliertes 3-D-Modell des betroffenen Gelenks. Dies erlaubt ihnen, den Eingriff präzise zu planen und während der Operation millimetergenau umzusetzen. Der MAKO-Roboterarm unterstützt die Chirurgen dabei, das Implantat exakt zu positionieren und schont zugleich das umliegende Gewebe, die Bänder und die Knochen. Das sorgt für weniger postoperative Schmerzen und ermöglicht eine schnellere Rückkehr zu Mobilität und Beweglichkeit. Dabei arbeitet das System zu keiner Zeit selbstständig. Es unterstützt aber den Operateur und erlaubt ihm eine extrem präzise und sichere Schnittführung. Wie sehr diese Technik den Unterschied machen kann, zeigt das Beispiel von Gerd Stephan aus der Nähe von Kaiserslautern. Der begeisterte Skifahrer litt nach einem Kreuzband- und Meniskusriss unter einer starken Fehlstellung des rechten Beins, einem sogenannten O-Bein. Die dauerhafte Überlastung führte zusätzlich zu Hüft- und Rückenproblemen. Nach intensiver Recherche entschied sich der 59-Jährige bewusst für den roboterassistierten Eingriff in den Diakonie Kliniken. „Schon nach dem ersten Vorgespräch hatte ich volles Vertrauen in Dr. Martina Dafferner-Franzmann“, sagt Gerd Stephan. Die Chefärztin, eine der ersten Hauptoperateurinnen in Europa, implantierte ihm Mitte Januar ein neues Kniegelenk, eine Knie-Totalendoprothese, und korrigierte die Beinachse deutlich. „Den Winkel von rund 24 Grad konnten wir auf vier Grad reduzieren“, erklärt sie und fügt hinzu: „Das ist für erfahrene Operateure auch ohne Roboterunterstützung möglich, aber erheblich anspruchsvoller. Die neueste Technik erhöht die Präzision und Sicherheit und hebt uns damit auf ein neues Level in der Gelenkchirurgie.“ Am Tag nach dem Eingriff blickt Gerd Stephan optimistisch nach vorn. „Ich habe die Operation lange herausgezögert. Jetzt bin ich froh, dass ich mich dafür entschieden habe.“ Sein Ziel ist es, in einem Jahr wieder auf den Skiern zu stehen. „Das wünschen wir ihm sehr“, sagt Dr. Martina Dafferner-Franzmann. „Vielleicht nicht so erfolgreich wie das Comeback von Lindsey Vonn, aber sicher, schmerzfrei und mit neuer Lebensqualität.“ Mit modernster Robotik-Technologie und einem erfahrenen, zertifizierten Team ist das zertifizierte Endoprothetikzentrum in Bad Kreuznach die kompetente und vertrauenswürdige Anlaufstelle für Menschen, die ein künstliches Knie- oder Hüftgelenk benötigen.
Die medizinische Versorgung der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach erhält eine wichtige Verstärkung: Die vakante Position des Chefarztes für Innere Medizin und Gastroenterologie in der Mühlenstraße ist neu besetzt. Mit Dr. Daniel Schmitz übernimmt ein ausgewiesener Experte die Leitung der internistischen Abteilung. Damit setzt die Klinik ein klares Zeichen für Kontinuität, Qualität und den weiteren Ausbau dieses zentralen medizinischen Fachbereichs. Dr. Daniel Schmitz studierte Humanmedizin an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Nach seiner Facharztanerkennung für Innere Medizin im Jahr 2005 erlangte er 2007 die Schwerpunktbezeichnung Gastroenterologie. Im Laufe seiner beruflichen Laufbahn sammelte er umfassende klinische und organisatorische Erfahrung, unter anderem als Koordinator des Darmkrebszentrums sowie als Leiter eines interdisziplinären Tumorboards. Zu seinen besonderen fachlichen Schwerpunkten zählen die Früherkennung von Pankreaskarzinomen und die interventionelle Endoskopie. Seit 2015 hält er Vorlesungen und Seminare an der Medical School Hamburg und der Medizinischen Fakultät in Mannheim. Vor seinem Wechsel zu den Diakonie Kliniken war Schmitz als Chefarzt für Gastroenterologie und Infektiologie an den Helios Kliniken in Schwerin tätig. Nun zieht es den gebürtigen Offenburger an die Nahe. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Herrn Dr. Schmitz einen medizinisch wie menschlich hochqualifizierten Chefarzt für unsere Klinik gewinnen konnten, und wünschen ihm einen guten Start. Gleichzeitig bedanken wir uns herzlich bei unseren Oberärzten Dr. Marcus Dahlem und Dr. Clemens Ballmann, die die Abteilung in der Zwischenzeit hervorragend kommissarisch geleitet haben“, sagt Klinikgeschäftsführer Manuel Seidel. „Die Innere Medizin und insbesondere die Gastroenterologie sind für die Versorgung der Menschen in unserer Region von zentraler Bedeutung. Mit der Neubesetzung schaffen wir eine stabile Basis, um diesen Bereich weiter auszubauen und zukunftsfähig aufzustellen.“ Auch Dr. Daniel Schmitz blickt mit großer Motivation auf seine neuen Aufgaben: „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem bestehenden Team die Innere Medizin weiterzuentwickeln“, so der neue Chefarzt. „Mir ist eine patientenorientierte Medizin auf hohem fachlichem Niveau ebenso wichtig wie eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit und moderne diagnostische sowie therapeutische Konzepte.“ Dazu investieren die Diakonie Kliniken in der Mühlenstraße: Der Bereich der Gastroenterologie sowie die dazugehörigen Untersuchungsräume werden in den nächsten Monaten vergrößert und technisch modernisiert. Darüber hinaus wird ein modernes Röntgen- und Durchleuchtungssystem für spezialisierte endoskopische Eingriffe angeschafft. Die neue Hightech-Anlage ermöglicht eine noch präzisere Diagnostik und schonendere Untersuchungen. „In beiden Häusern der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach wird es somit weiterhin eine Abteilung für Innere Medizin geben – mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Mit der strukturellen Stärkung von Kardiologie und Gastroenterologie reagieren wir auf den steigenden Bedarf an spezialisierter Versorgung“, erklärt Seidel. Die Schwerpunkte der Klinikabteilung in der Mühlenstraße liegen in der endoskopischen Untersuchung und Behandlung von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts sowie die Behandlung der Bauchspeicheldrüse. Ergänzend dazu fokussiert sich die Innere Medizin in der Ringstraße, unter der Leitung von Chefärztin Dr. Nevin Yilmaz-Zeytin, auf die umfassende Versorgung von Herzpatienten. Mit der Neubesetzung der Chefarztstelle unterstreichen die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach ihren Anspruch, die medizinische Versorgung vor Ort nachhaltig zu stärken und weiter auszubauen.
Das Diakonie Klinikum Neunkirchen der Stiftung kreuznacher diakonie startet mit drei bedeutenden Personalentscheidungen ins neue Jahr. In zentralen medizinischen Bereichen übernehmen ausgewiesene Fachkräfte die chefärztliche Verantwortung. Die Veränderungen markieren einen wichtigen Schritt im umfassenden Transformationsprozess des Hauses: Mit einer gestärkten Allgemein- und Viszeralchirurgie, einer weiterentwickelten Pathologie und einer leistungsfähigeren Notfallversorgung richtet sich das Klinikum klar auf die Anforderungen der zukünftigen Krankenhauslandschaft aus. Sektionsleiter wird Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie: Dr. med. Ghassan Batikha Zum Jahresbeginn übernimmt Dr. med. Ghassan Batikha gemeinsam mit dem bisherigen Chefarzt PD Dr. med. Thorsten Plusczyk die Leitung der Allgemein- und Viszeralchirurgie in kooperativer Leitungsform. Dr. med. Ghassan Batikha hat das bisherige Spektrum der Abteilung bereits in seiner bisherigen Position als Sektionsleiter erfolgreich um Leberchirurgie und endokrine Chirurgie erweitert. Zudem entwickelte er die minimal-invasive Oberbauchchirurgie mit Schwerpunkt Leberchirurgie sowie die Unterbauchirurgie weiter. Seine Expertise vertiefte Dr. Batikha im Rahmen internationaler Fellowships in Japan und Südkorea. Auch in der Schilddrüsenchirurgie kommen inzwischen innovative, schonende Operationstechniken zum Einsatz. Zudem ist er von der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) für Ultraschall-Untersuchungen zertifiziert. Damit deckt das operative Spektrum der Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie am Diakonie Klinikum Neunkirchen sowohl die Chirurgie des oberen als auch des unteren Gastrointestinaltrakts ab. Gemeinsam mit der Pathologie, der Onkologie, der Radiologie, der Endoskopie und weiteren Partnern wird die interdisziplinäre Behandlungskette aus Diagnostik, Operation und Nachsorge weiter intensiviert. Zur besseren Vernetzung der ambulanten und stationären Versorgung bieten die beiden Chefärzte eine allgemein- und viszeralchirurgische Sprechstunde im Medizinischen Versorgungszentrum des Diakonie Klinikums Neunkirchen an. Frühere Kollegin als Chefärztin für die Zentrale Notaufnahme zurück: Anke Geiß Mit Anke Geiß kehrt eine im Klinikum bestens bekannte Medizinerin als Chefärztin in die Zentrale Notaufnahme (ZNA) zurück. Bereits in ihrem praktischen Jahr im Jahr 2012 im Diakonie Klinikum tätig, prägte sie über viele Jahre die interdisziplinäre Notfallversorgung am Standort Neunkirchen. Nach einem Zwischenstopp im Landstuhler Nardini-Klinikum bringt die Medizinerin frische Impulse und neue Erfahrungen mit „nach Hause“: „Es bereitet mir große Freude, mich im interdisziplinären Team mit allen Kolleginnen und Kollegen der verschiedenen Fachrichtungen, aber vor allem auch dem wundervollen Team der Pflege, das mir sehr ans Herz gewachsen ist, den facettenreichen und stets individuellen Aufgaben zu stellen und diese nach bestem Wissen und Gewissen zu meistern.“ Anke Geiß verfügt über die Zusatzbezeichnung Klinische Akut- und Notfallmedizin und steht für eine moderne, strukturell wie fachlich weiterentwickelte Notfallversorgung. Gemeinsam mit ihrem Team begleitet sie aktiv die geplante umfassende Umgestaltung und Optimierung der ZNA – ein Projekt, das künftig durch den bisherigen Ärztlichen Leiter Georg Rach gesteuert wird. Ziel ist es, die Patientenversorgung durch effizientere Abläufe, moderne Räume und klare Prozessstrukturen qualitativ und quantitativ auf ein neues Niveau zu heben. Pathologie unter neuer Leitung: Christian Veith ist Chefarzt Das Institut für Pathologie, ein zentraler Eckpfeiler der Diagnostik, steht ab sofort unter der Leitung von Christian Veith. Der 47-Jährige war mehrere Jahre als Oberarzt an der Uniklinik tätig und vertiefte dort seine Expertise in der histologischen, zytologischen und immunhistochemischen Diagnostik. Als leitender Oberarzt am Winterberg-Klinikum Saarbrücken sammelte Veith zusätzlich umfangreiche Erfahrung in der Organisation, Qualitätssicherung und Weiterentwicklung eines pathologischen Instituts. Weitere wichtige Impulse erhielt er durch seine Tätigkeit in einem MVZ für Histologie, Zytologie und molekulare Diagnostik, wo insbesondere moderne molekulare und genetische Untersuchungsverfahren im Fokus standen. Die Pathologie liefert mit ihren Befunden häufig die entscheidende Grundlage für weiterführende Therapie-Entscheidungen – von der Abklärung entzündlicher oder degenerativer Erkrankungen bis hin zur präzisen Klassifikation von Tumoren. Die enge Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen ist für Veith ein zentraler Erfolgsfaktor: „Nur durch eine enge interdisziplinäre Abstimmung können wir unseren Patientinnen und Patienten eine optimale Versorgung bieten.“ Der bisherige Chefarzt Dr. med. Uwe Hübschen bleibt dem Institut als Oberarzt erhalten und wird seine langjährige Erfahrung weiterhin in die diagnostische Arbeit einbringen. Gemeinsamer Weg in eine moderne und leistungsstarke Zukunft Mit den drei neuen Chefärzten setzt das Diakonie Klinikum Neunkirchen ein deutliches Zeichen für den Aufbruch: Die Tumorchirurgie wird durch hochspezialisierte operative Expertise und präzise pathologische Diagnostik gestärkt und die Notfallversorgung durch strukturelle Modernisierung und erfahrene Führung optimiert. „Die neuen Führungskräfte stehen für Kompetenz, Erfahrung und Innovationskraft“, so Andrea Massone, Regionalgeschäftsführerin. „Sie werden entscheidend dazu beitragen, unser Klinikum medizinisch weiterzuentwickeln und die Versorgung für die Menschen in der Region dauerhaft zu stärken.“
Joshua ist das erste Baby des neuen Jahres in den Diakonie Kliniken Hunsrück. Allerdings verpasste er bei seiner Geburt den Neujahrstag um 20 Minuten. Der kleine Junge aus Grenderich (Zell/Mosel) erblickte am 2. Januar um 0:20 Uhr gesund und munter das Licht der Welt. Mit einem Gewicht von 3.660 Gramm und einer Größe von 54 Zentimetern sorgt er für große Freude bei seinen Eltern und den drei Geschwisterchen, die zu Hause gespannt auf den Familienzuwachs warten. Doch auch vor dem Jahreswechsel herrschte gute Stimmung im Kreißsaal: Juna Lia, Nesim Ibrahim, Thea Elisabeth und Toni wurden am Silvestertag geboren und konnten gemeinsam mit ihren Familien gesund ins neue Jahr starten. Die Geburtsklinik der Diakonie Kliniken Hunsrück blickt auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück. Im vergangenen Jahr begleiteten die Hebammen, Ärztinnen und Ärzte insgesamt 551 Geburten, das sind 51 mehr als 2024. Es kamen 269 Mädchen und 282 Jungen zur Welt. Besonders beliebt waren bei den Mädchen die Vornamen Emily, Emma, Leni und Mila und bei den Jungen Liam, Theo, Emil und Matteo. Ein wichtiger Meilenstein war zudem die Etablierung des hebammengeleiteten Kreißsaals. Dieses Konzept ermöglicht gesunden Schwangeren eine natürliche und selbstbestimmt Geburt im geschützten Rahmen der Klinik. 57 Kinder wurden 2025 im Hebammenkreißsaal geboren. „Die Geburt eines Kindes ist immer ein besonderer Moment – für die Familien, aber auch für unser geburtshilfliches Team. Unsere Silvester- und Neujahrsbabys machen diesen Augenblick für uns jedoch noch einmal ganz einzigartig“, sagt Chefarzt Dr. med. univ. Tamerlan Aliev. „Wir danken allen Eltern für ihr Vertrauen und freuen uns darauf, auch im neuen Jahr viele Familien mit fachlicher Expertise, Empathie und individueller Begleitung rund um die Schwangerschaft und Geburt zu unterstützen.“ Für werdende Eltern aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis bieten die Diakonie Kliniken ideale Bedingungen. Die Kreißsäle und die geburtshilfliche Station in Simmern sind insbesondere aufgrund ihrer familiären Atmosphäre, der 1:1-Betreuung und der modernen Ausstattung sehr gefragt. Die Geburtshilfe wird von einem erfahrenen Team aus Hebammen und Pflegefachpersonen auf der Wochenbettstation getragen. Die ärztliche Betreuung ist jederzeit vor, während und nach der Geburt gewährleistet. Zudem sind eine Kinderärztin oder -arzt drei Mal wöchentlich vor Ort und können bei Bedarf oder unerwarteten Komplikationen hinzugerufen werden. Mit steigenden Geburtenzahlen und zukunftsweisenden Konzepten wie dem hebammengeleiteten Kreißsaal und der Hebammenzentrale setzen die Diakonie Kliniken Hunsrück ein starkes Zeichen für die nachhaltige Sicherung der Geburtshilfe im Rhein-Hunsrück-Kreis. Auch über den Landkreis hinaus ist die Geburtshilfe eine unverzichtbare Anlaufstelle, wenn es um eine sichere Geburt geht. Interessierte werdende Eltern sind herzlich eingeladen, sich selbst ein Bild zu machen. Die monatlichen Infoabende mit Kreißsaalführung finden jeden ersten Montag im Monat um 19 Uhr statt, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der nächst Termin ist am 2. Februar in den Diakonie Kliniken Hunsrück.
Das erste Baby des Jahres 2026, das in den Diakonie Kliniken geboren wurde, heißt Liam. Am Neujahrsmorgen, um 6:55 Uhr kam der kleine Junge in Bad Kreuznach zur Welt. Der gesunde Junge ist 53 Zentimeter groß, wiegt 3.320 Gramm und machte Alysha und Jason Herrmann aus Stromberg zu überglücklichen und stolzen Eltern. „Jede Geburt ist einzigartig und etwas Besonderes. Und doch ist die erste Geburt nach dem Jahreswechsel immer mit Aufregung und Vorfreude verbunden,“, sagt Hebamme Marina Schamber. Sie hat Liam gemeinsam mit Dr. Nicola Grebe auf die Welt geholt Mit dem Jahreswechsel zieht die Klinik auch Bilanz: im Jahr 2025 wurden in den Diakonie Kliniken 1589 Kinder geboren, darunter 33 Zwillingsgeburten und rund 35 Frühgeborene, die aber im Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe bestens versorgt sind. Die Geburtshilfe der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach blickt auf ein erfolgreiches und ereignisreiches Jahr zurück und freut sich darauf, auch im neuen Jahr 2026 Familien auf ihrem Weg zu begleiten. Besonders stolz ist das Team um Chefarzt Dr. Michael Kumbartski auch auf den im Dezember 2024 etablierten hebammengeleitete Kreißsaal. Bis zum Ende des Jahres konnte das Team mehr als 120 Frauen während ihrer Schwangerschaft pränatal begleiten. „Wir bedanken uns bei allen Eltern, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben und wünschen unserem Neujahrsbaby Liam und seinen Eltern einen guten Start ins Familienleben“, betont Dr. Michael Kumbartski. Die nächste Möglichkeit, das Team der Geburtsmedizin und die Räumlichkeiten kennenzulernen sowie Fragen zu stellen, gibt es beim Infoabend für werdende Eltern am Mittwoch, 14. Januar, um 18 Uhr. Die Infoabende finden an jedem zweiten und vierten Mittwoch im Monat in der Personalcafeteria in der Ringstraße 64 statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Frische Früchte als Dankeschön für den Weihnachstdienst Förderverein Krankenhaus Marienwörth spendiert 25 Obstkörbe BAD KREUZNACH. Beim Anblick der Körbe, prall gefüllt mit knackigen und süßen Früchten, die im Foyer vom Förderverein Krankenhaus Marienwörth aufgefahren wurden, war jeder versucht, zuzugreifen. 18 Körbe mit einer großen Auswahl an frischem Obst vom herzhaften Apfel bis zu delikaten Exoten wie Kumquats hatten Maria Kejsi Vukelaj und Helfer vom Toni Frischmarkt am frühen Morgen sorgfältig und ansprechend gepackt. Sie sind für die 18 Teams bestimmt, die an den Weihnachtsfeiertagen für das Wohlergehen der Patienten im Krankenhaus Marienwörth in der Mühlenstraße, der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach gGmbH sorgen. Die Idee dafür hatten Ralf-Dieter Kanzler, Vorsitzender des Fördervereins Marienwörth und seine Vorstandskollegen Jürgen Günster, Carsten Pörksen, Werner Gilsdorf, Patrick Bastian und Julian Fleckenstein, um den Mitarbeitenden für ihr besonderes Engagement zu danken und ihnen Wertschätzung für die geleistete Arbeit zukommen zu lassen. „Bisher haben wir die Spenden, die wir eingesammelt haben, immer in Material und Geräte für die Klinik investiert, dieses Mal wollten wir den Personen, die in diesem Krankenhaus an den Weihnachtsfeiertagen ihren Dienst verrichten, etwas Gutes tun“, sagte Vorsitzender Kanzler. Für die Vitaminbomben-Spende dankten Geschäftsführer Manuel Seidel, Dr. Christoph von Buch, Ärztlicher Direktor und Pflegedirektorin Jutta Magmer-Melaas vom Direktorium der Diakonie Kliniken mit den ärztlichen Kollegen Dr. Oliver Bill, Dr. Marcus Dahlem und Assistenzärztin Sarah Reck vom Krankenhaus Marienwörth. „Tradition ist es, dass wir immer am Heiligen Abend durch das Klinikum gehen und den Mitarbeitenden für ihren Dienst danken. Dieses Jahr haben wir in der Mühlenstraße gestartet“, freute sich Geschäftsführer Seidel. Die frischen Vitamine stehen für alle rund 175 Mitarbeitenden bereit, die an einem Diensttag im Marienwörth in drei Schichten tätig sind. Damit der gesunde Genuss ohne Aufwand und ganz unkompliziert möglich ist, hat das Toni-Frischmarktteam dafür gesorgt, dass alle Früchte ohne weiteres als Fingerfood verzehrbar sind.
NEUNKIRCHEN. Die Begegnungen mit den Menschen im Evangelischen Stadtkrankenhaus in Saarbrücken, im benachbarten Paul Marien Hospiz, im Fliedner Hospiz und zuletzt auch im Diakonie Klinikum Neunkirchen hätten sie geprägt, berichtete Diakonin Sabine Lohrum, die jetzt von den Einrichtungen der Stiftung kreuznacher diakonie in Neunkirchen und Saarbrücken in den Ruhestand verabschiedet wurde. Neun Jahre lang hat sie hier als Seelsorgerin gearbeitet, zuvor war die gelernte Diät-Assistentin 36 Jahre lang in den Kliniken tätig – überwiegend als Ernährungs- und Diabetes-Beraterin. Jetzt nahmen sich viele Wegbegleiterinnen und -begleiter Zeit, um sich persönlich von ihr zu verabschieden. Ihre Arbeitsweise habe sich im Laufe der Zeit sehr verändert, meinte die Diakonin im Rückblick. „Zuerst noch ergebnis- und lösungsorientiert ist mir schnell klar geworden, dass es in der Seelsorge viel wichtiger ist, Zeit zu haben und zuzuhören.“ Sich eben auch die Zeit zu nehmen, für jemanden einzukaufen, Proben der selbstgekochten Marmelade zum Verkosten mitzubringen, ein Lieblingsessen zu kochen – all das habe sie sehr gern gemacht. „Und das ging auch alles nur im Team mit den Kolleginnen und Kollegen. Dafür danke ich und dafür bedanke ich mich auch herzlich bei allen“, sagte sie. Kalender und Diensthandy wird sie jetzt beiseite legen und die 64-Jährige freut sich auf mehr Zeit für die Familie. Erste lange Rad-Touren mit Mann Bernd sind schon in der Planung, außerdem möchte sie Socken stricken lernen und Nudeln selbst machen. „Jemandem Zeit schenken – das ist das größte Geschenk, das ein Mensch dem anderen machen kann“, betonte Pfarrer Michael May, Leiter des Bereiches Diakonik-Ethik-Seelsorge bei der Stiftung kreuznacher diakonie. Er blickte zurück auf den Weg zur Diakonen-Ausbildung, der 2011 mit dem Basiskurs Diakonie begann. „Damals sagte der Theologische Vorstand, Pfarrer Dietrich Humrich schon zu mir: Sie werden mal Diakonin“, erinnert sie sich. 2013 bis 2015 war dann die Ausbildung, seitdem ist die Diakonin als Amtsträgerin der Evangelischen Kirche Brückenbauerin zwischen Kirche, Diakonie und Gemeinwesen. Die beiden Jahre waren eine „Frauenpowerzeit“, so Michael May, zusammen mit fünf Mitschülerinnen wurde sie 2015 eingesegnet. „Als Schülerin habe ich dich als jemanden erlebt, der neugierig war. Du hast die Ausbildungszeit als geschenkte Zeit genossen, dich mit Glaubensfragen auseinander zu setzen“, so Michael May. Zunächst mit Pfarrerin Annette Weber, dann mit Pfarrer Jörg Heidmann und auch mit dem katholischen Seelsorger Stefan End habe Sabine Lohrum ihre Gaben, Kräfte und Lebenszeit in den Diakonie Kliniken Neunkirchen, im Fliedner Krankenhaus und dem Fliedner Hospiz in Neunkirchen sowie im Paul Marien Hospiz in Saarbrücken eingebracht. Dort gab es unzählige Begegnungen mit den Menschen und die intensive Begleitung Sterbender und ihrer Familien sowie das gemeinsame Feiern von Gottesdiensten und Gedenkveranstaltungen. „Danke auch im Namen der Stiftung für die fachliche und inhaltliche Arbeit und für die Tätigkeit als Seelsorgerin.“ Im Namen des Krankenhaus-Direktoriums überreichte der Ärztliche Direktor Prof. Dr. med. Ingo Bernd Vernaleken einen großen Blumenstrauß zum Dank und betonte: „Unsere Arbeit ist so unterschiedlich nicht – auch Ärztinnen und Ärzte müssen sich immer Zeit nehmen und genau zuhören.“
Was bedeutet es eigentlich, jemandem zu Weihnachten eine Freude zu machen? Mit genau dieser Frage haben sich die Kinder der protestantischen Kindertagesstätte „Arche Noah“ in Alsenz in der Adventszeit intensiv beschäftigt. Schnell war für sie klar: Es geht darum, an andere Menschen zu denken, besonders an jene, denen es gerade nicht gut geht. Spielerisch, aber auch mit großem Engagement setzten sich die Kinder mit Werten wie Mitgefühl, Rücksichtnahme und Nächstenliebe auseinander. Mit viel Eifer, bunten Perlen und jeder Menge Kreativität sind in den vergangenen Wochen kleine „Glückswürmchen“ entstanden. Die liebevoll gefädelten Anhänger sollen Familien Mut machen, deren Kinder über Weihnachten in den Diakonie Kliniken bleiben müssen. Jedes Glückswürmchen ist mehr als nur ein Bastelwerk, denn es soll ein kleiner Begleiter sein, der später am Kindergartenrucksack oder Schulranzen befestigt werden kann. Kurz vor Weihnachten machten sich die Kinder gemeinsam mit ihren Erzieherinnen auf den Weg nach Bad Kreuznach, um ihre selbst gebastelten Mutmacher persönlich zu überbringen. Stellvertretend nahmen Pflegedienstleiterin Mareike Steinbach, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin Christine Schuhmacher und Chefarzt Dr. Christoph von Buch die bunten Glückswürmchen für die Familien und Angehörigen in Empfang. Begleitet wurde die Übergabe von einem Mutmacherlied, das die Kinder extra einstudiert hatten. Mit strahlenden Augen überreichten sie ihre Werke dem Chefarzt: „Wir haben 1000 Würmchen gebastelt!“, sagt eines der Kinder stolz. „So viele waren es zwar nicht ganz, aber jedes einzelne ist etwas ganz Besonderes.“ Zu jedem Glückswürmchen gehört außerdem ein persönlicher Brief der Kindergartenkinder. Damit geben sie den Kindern und ihren Familien liebe Worte, Wünsche und ein bisschen Weihnachtszauber mit auf den Weg. Dieses Projekt zeigt, auch kleine Hände können Großes bewirken und ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Nächstenliebe und Mitgefühl schon im Kindergartenalter gelebt werden können.
Wer schon einmal die Kinderintensivstation der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach besucht hat, war vielleicht vom Geräuschpegel überrascht. Hier piept, brummt und klingelt es. Das ist notwendig, denn bei der Versorgung und Pflege von Neugeborenen müssen die Mitarbeitenden die Vitalfunktionen stets im Blick behalten. Für noch mehr Überblick und Sicherheit hat die Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin ihr bestehendes Überwachungssystem um eine neue, hochmoderne Anlage und einen weiteren zentralen Monitor erweitert. Möglich wurde diese Anschaffung durch die Benefizveranstaltung „Kreuznacher Nockherbersch“ des Karnevalistenclubs „Fidele Wespe 1899 e. V.“, die in diesem Jahr bereits zum 18. Mal stattfand und einem guten Zweck dient. Die Gäste spendeten großzügig für die Ossig-Stiftung, die die Kinder- und Jugendmedizin der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach seit vielen Jahren unterstützt, damit die jüngsten Patientinnen und Patienten bestmöglich versorgt werden können. Bislang wurde die gesamte Station nur über einen Monitor überwacht – in Hochphasen mit bis zu vierzehn Frühgeborenen gleichzeitig. Die Anzeigen waren dadurch sehr klein und feine Veränderungen nur schwer zu erkennen. Der zweite Monitor schafft nun deutlich mehr Übersicht: Pro Bildschirm werden im Schnitt fünf Kinder angezeigt, wodurch sich die Darstellung vergrößert und kritische Entwicklungen, wie zum Beispiel Herzrhythmusstörungen, besser sichtbar werden. In den vergangenen Wochen war die Kinderintensivstation außergewöhnlich stark ausgelastet, es mussten 30 zusätzliche Sonderdienste geleistet werden. Umso wichtiger war eine technische Lösung, die das Team optimal unterstützt. „Das neue Überwachungssystem ist für uns ein riesiger Gewinn“, sagt die pflegerische Leitung Nicole Maurer. „Es ist ein zusätzlicher, wachsamer Schutzengel und eine echte Entlastung für unser Team im turbulenten Alltag.“ Mithilfe des neuen, einheitlichen Systems können die Werte aller vierzehn Intensivüberwachungs- und Therapieplätze lückenlos überwacht werden. Dabei werden alle relevanten Vitalparameter wie Herz- und Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung, Blutdruck und Temperatur präzise und übersichtlich angezeigt. Ein integriertes Frühwarnsystem macht mit optischen und akustischen Signalen auf kritische Veränderungen wie Atempausen aufmerksam. Künftig werden auch die Werte automatisch in das Krankenhausinformationssystem übertragen, wodurch eine lückenlose Dokumentation ermöglicht wird. Langfristig tragen außerdem Analysen von Trendkurven, Ereignisprotokollen und Alarmstatistiken zur Qualitätssicherung bei. Die moderne Technik ermöglicht zudem eine leichtere Erweiterung der Überwachungskapazitäten und unterstützt die geplanten Ausbauschritte der Station. „Unterstützung wie diese stärkt nicht nur die technische Ausstattung, sondern auch die Menschen, die hier jeden Tag Herausragendes leisten“, betonte Dr. Karlheinz J. Ossig, Stifter und Vorsitzender der Ossig-Stiftung, bei der Übergabe. „Uns ist es ein großes Anliegen, gerade dort zu helfen, wo jede Verbesserung eine direkte Wirkung auf das Wohl der Kinder und ihrer Familien hat.“ „Das neue Monitorsystem ist ein wichtiger Bestandteil unserer Ausstattung. Es ist auf dem modernsten Stand der Technik und dabei sehr viel komfortabler in der Handhabung. Ganz im Sinne unserer kleinen Patientinnen und Patienten sind wir damit bestens für alle zukünftigen Anforderungen gerüstet“, bedankte sich Dr. Christoph von Buch, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin. Die Kinder- und Jugendmedizin bildet in Kooperation mit der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe das Perinatalzentrum und gewährleistet damit die maximale Versorgungssicherheit für Frühgeborene jeden Reifealters.
Mit roter Nase, viel Herz und einer Prise vorweihnachtlicher Magie sorgten die Clowndoktoren für eine ganz besondere Adventsvisite in den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach. Was sonst nur den jüngsten Patienten auf der Kinderstation im vierten Stock vorbehalten ist, wurde diesmal zum Erlebnis für das ganze Haus. Dr. Tupf, Dr. Muh und Dr. Babette von den „Clowndoktoren e.V.“ aus Wiesbaden waren überall unterwegs, auch in der Küche, der Apotheke, im Labor und der Patientenaufnahme. Vom achten Stock bis in den Keller verschenkten sie kleine „Herzschrittmacher“ (Glitzerherzen), rote Nasen und ein Lächeln. Mit ihrer Mischung aus Humor, Wärme, Musik und leiser Verrücktheit haben sie Momente des Durchatmens geschaffen. Gleichzeitig bildete der weihnachtliche Rundgang der fröhliche Abschluss des Jubiläumsjahres: Seit 15 Jahren besuchen die Clowndoktoren e.V. montags und mittwochs die Kinderstation der Klinik.
Ein süßer Erfolg für einen guten Zweck: Anlässlich seines fünfjährigen Jubiläums hat der EDEKA-Markt Strese in Meisenheim einen Spendenaufruf gestartet und mit einem liebevoll organisierten Waffelverkauf rund 700 Euro für den Kinderförderverein der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach gesammelt. Jetzt wurde die Spende offiziell an den Verein und die Klinik übergeben. Der Waffelverkauf fand bereits im Oktober statt und stieß bei Kundinnen und Kunden auf große Resonanz. Neben dem gesammelten Betrag brachte das EDEKA-Team, vertreten durch die Mitarbeitenden Janine Müller und Ludmilla Christian, außerdem einen prall gefüllten Korb mit Leckereien sowie einen Schutzengel für die Pflegenden der Kinderklinik mit. Eine Geste, die die Mitarbeitenden besonders berührte. Für Ludmilla Christian war die Aktion eine echte Herzensangelegenheit, denn sie engagiert sich seit vielen Jahren selbst im Kinderförderverein und weiß daher, wie wichtig jede Form der Unterstützung für die kleinen Patientinnen und Patienten ist. „Der Verein leistet unglaublich viel für die Kinderklinik. Uns war es wichtig, an unserem Jubiläum nicht nur zu feiern, sondern auch etwas zurückzugeben“, erklärte sie bei der Übergabe. Der Kinderförderverein der Kinderklinik unterstützt seit vielen Jahren Projekte und Anschaffungen, die den Aufenthalt junger Patientinnen und Patienten sowie ihrer Familien erleichtern – von zusätzlichem Spielmaterial über moderne Ausstattung bis hin zu besonderen Aktionen, die Mut machen. Die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach bedanken sich herzlich für das Engagement des gesamten EDEKA-Teams und die großzügige Unterstützung durch die Kundschaft. Solche Aktionen zeigen, wie stark die regionale Verbundenheit ist und was gemeinsam alles bewegt werden kann.
Busenfreundinnen trinken gerne ein Glas Sekt miteinander und das prickelnde Getränk steht für Lebensfreude. Das hatte die befreundeten Winzerinnen Eva Müller und Patricia Palums auf die Idee gebracht, einen Sekt für ein karitatives Projekt herzustellen, mit anhaltendem Erfolg. Zum zweiten Mal konnte jetzt Eva Müller einen Spendenscheck an Dr. Gabor Heim, Leiter des Brustkrebszentrums Nahe der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach, überreichen. Die Spende soll für die weitere Ausstattung und Verschönerung des Patientinnenzimmers im Brustzentrum der Gynäkologie eingesetzt werden, freute sich Dr. Heim. Die stolze Summe von 1.300 Euro ist beim Verkauf des Sektes, einer Cuvée aus Weißburgunder und Chardonnay zusammengekommen. Jeweils ein Euro floss vom Verkaufserlös einer Flasche, dazu hatten viele Kunden bereitwillig einen Obolus für die gute Sache oben aufgelegt und das Weingut Müller hat den Betrag noch einmal aufgerundet. Es war schon die zweite Auflage des Busenfreundinnensektes. Im Sommer 2022 hatten die ehemalige Deutsche Weinprinzessin und ihre Freundin Patricia, die 2015 rheinhessische Weinprinzessin war, bereits eine Spende von 500 Euro aus dem Sektverkauf an das Brustkrebszentrum Nahe übergeben können. Und die Geschichte des Benefiz-Sektes reicht noch weiter zurück: sie beginnt 2013 damit, dass sich die Jungwinzerinnen Eva und Patricia in der Berufsbildenden Schule für Agrarwirtschaft des DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück in Bad Kreuznach kennenlernen. Zwischen den beiden entstand eine Freundschaft und sie waren sich ziemlich schnell einig, dass sie ein gemeinsames Weinprojekt in die Tat umsetzen wollten. Im Herbst 2020 war es soweit: Im Weingut von Evas Eltern, Hermann und Jutta Müller in Wöllstein wurden Trauben für einen Sektgrundwein geerntet. Der Benefit entstand dabei daraus, dass die Erntehelfer auf ihren Lohn verzichteten, dafür konnten die Freundinnen 250 Euro an die Stiftung Kinderhospiz Bärenherz spenden. Ein trauriger Anlass im Jahr 2021 – der Tod einer Freundin, die an Brustkrebs erkrankt war – veranlasste Eva Müller und Patricia Palums ihr Sekt-Projekt umzuwidmen. Die erste Auflage der Sekt-Cuvée Busenfreundinnen wurde mit passendem Etikett ausgestattet und als „brut nature“ ausgebaut. Inzwischen sind 1000 Flaschen Busenfreundinnensekt verkauft, aber das Projekt soll weiterlaufen. Eva Müller, die auch Mitglied des Vinissima-Netzwerks für Frauen und Wein ist, hat schon weitere Ideen für die Aktion. Und eine Vinissima-Kollegin, die auch Brustkrebsbetroffene ist und dazu ein Buch veröffentlicht hat, schenkte den Sekt bei Lesungen aus. Die nächste Auflage des Busenfreudinnensektes ist ein trockener Rosé-Sekt, wieder eine Cuvée, dieses Mal aus Weiß – und Spätburgunder. Ein Dankeschön der Winzerinnen für die Unterstützung beim Projekt bisher geht an die Druckerei Medinger und Maria Fronhöfer für die Etikettengestaltung und an Michael Binzel vom Weingut Binzel, der sie bei Versektung unterstützt hatte.
Wie geht es Ihnen – soll ich Ihnen helfen und Sie zur Toilette begleiten?“ fragt Cathrin Hoff, Stationsleitung der Inneren Medizin 1R der Diakonie Kliniken Hunsrück, als sie Herrn H. an der Bettkante sitzen sieht. Der ältere Patient ist kurz zuvor aufgewacht, noch etwas wackelig nach dem Eingriff. „Das ist noch mal gut gegangen“, sagt Hoff erleichtert. „Gut, dass mich das neue System gewarnt hat. Nach einer Narkose sind viele Patientinnen und Patienten zunächst geschwächt und desorientiert – so konnte ich eingreifen, bevor etwas passiert.“ Weniger Stürze, mehr Sicherheit Die Diakonie Kliniken Hunsrück haben auf Station der Inneren Medizin ein digitales Frühwarnsystem eingeführt, dass die Patientensicherheit deutlich erhöht. Auf der 34 Betten-großen Station werden viele ältere Menschen, oft mit mehreren chronischen Erkrankungen, behandelt – eine Patientengruppe mit einem besonders hohen Risiko für Stürze. Das Mobilitäts-Monitoring-System des Schweizer Unternehmens QUMEA nutzt 3D-Radarsensoren, die selbst kleinste menschliche Bewegungen im Raum erfassen. Die Daten werden mit Hilfe von künstlicher Intelligenz verarbeitet. „Erkennt das System, dass eine Patientin in Zimmer 1 versucht, das Bett zu verlassen oder sich ein Patient in Bett 2 sehr stark bewegt, erhalten wir sofort ein Signal. Das hilft uns, frühzeitig zu handeln und Stürze zu verhindern.“, so Hoff weiter. Vorausgegangen war eine mehrmonatige Testphase, bei der alle Zimmer vollständig mit Radarsensoren ausgestattet wurden. Das Ergebnis: 50 Prozent weniger Stürze und eine spürbare Unterstützung des Personals im Pflegealltag. Privatsphäre und Datenschutz im Fokus Das System arbeitet vollständig anonym: Keine Kameras, keine Mikrofone, keine Aufzeichnung von Bild- oder Tondaten. Es handelt sich um ein geschlossenes, verschlüsseltes System, das keine personenbezogenen Daten speichert und die Privatsphäre der Patientinnen und Patienten vollständig wahrt. Das System gibt lediglich ein Signal, wenn ein potenzielles Sturzrisiko besteht. „Wir sind sehr zufrieden mit dem System. Es verbessert die Sicherheit spürbar – ohne in die Privatsphäre und Selbstbestimmung der Menschen einzugreifen“, erklärt Pflegedirektorin Daria Joanna Ricke. Weiterer Ausbau in Planung Auch andere Einrichtungen der Stiftung kreuznacher diakonie – darunter weitere Kliniken sowie Einrichtungen der Senioren- und Behindertenhilfe – prüfen derzeit die Einführung solcher digitalen Frühwarnsysteme. Damit zeigt der größte freigemeinnützige Träger medizinischer und sozialer Einrichtungen in Rheinland-Pfalz, dass technologischer Fortschritt und menschliche Zuwendung zusammengehören. Für weniger Stürze, mehr Sicherheit und mehr Zeit für das, was Pflege ausmacht: Nähe.
Nach der Fusion der beiden Kreuznacher Krankenhäuser fand Ende November das erste Kreuznacher Notfallmedizin-Symposium in den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach statt. Einen ganzen Tag lang kamen Ärztinnen und Ärzte, Mitarbeitende aus der Luft- und Bodenrettung, Medizinstudierende sowie Auszubildende in der Ringstraße zusammen, um sich gemeinsam fortzubilden, auszutauschen und wichtige notfallmedizinische Fähigkeiten zu trainieren. Die ganztägige Veranstaltung bot ein breites Spektrum an praxisnahen Vorträgen, Fallbeispielen und Workshops – mit dem gemeinsamen Ziel, die Akutversorgung von Patientinnen und Patienten vom Unfallort bis ins Krankenhaus weiter zu verbessern. Im Mittelpunkt standen Themen wie Atemwegsmanagement, die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Brustschmerzen oder die Kontrolle großer Blutungen. Diese wurden zunächst theoretisch vorgestellt und anschließend in Kleingruppen geübt. „Notfallmedizin bedeutet, in Sekunden das Richtige zu tun. Dafür braucht es Wissen, Routine und vor allem Teamwork“, betonen die Anästhesisten Dr. Sarah Teßmer und Dr. Christoph Süss-Havemann, die das Symposium initiiert und organisiert haben. Besondere Aufmerksamkeit erhielten die praxisorientierten Trainingsstationen. Die Teilnehmenden übten einen Luftröhrenschnitt an Schweinehälsen, sicherten Atemwege unter erschwerten Bedingungen und legten Aderpressen - sogenannte Tourniquets - an. Alles essenzielle Maßnahmen zur sicheren Versorgung in Notfallsituationen. „Wir wollen realistische Trainingsbedingungen schaffen, damit unsere Mitarbeitenden für den Ernstfall gut vorbereitet sind“, sagt Dr. Veit Kürschner, Chefarzt der Anästhesie der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach. Das Symposium bot darüber hinaus einen wichtigen Einblick in moderne Rettungstechnik. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, Intensivtransport-Fahrtragen sowie lebensrettende Geräte wie Defibrillatoren, EKGs und Beatmungsgeräte kennenzulernen. „Auch die Nachwuchsförderung ist für uns ein zentraler Baustein. Wir wollen jungen Menschen zeigen, wie spannend und verantwortungsvoll die Notfallmedizin ist“, so Kürschner. Zum Erfolg der Veranstaltung trug vor allem auch die enge Zusammenarbeit mit den regionalen Hilfsorganisationen bei. Der DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe, der ASB Bad Kreuznach und der Rettungsdienst Corneli unterstützten das Symposium mit großem Engagement. Interprofessionelle Referentinnen und Referenten sowie Tutorenteams sorgten dafür, dass die Zusammenarbeit der verschiedenen Bereiche der Notfall- und Akutmedizin noch weiter gestärkt wurde. „Genau dieser Austausch macht unsere regionale Versorgung stark“, ergänzt Dr. Christoph Süss-Havemann. Die Resonanz der Teilnehmenden war durchweg positiv. Angesichts des großen Interesses blicken die beiden Notfallmediziner aus der Abteilung für Anästhesie bereits nach vorne: Für das kommende Jahr ist ein zweites Kreuznacher Notfallmedizin-Symposium geplant. Ziel ist es, die Versorgungskette vom Unfallort bis zur stationären Behandlung weiter zu stärken und das gemeinsame Verständnis für Abläufe und Anforderungen in der Notfallmedizin zu vertiefen.
SIMMERN. „Auf Wiederseh‘n, Herr Doktor“, ein Schlager von Paul O'Montis aus den Dreißigerjahren, eigens umgedichtet und vorgetragen von der Leiterin der Zentralen Notaufnahme, Dr. Stephanie Zang, war der Schlusspunkt der festlichen Verabschiedung Dr. Kay Goerke. Der Chefarzt für Gynäkologie und Geburtshilfe an den Diakonie Kliniken Hunsrück geht Ende des Jahres in den Ruhestand. Ein Abschied der spürbar werden lässt, was der Frauenarzt für die Familien, aber auch für „seine“ Klinik bedeutet hat. Goerke, der seit 2017 die Abteilung leitete, verabschiedete sich mit klaren Worten: „Ich gebe meine Aufgaben, die ich gerne erfüllt habe, in hervorragende Hände.“ Damit leitete er die offizielle Einführung seines Nachfolgers Dr. univ. Tamerlan Aliev über, der die Abteilung bereits seit September führt und viele Jahre eng mit Goerke zusammengearbeitet hat. Dr. Kay Goerke prägte die Klinik maßgeblich. Unter seiner Führung entwickelte sich die Abteilung zu einer wichtigen Säule der regionalen medizinischen Versorgung. „Die Gynäkologie und Geburtshilfe ist ein zentraler Baustein für Frauen aller Altersgruppen und Familien im Hunsrück. Der gute Ruf der Abteilung und das breite Leistungsspektrum helfen, auch abseits der medizinischen Versorgung, den Hunsrück als Lebensmittelpunkt attraktiv zu gestalten“, betonte Geschäftsführerin Carina Esch in ihrer Rede. Ein Anspruch, den der scheidende Chefarzt mit fachlicher Kompetenz und menschlicher Nähe mit Leben füllte. Die leitende Hebamme Annika Greis erinnert sich: „Sie waren und sind der ruhende Pol im hektischen Klinikalltag – immer präsent, kompetent und zuverlässig. Sie haben uns gezeigt, dass Vertrauen und Ruhe oft mehr bewirken als jedes Eingreifen. Damit haben Sie in Simmern eine Geburtshilfe geprägt, die wirklich frauenfreundlich und selbstbestimmt ist.“ Die zahlreichen Redebeiträge der Feier machten deutlich, wie sehr Goerke fachlich und menschlich geschätzt wird. Ein besonderer Akzent seiner Abschiedsrede war ein Bezug auf Immanuel Kant: „Ich kann, weil ich will, was ich muss.“ Die vergangenen 40 Jahre, so Goerke, seien geprägt gewesen von der Leidenschaft, genau das zu tun, was er liebe – immer mit dem Ziel, „für jede Patientin das Beste zu erreichen“. Neben seiner medizinischen Arbeit engagierte sich Goerke auch in Gremien wie dem Ethikkomitee, um die christlichen Werte und Haltungen im Klinikalltag zu verankern. Er brachte sich in zahlreiche Projekte ein, darunter die Einführung des hebammengeleiteten Kreißsaals, die Tele-Hebamme und das babyfreundliche Krankenhaus. „Du übergibst heute eine Abteilung, die durch Dich und Deine Handschrift gewachsen ist – fachlich wie menschlich. Wir danken Dir von Herzen für Deine Arbeit, Deine Führung, Deine Geduld und Deine Wärme“, bedankte sich die Ärztliche Direktorin, Dr. Elena Ribel sehr warmherzig bei ihrem langjährigen Kollegen. Mit der Übergabe an Dr. Tamerlan Aliev beginnt für die Abteilung ein neues Kapitel. Die Diakonie Kliniken Hunsrück sehen darin einen wichtigen Schritt, um die hohe Versorgungsqualität zu sichern und die Herausforderungen der kommenden Jahre verlässlich zu gestalten.
Die Firma Wolf Orthopädietechnik aus Bingen spendet 5.000 Euro an den Förderverein der Kinderklinik e.V. der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach. Die Spende wird für den Kauf eines Neugeborenen-Beatmungssystems verwendet. Damit sind nun alle vier Kreißsäle des Krankenhauses mit der wichtigen Atmungsunterstützung ausgestattet was für noch mehr Sicherheit bei der Geburt sorgt. Das Familienunternehmen – gegründet von Gregor Wolf und heute von seinen Söhnen Marius und Lukas Wolf geführt – verzichtet in diesem Jahr bewusst auf Weihnachtsgeschenke für Geschäftspartner. Stattdessen investieren die Brüder den dafür vorgesehenen Betrag in ein Projekt, das ihnen persönlich am Herzen liegt. Seit vielen Jahren arbeiten sie bereits eng mit der Diakonie zusammen. Sie kennen die Klinik und schätzen die Arbeit, die im Perinatalzentrum Level 1 für die Jüngsten geleistet wird. Dr. Edmondo Hammond, Leitender Oberarzt der Kinder- und Jugendmedizin, betont bei der Übergabe die Bedeutung solcher Spenden für die Klinik. Ein Perinatalzentrum, das einen maximalen Versorgungsstandard für Neugeborene jeden Reifealters gewährleistet, sei für viele Kliniken eine große finanzielle Herausforderung. „Medizintechnik, die über das minimal Notwendige hinausgeht, wird im Gesundheitssystem leider nicht refinanziert. Gerade die kleinsten Patientinnen und Patienten brauchen jedoch intensive Betreuung – und die ist oft auch teuer. Deshalb sind wir der Firma Wolf, dem Förderverein und allen Unterstützern unserer Kinderklinik überaus dankbar, dass wir dank ihrer Hilfe immer wieder innovative Angebote schaffen können, von denen unseren kleinen Patienten und ihren Eltern direkt profitieren. Das neue Gerät ermöglicht eine besonders schonende und kontrollierte Beatmung direkt nach der Geburt.“ Gerade in der Weihnachtszeit erhält die Spende eine besondere symbolische Bedeutung: Sie unterstützt jene, die am Anfang ihres Lebens stehen, und macht deutlich, wie wichtig Fürsorge, Nähe und Menschlichkeit gerade für die Kleinsten sind.
Ein großartiger Erfolg für das Team der Orthopädie und Unfallchirurgie der Diakonie Kliniken Hunsrück: Sie sind mit der höchsten Zertifizierungsstufe in Sachen Gelenkersatz ausgezeichnet und dürfen sich ab sofort „Endprothetikzentrum der Maximalversorgung“ (EPZmax) nennen. Damit gehört die Klinik zu den 13 Einrichtungen in Rheinland-Pfalz, die die strengen Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) erfüllen. Das Zertifikat der EndoCert-lnitiative steht für höchste medizinische Kompetenz, geprüfte Qualität und messbare Patientensicherheit bei den in Simmern durchgeführten Gelenkersatzoperationen. Entscheidend ist dabei nicht allein die Zahl der Operationen, sondern die Erfahrung jedes einzelnen Operateurs. Die Klinik hat gleich fünf davon. Die Senior-Hauptoperateure Dr. Erik Rothenbach (Chefarzt und Leiter des EPZmax), Dr. Markus Goldhofer (Leitender Oberarzt) und Dr. Daniel Faber (Oberarzt und Koordinator des EPZmax) müssen jährlich mindestens 100 endoprothetische Eingriffe im Jahr nachweisen. Hinzu kommen die beiden Hauptoperateure und Oberärzte Christian Ley und Manuel Lincke, die jeweils mindestens 50 Eingriffe erbringen müssen. In den letzten fünf Jahren hat sich die Zahl der Endoprothetik-Operationen auf deutlich über 900 fast verfünffacht. Sowohl bei der Versorgung mit Knie- als auch mit Hüftprothesen verzeichnet Simmern einen deutlichen Anstieg der Patientenzahlen. Dies ist eine Konstanz, die für Qualität, Routine und Sicherheit steht. Doch Zahlen erzählen nicht die ganze Geschichte. Zu den Qualitätskriterien eines EPZmax gehören neben den Fallzahlen und Qualifikationen der Operierenden auch eine moderne medizinische Ausstattung, innovative minimalinvasive Operationstechniken und eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit. Chefarzt Dr. Erik Rothenbach betont: „Uns geht es nicht um die Statistik. Wir operieren Menschen mit einer eigenen individuellen Geschichte, persönlichen Fragen und Sorgen. Deswegen werden wir weiterhin alles tun, um mit moderner Medizin, Menschlichkeit und individuellen Therapien unsere Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen.“ Bestes Beispiel für eine patientenzentrierte Versorgung ist das vor fünf Jahren eingeführte Endo-Fast-Track-Verfahren. Es handelt sich um einen strukturierten, wissenschaftlich fundierten Behandlungspfad, der Patientinnen und Patienten auf dem Weg zurück in den Alltag begleitet. „Fast Track“ – zu Deutsch „Überholspur“ – steht für schnellere Erholung, weniger Komplikationen und eine höhere Lebensqualität nach einem operativen Eingriff. Ein Baustein ist die Patientenschule, die die Patienten umfassend auf geplante Gelenkoperationen vorbereitet. Während der Operation selbst setzt das Team auf minimalinvasive, gewebeschonende Techniken und moderne Narkoseverfahren, die eine schnellere Erholung ermöglichen. Noch am Tag des Eingriffs beginnen die ersten physiotherapeutischen Übungen. Die schnelle Mobilisation soll den Heilungsverlauf positiv beeinflussen und beschleunigen. Das Ergebnis überzeugt: Zum dritten Mal in Folge liegt die Weiterempfehlungsquote der Patientinnen und Patienten bei 100 Prozent. Ein starkes Zeichen für medizinische Exzellenz, Teamgeist und gelebte Menschlichkeit. „Das erfolgreiche Überwachungsaudit und die Ernennung zum EPZmax sind ein Gemeinschaftsergebnis aller Kolleginnen und Kollegen, Mein herzlicher Dank gilt insbesondere unserem Zentrumskoordinator, Herrn Dr. Faber, und unserer Pflegedirektorin Frau Ricke. Noch dankbarer bin ich über die sehr positiven Rückmeldungen unserer Patientinnen und Patienten. Für uns alle ist es ein großartiges Gefühl, wenn sie schmerzfrei und zufrieden nach Hause gehen.“ Auch Geschäftsführerin Carina Esch zeigt sich stolz über die Auszeichnung: „Diese Zertifizierung ist eine großartige Bestätigung für das medizinische Können und das außergewöhnliche Engagement des pflegerischen und ärztlichen Teams. Mein herzlicher Glückwunsch gilt allen Beteiligten. Unser gemeinsamer Anspruch ist es, Patientinnen und Patienten in Simmern nicht nur medizinisch exzellent, sondern auch menschlich gut zu betreuen.“ Mit dem Status als EPZmax stellt Simmern seine herausragende Stellung in der Region unter Beweis – nicht nur für Patientinnen und Patienten, die mittlerweile auch von der Mosel, dem Mittelrhein und dem Mainzer Raum kommen, sondern auch für den medizinischen Nachwuchs. Als Lehrkrankenhaus der Universität Mainz und Weiterbildungsstätte bietet die Klinik jungen Medizinerinnen und Medizinern eine attraktive Perspektive für ihre fachliche Entwicklung – und stärkt zugleich die Gesundheitsversorgung im Rhein-Hunsrück-Kreis.
Als Bastian vor neun Jahren in der 26. Schwangerschaftswoche in den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach geboren wurde, war er kaum größer als ein Kugelschreiber. Er wog 670 Gramm, passte fast in eine Hand und war ein Kämpfer. Heute geht der Junge aus Dickenschied (Rhein-Hunsrück-Kreis) in die dritte Klasse in Gemünden, kickt mit seinen Freunden auf dem Fußballplatz, fährt Rad und liebt Nudeln, Pizza, Pommes und Chicken Nuggets – ein Kinderleben, wie es sich die Eltern immer gewünscht haben. Insgesamt 93 Tage verbrachte Bastian mit seinen Eltern im Krankenhaus, davon 72 auf der Kinderintensivstation der Diakonie. „Eine Kinderkrankenschwester hatte damals die Idee, Bastian mit einem roten Kugelschreiber im Inkubator zu fotografieren, um seine Entwicklung sichtbar zu machen“, erinnert sich seine Mutter Nadine Staudt: „Daraus ist eine ganze Serie entstanden und ein Symbol für seinen Weg.“ Auch neun Jahre später ist die Familie mit dem Team der Kinderintensivstation noch immer eng verbunden. „Jedes Mal, wenn ich diese Station betrete, kommen die Erinnerungen zurück, an die Angst, aber auch an die Wärme und das unglaubliche Engagement des Teams“, schwärmt sie. Aus den intensiven Wochen im Krankenhaus sind Freundschaften entstanden, zu den Pflegefachkräften, Ärztinnen, Ärzten sowie den anderen Frühchen-Eltern. Bastian ist heute ein Junge, der voller Energie durchs Leben geht – kein bisschen schüchtern, ziemlich selbstbewusst und voller Bewegungsdrang. Zwar sind die Folgen der Frühgeburt in manchen Bereichen noch zu spüren, doch Bastians Entwicklung zeigt, was Geduld, Liebe und konsequente Förderung bewirken können. Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie gehörten in den ersten Jahren zum Alltag und auch jetzt noch sind Therapien und Arzttermine nötig. Familie Staudt nutzte jede Chance, um ihrem Sohn den besten Start ins Leben zu geben. „Wir möchten anderen Eltern, die sich vielleicht in der gleichen Situation wie wir damals befinden, Mut machen, ihr Kind in jeder Hinsicht zu fördern und ihm Zeit zu geben. Vieles kann man aufholen, wenn man früh unterstützt und dranbleibt“, rät die erfahrene und stolze Mama. Dr. Edmondo Hammond, Leitender Oberarzt der Kinder- und Jugendmedizin, kennt Bastian seit seiner Geburt und freut sich über den Besuch seines ehemaligen Patienten: „Wenn man Kinder wie Bastian heute so fröhlich und munter durch die Flure laufen sieht, ist das ein bewegender Moment.“ In den vergangenen Jahren habe sich die Frühgeborenenmedizin enorm weiterentwickelt. Die Überlebenschancen und die Lebensqualität seien heute deutlich besser, erklärt der Neonatologe: „Wir gehen heute weniger invasiv vor, beobachten, wie die Kinder sich verhalten, und unterstützen sie gezielt. In meinen Berufsanfängen galten Kinder, die in der 27. Schwangerschaftswoche geboren wurden, als Hochrisikokinder. Jetzt gilt das für Kinder, die in der 23. oder 24. Woche zur Welt kommen.“ Das Perinatalzentrum der Diakonie Kliniken setzt bei der Behandlung auf moderne und feinere Technik sowie schonende Konzepte, wie sanfte Beatmungsverfahren oder die Entbindung an der pulsierenden Nabelschnur, um den frühkindlichen Organismus nicht zu belasten. Dadurch haben sich nicht nur die Überlebenschancen an der Grenze der Lebensfähigkeit verbessert, sondern auch die langfristige Entwicklung vieler Kinder. Die Fachabteilung arbeitet also ehrgeizig daran, immer Level 1 zu sein. „Wir wissen heute, dass das familiäre Umfeld und die Förderung den größten Einfluss auf die Entwicklung von Frühgeborenen haben“, betont Hammond. Deshalb begleitet die Diakonie Familien mit zahlreichen Angeboten: von der sozialmedizinischen Nachsorge, den Frühchen-Treff, über die Frühen Hilfen, die Weiterbehandlung im Sozialpädiatrischen Zentrum bis zu vielfältigen Kursen der Elternschule. Bastians Geschichte zeigt, was alles möglich ist. „Sie beweist, welches Potenzial schon in einem winzigen Körper steckt und dass aus einem viel zu kleinen Anfang Großes werden kann“, sagt Hammond und lächelt stolz über seinen großen Vorzeige-Patienten. Am 17. November, dem Weltfrühgeborenentag, erinnert die Kinderklinik der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach mit einem bunten Aktionstag (13 - 17 Uhr) an die besonderen Bedürfnisse von Frühgeborenen und ihren Familien und feiert Geschichten wie die von Bastian: die eines großen Kämpfers, für den ein roter Kugelschreiber der Maßstab für Leben war.
Die meisten Menschen wünschen sich, ihr Leben dort zu beenden, wo es sich richtig anfühlt: zu Hause. Umgeben von vertrauten Menschen und in ihrem eigenen Rhythmus. Damit dieser Wunsch Wirklichkeit werden kann, braucht es eine professionelle und empathische Betreuung, wie sie das Team des Palliativstützpunktes Rheinhessen-Nahe seit vielen Jahren für schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen leistet. Jetzt hat Adel Karim Antar die ärztliche Leitung des Stützpunktes übernommen. Der 36-jährige Mediziner ist bereits seit Januar 2024 Teil des SAPV-Teams (Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung) der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach und folgt auf Robert Gosenheimer, der den Aufbau und die Entwicklung des Palliativstützpunktes seit seiner Gründung im Jahr 2009 entscheidend geprägt hat und damit eine ambulante palliativmedizinische Versorgung weit über Bad Kreuznach hinaus sichergestellt hat. „Viele Menschen wollen zu Hause bleiben“ Adel Karim Antar ist Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, hat sein Abitur am Lina-Hilger-Gymnasium in Bad Kreuznach gemacht und danach in Bochum studiert. Vor seinem Wechsel nach Bad Kreuznach hat er als Oberarzt auf einer gynäkologisch-onkologischen Station in Mainz gearbeitet. Dort wuchs sein Wunsch, schwerstkranke Menschen und ihre Familien auch im häuslichen Umfeld zu begleiten. Die Palliativmedizin ist für ihn eine zutiefst erfüllende Aufgabe: „Viele unserer Patientinnen und Patienten möchten zu Hause bleiben, auch in ihrer letzten Lebensphase“, sagt Antar. „Unsere Aufgabe ist es, ihnen das zu ermöglichen – medizinische, pflegerisch, aber auch menschlich. Bei unseren Hausbesuchen untersuchen wir nicht nur unsere Patienten, sondern sprechen mit ihnen und ihren Angehörigen auch über Sorgen, Alltagsprobleme und Entscheidungen. Für sie sind wir Tag und Nacht erreichbar, wenn Sorgen oder Fragen auftauchen.“ Neben seiner ärztlichen Tätigkeit engagiert sich der Mediziner als Sprecher der Arbeitsgruppe „Fortbildung und Qualitätssicherung der SAPV Rheinland-Pfalz“, als Gründer des „Hospiz- und Palliativnetzwerkes Rheinhessen-Nahe“ und als Fußballtrainer. Ein Mensch, der Teamgeist auch außerhalb der Klinik lebt. Ein Pionier übergibt den Staffelstab Mit der Übergabe an seinen Nachfolger endet für Robert Gosenheimer ein prägendes Kapitel, aber nicht seine Arbeit für schwerstkranke Menschen. Der erfahrene Mediziner wird weiterhin seine Tätigkeit als Leiter der onkologisch-palliativmedizinische Abteilung fortführen. „Robert Gosenheimer hat über viele Jahre mit großem Einsatz und Herzblut den Palliativstützpunkt aufgebaut und geprägt. Gemeinsam mit seinem Team hat er ein starkes Netzwerk aus langjährigen Kooperationspartnern geschaffen, das Menschen in ihren schwersten Stunden Halt gibt. Dafür danken wir ihm herzlich und freuen uns, dass er weiterhin Teil unserer Klinik-Teams ist“, betont Geschäftsführer Manuel Seidel. Gleichzeitig freut sich Seidel über die Verstärkung im Leitungsteam: „Mit Adel Karim Antar haben wir einen engagierten Nachfolger, der fachlich wie menschlich hervorragend geeignet ist, diese wertvolle Arbeit fortzuführen und weiterzuentwickeln.“ Der Geschäftsführer betont, dass der Bedarf an palliativmedizinischer Versorgung in Zukunft weiter steigen wird. Deshalb wird die Klinik ihre Angebote weiter ausbauen, um noch besser auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort einzugehen. Gosenheimer war einer der ersten Palliativmediziner in Rheinland-Pfalz und hat gemeinsam mit Brigitte Dreher 2009 den Palliativstützpunkt gegründet. Wurden im ersten Jahr 61 Patientinnen und Patienten zu Hause versorgt, sind es heute über 600 Menschen und rund 4000 Hausbesuche jährlich. „Die Aufgaben sind vielfältiger und die gesetzlichen Anforderungen umfangreicher geworden. Gleichzeitig wächst der Bedarf. Es braucht jemanden, der sich vollständig auf die ambulante Palliativmedizin konzentriert,“ erklärt Gosenheimer. „Ich bin dankbar, dass ich mit Adel Karim Antar einen Nachfolger gefunden habe, der diese Aufgabe mit derselben Leidenschaft und Menschlichkeit weiterführt. Das macht es leichter, loszulassen.“ SAPV-Team steht für Medizin, Menschlichkeit und Nähe Das SAPV-Team der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach begleitet Menschen mit schweren, unheilbaren Erkrankungen in ihrem häuslichen Umfeld oder einer Pflegeeinrichtung. Ziel ist, Beschwerden wie Schmerzen, Atemnot oder Ängste zu lindern und die Lebensqualität zu erhalten. Zum Team gehören rund 20 festangestellte Mitarbeitende – Ärztinnen und Ärzte, spezialisierte Pflegekräfte (Palliative-Care-Fachkräfte) und Verwaltungsfachkräfte – sowie eine Vielzahl an Kooperationspartnern aus Medizin, Pflege, Versorgung und Therapie. Neben der medizinischen Versorgung gehören auch Angebote wie Physio-, Kunst- oder Aromatherapie, die Arbeit mit Therapiehunden und Unterstützung bei psychosozialen Fragen zum festen Bestandteil. „Wir sehen den ganzen Menschen – mit seinen Schmerzen, aber auch mit seinen Sorgen, Hoffnungen und Beziehungen“, fasst Antar zusammen. „Unser Ziel ist, dass Leben bis zuletzt lebenswert bleibt – zu Hause, wo das Herz schlägt. Diese Arbeit ist nicht immer leicht, aber sie ist zutiefst erfüllend.“
Inklusiv in die Adventszeit: Weihnachtsmarkt an der Diakonie BAD KREUZNACH. Punsch und Plätzchen, Glühwein und kleine Geschenke – der Adventsmarkt der Stiftung kreuznacher diakonie bietet alles, was man braucht, um in vorweihnachtliche Stimmung zu kommen. Von Dienstag, 2. Dezember, bis Donnerstag, 4. Dezember, ist kleine Platz vor der Diakonie Kirche auf dem Campus jeweils von 12 bis 14 Uhr und von 16 bis 19 Uhr einen Besuch wert. Für hungrige Genießer gibt es heiße Getränke und viel Leckeres, um eine gemütliche Mittagspause zu verbringen oder gut in den Feierabend zu starten. Gleichzeitig wird auch die NaheManufaktur hier mit einem Stand vertreten sein. Die NaheManufaktur verkauft die schönen und sinnvollen Produkte der Tagesförderstätten und der Werkstätten für Menschen mit Beeinträchtigungen, die zur Stiftung kreuznacher diakonie dazugehören. Die Produkte, die beim Weihnachtsmarkt verkauft werden, entstehen im Rahmen ihrer kreativen und inklusiven Arbeitsprozesse. So macht der Besuch des Weihnachtsmarktes an der Diakonie Kirche doppelt Sinn: Er steht für Offenheit, Gemeinschaft, Inklusion und fördert gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen.
Zu Gast bei Antenne Bad Kreuznach anlässlich des Weltfrühgeborenentages BAD KREUZNACH. Anlässlich des bundesweiten Weltfrühgeborenentages waren Dr. Christoph von Buch, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin in Bad Kreuznach, sowie Dr. Julia Winter, Oberärztin im Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ), zu Gast bei Antenne Bad Kreuznach. Beide gaben persönliche Einblicke in ihre Arbeit und stellten den Weltfrühgeborenentag am 17.11.2025 am Standort Ringstraße vor. Weitere spannende Einblicke sowie das gesamte Interview finden Sie hier: https://www.antenne-kh.de/nahe-dran-kreuznacher-diakonie-zum-weltfruehgeborenentag.html
Anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens haben die „Glückskäfer“-Gründerinnen Tanja Antweiler-Best und Sandra Veit zusammen mit dem Team des „Glücksraums“ eine große Benefiz-Tombola mit 600 Preisen organisiert. Der Erlös kommt gleich drei Herzensprojekten zugute, darunter auch dem Förderverein der Kinderklinik der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach, die 900 Euro erhalten. Seit zehn Jahren begleiten die Glückskäfer Familien mit viel Herzblut, Empathie und Fachwissen – von der Babymassage ab der achten Lebenswoche über Bewegungskurse bis hin zur musikalischen Früherziehung für Kleinkinder. Vor über einem Jahr haben Veit und Antweiler-Best mit fünf weiteren Damen den „Glücksraum“ ins Leben gerufen, in dem ebenfalls Kurse und Workshops für Familien angeboten werden. „Mit ihrer Jubiläumsaktion haben sie einmal mehr gezeigt, dass ihr Motto „Mit Herz für Familien“ weit über ihre Kursräume hinauswirkt“, bedankt sich Denise Weimar vom Förderverein bei der offiziellen Spendenübergabe.
Das 1400ste Herzkissen und den 1000sten Drainagebeutel übergab die Selbsthilfegruppe krebserkrankter Frauen aus Idar-Oberstein an die Abteilung für Gynäkologie und Senologie in der Mühlenstraße. Seit vielen Jahren nähen Ernie Weber, Christa Maurer, Brigitte Schuch, Rosi Schramm und Karla Schüßler Herzkissen und Drainagebeutel für Patientinnen des Brustkrebszentrums Nahe der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach. Die farbenfrohen Kissen sind mehr als nur liebevolle Handarbeit. Wegen ihrer besonderen Form mit verlängerten „Ohren“ können sie auf unterschiedliche Arten genutzt werden: Unter dem Arm getragen lindern sie Druck und Schmerzen nach einer Brustkrebsoperation und regen den Lymphfluss an. Sie erleichtern das Liegen auf der Seite und bieten Schutz bei plötzlichen Bewegungen. Außerdem kann das Kissen auch beim Autofahren unter dem Gurt getragen werden. Die Stoffbeutel in bunten Mustern und fröhlichen Farben sind praktische Begleiter, in denen die Drainageflaschen nach dem Eingriff sicher verstaut sind, Sie sind so genäht, dass die Wunddrainagen kaum sichtbar sind und Patientinnen nun gerne wieder kleine Spaziergänge über die Station unternehmen und dabei beide Hände frei haben. „Die Kissen und Taschen sind nicht nur funktional und schön. Sie sind auch Seelentröster für unsere Patientinnen, die in dieser schweren Lebensphase Unterstützung gebrauchen können“, sagt Nicole Leuteritz, pflegerische Abteilungsleiterin. „Jedes Kissen und jeder Beutel wird von einem kleinen Genesungswunsch oder einem zusätzlichen Geschenk begleitet, was unseren Patientinnen immer ein Lächeln ins Gesicht zaubert und jedes Mal aufs Neue berührt. Eine tolle Aktion mit ganz viel Herz!“ Beim Besuch auf der Station tauschen sich die Frauen der Selbsthilfegruppe mit Patientinnen aus, kontrollieren den Sitz der Beutel und verbessern Details. „Vielleicht sollten die Henkel doch lieber 90 Zentimeter lang sein, wenn die Tasche nicht über der Schulter, sondern lieber schräg über dem Kopf getragen wird“, wird gefachsimpelt oder wie Leuteritz lächelnd sagt: „Produktoptimierung mit Herz“. Das Brustkrebszentrum Nahe ist seit 15 Jahren zertifiziert und steht für eine ganzheitliche Behandlung und Begleitung von Patientinnen. Hier arbeiten Gynäkologie, Radiologie, Onkologie, Pathologie, plastische Chirurgie und Psychoonkologie Hand in Hand. „Medizin heilt den Körper“, sagt Leuteritz. „Aber Wärme, Mitgefühl und Menschlichkeit heilen die Seele – und dafür sind diese Herzkissen und Drainagebeutel das schönste Zeichen.“
Mit leuchtenden Augen und einem selbstgemalten Bild in der Hand standen Anni (7) und Matti (5) vor der Tür der Kinderintensivstation der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach. An diesem Ort haben die beiden die ersten, so wichtigen Wochen ihres Lebens verbracht. Gemeinsam mit ihren Eltern, Juliette und Julian Ecker, kamen sie jetzt zurück, um „Danke“ zu sagen – mit einer Spende in Höhe von 2000 Euro an den Förderverein der Kinderklinik e.V. Das Wiedersehen auf der Station war für alle berührend und herzlich. Viele Erinnerungen wurden wach und die Wiedersehensmomente mit den vertrauten Gesichtern freute alle. „Solche Begegnungen sind für uns etwas ganz Besonderes“, betont Dr. Christoph von Buch, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin. „Wir sehen, wofür wir unsere Arbeit tun. Wenn Kinder, die einst einen schwierigen Start ins Leben hatten, heute lachend und gesund hier stehen, ist das das schönste Dankeschön, das man bekommen kann.“ Die Spende, die die beiden ehemaligen „Frühchen“ mitgebracht hatten, kam anlässlich des 40. Geburtstags von Papa Julian Ecker zusammen. Statt Geschenken bat er seine Gäste um eine Spende zugunsten der Kinderstation und des Perinatalzentrums. „Diese Station hat uns das Wertvollste im Leben geschenkt: unsere Kinder“, sagt der Vater gerührt bei der Übergabe. „Wir wollten einfach etwas zurückgeben – als Zeichen unserer tiefen Dankbarkeit für die liebevolle Betreuung und Begleitung, die wir damals erfahren durften.“ Die Geschichte der Familie aus Beltheim (Rhein-Hunsrück-Kreis) berührt. Tochter Anni wurde vor sieben Jahren nach nur 26. Schwangerschaftswochen und mit einem Gewicht von 920 Gramm geboren. „Das war natürlich ein einschneidendes Ereignis für die Eltern, aber Anni war ein echtes „Vorzeigefrühchen“, das sich in den 80 Tagen, die es auf unserer Station verbrachte, prächtig entwickelt hat“, erinnert sich Dr. Edmondo Hammond, leitender Oberarzt, schmunzelnd. Auch Bruder Matti kam deutlich zu früh auf die Welt, er wurde nach 24. Schwangerschaftswochen und mit einem Gewicht von 730 Gramm geboren. Bei ihm waren mehrere spezialisierte Eingriffe an einer Universitätsklinik nötigt, bevor es nach 130 Tagen stationären Krankenhausaufenthalts endlich mit der Familie gemeinsam nach Hause ging. Auch wenn das mitversorgende Zentrum Matti zwischen den Operationen gerne bei sich behalten hätte, entschieden sich die Eltern bewusst, ihren Sohn im Perinatalzentrum in Bad Kreuznach versorgen zu lassen. „Wir haben uns hier sehr gut aufgehoben gefühlt“, erzählt Juliette Ecker. „Das Team war immer für uns da, auch in der schwersten Zeit, als Besuche der Großeltern und Freunde auf der Station während des Corona-Lockdowns nicht möglich waren.“ Die Spende von Familie Ecker geht an den Förderverein der Kinderklinik. Der Verein unterstützt Projekte, die den kleinen Patientinnen und Patienten sowie ihren Familien den Aufenthalt erleichtern, zum Beispiel durch spezielle medizinische Geräte oder Spielangebote. Und während die Erwachsenen über Erinnerungen und Zukunftspläne sprachen, wollten Anni und Matti vor allem eines wissen: „Passen wir eigentlich noch in einen Inkubator?“ – eine Frage, die für ein herzliches Lachen auf der Station sorgte.
„Sie sind Gestalterinnen und Gestalter einer lebenswerten Gesellschaft“ BAD KREUZNACH. Verleihung des Goldenen Kronenkreuzes der Diakonie Deutschland an über 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Luthersaal der Stiftung kreuznacher diakonie in Bad Kreuznach. Das Kronenkreuz ist das einheitliche Erkennungszeichen der Diakonie Deutschland. Seine Bedeutung: das Kreuz als Hinweis auf Not und Tod, die Krone als Zeichen der Hoffnung und Auferstehung. Die Verbindung von Kreuz und Krone soll die Zuversicht zeigen, dass Not überwunden werden kann, weil Jesus Christus Not und Tod überwunden hat. Die Geehrten verkörpern diese Zuversicht und Hoffnung. Sie helfen in Ihren unterschiedlichen Diensten täglich dabei, Not zu überwinden, Zukunft zu gewinnen und begleiten Menschen auf ihrem oft herausfordernden Lebensweg. In den Kliniken, Seniorenheimen und Hospizen, in den Einrichtungen der Eingliederungshilfe, in der Arbeit für Kinder, Familien und obdachlose Menschen und in vielen weiteren Initiativen wird das täglich buchstabiert. Dazu gehören auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der zentralen Dienste der Stiftung kreuznacher diakonie, die den Kolleginnen und Kollegen in den Einrichtungen für ihre fachlichen Tätigkeit den Rücken freihalten. Sie alle sind Hoffnungsschenker, Teamplayer und Ermutiger! Vorstand Andreas Heinrich in seiner Laudatio: „Sie sind Gestalterinnen und Gestalter einer lebenswerten Gesellschaft, ein sichtbares Zeichen dafür, das Nächstenliebe, Würde, Inklusion und Solidarität weiterhin ihren festen Platz in dieser Welt haben. Danke für Ihre Treue und Ihren Dienst für Menschen seit 25 Jahren!“
Das Brustkrebszentrum Nahe der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach hat erneut die anspruchsvolle Zertifizierung der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) bestanden. Mit der erfolgreichen Rezertifizierung bestätigt das Zentrum seine hohe Qualität in Diagnostik, Therapie und Nachsorge – und feiert zudem ein besonderes Jubiläum: Seit 15 Jahren steht es Patientinnen mit Brustkrebs in der Mühlenstraße zur Seite. „Das Zentrum ist ein Leuchtturm für die onkologische Versorgung in Bad Kreuznach“, betont Klinik-Geschäftsführer Manuel Seidel. „Es steht für moderne Medizin, kurze Wege und eine Behandlung, bei der die Patientin als Mensch im Mittelpunkt steht. Dass diese Qualität nun erneut bestätigt wurde, ist eine große Anerkennung für das Team und ein Gewinn für die Menschen in der Region.“ Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Jährlich erhalten rund 70.000 Frauen die Diagnose – eine Zahl, die die Bedeutung spezialisierter Behandlungsangebote unterstreicht. Studien zeigen: Wer in zertifizierten Einrichtungen behandelt wird, hat messbar bessere Heilungschancen und geringere Rückfallraten. Dafür entscheidend sind die enge fachübergreifende Zusammenarbeit, strukturierte Abläufe, moderne Therapieansätze und eine individuell abgestimmte Betreuung. Interdisziplinäre Zusammenarbeit – für jede Patientin die beste Therapie „Die Diagnose Brustkrebs ist für jede Frau ein tiefer Einschnitt. Umso wichtiger ist es, dass sie sich in allen Phasen der Behandlung auf höchste Standards und eine enge persönliche Begleitung verlassen können“, betont Dr. Gabor Heim, der das Brustkrebszentrum leitet. „Unser Anspruch ist eine ganzheitliche Versorgung: medizinisch fundiert, individuell abgestimmt und menschlich zugewandt.“ In wöchentlichen Tumorkonferenzen beraten Expertinnen und Experten aus Gynäkologie, Radiologie, Pathologie, Onkologie und Strahlentherapie über die jeweils beste Behandlung. Jährlich betreut das Zentrum mehrere hundert Patientinnen. Auch Männer mit Erkrankungen der Brustdrüse finden hier spezialisierte Ansprechpartner. Was das Brustkrebszentrum Nahe besonders auszeichnet: Die gesamte Behandlungskette findet unter einem Dach statt: von der Erstdiagnose über Operation, Chemotherapie und Strahlentherapie bis hin zur Nachsorge. Das schulmedizinische Angebot wird durch Kurse und Begleittherapien, etwa zu den Themen Bewegung, Ernährung und seelische Stabilisierung, die Körper und Psyche gleichermaßen stärken, komplettiert. Starke Pflegekompetenz: Speziell geschulte Fachkräfte begleiten die Patientinnen Patientinnen profitieren in Bad Kreuznach zudem von einer besonders hohen pflegerischen Qualifikation. Breast Care Nurses, Pain Nurses, onkologische Fachpflegekräfte, Physiotherapeuten, Psychoonkologen, Seelsorger und Mitarbeitende des Sozialdienstes kümmern sich auf der Station engagiert um die Bedürfnisse der Patientinnen – vom ersten Gespräch bis zur Rückkehr in den Alltag. „Die engmaschige Begleitung durch alle Phasen der Therapien macht uns aus“, betont Stationsleitung Nicole Leuteritz, die das Zentrum seit seiner Gründung begleitet. „Unsere Patientinnen und ihre Angehörigen fühlen sich nicht nur medizinisch gut versorgt, sondern auch menschlich verstanden. Das ist unsere besondere Stärke.“ 15 Jahre Kompetenz – und ein klarer Blick nach vorn Das Brustkrebszentrum Nahe ist seit 2007 Kooperationsstandort der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und seit 2010 regelmäßig DKG-zertifiziert. Es beteiligt sich aktiv an nationalen und internationalen Studien und ermöglicht so den Zugang zu modernen Therapieverfahren auf dem neuesten Stand der Wissenschaft. „Die erneute Auszeichnung ist eine starke Bestätigung für das gesamte Team“, so Dr. Heim. „Wir sind stolz auf das, was wir in den letzten 15 Jahren erreicht haben, und werden auch in Zukunft alles daran setzen, eine leitliniengerechte, individuelle und wohnortnahe onkologische Versorgung auf höchstem Niveau zu bieten.“ Auch Nicole Leuteritz blickt mit Stolz zurück: „Gemeinsam haben wir damals jedes Formular und jede Checkliste aufgebaut. Zu sehen, wie wir uns stetig weiterentwickelt haben und heute diese Qualität erneut bestätigt bekommen, erfüllt mich mit großer Freude.“
SIMMERN. Ein leerer Magen vor einer Operation – das galt jahrzehntelang als unverzichtbar. In den Diakonie Kliniken Hunsrück hat dieses Prinzip nun ausgedient. Stattdessen sorgt ein modernes, wissenschaftlich fundiertes Nüchternheitskonzept für mehr Sicherheit und Komfort in der Zeit vor dem Eingriff. Das neue Verfahren ersetzt die pauschale Regel „ab Mitternacht nichts mehr essen oder trinken“ durch ein individuelles Ampelsystem. Patientinnen und Patienten werden dabei nach Gesundheitszustand, Vorerkrankungen und Art des Eingriffs in drei Gruppen eingeteilt. Wer keine besonderen Risiken hat, bekommt eine grüne Karte und darf – ja, soll – bis kurz vor der Operation klare Flüssigkeiten trinken: Wasser, Tee, klare Säfte oder Kaffee mit einem Schuss Milch sind erlaubt. Für Patientinnen und Patienten mit bestimmten Einschränkungen gibt es die gelbe Karte mit individuell festgelegten Zeiten und Getränken. Nur in wenigen Fällen gilt weiterhin die rote Stufe, bei der nichts mehr aufgenommen werden darf. Hinter der Idee steckt ein einfaches Ziel: mehr Sicherheit und weniger Belastung. Denn wer ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt, geht körperlich stabiler in die Narkose. Das Risiko, insbesondere bei älteren Menschen, für Kreislaufprobleme, Stürze oder Verwirrtheitszustände nach der Operation sinkt deutlich. Auch die Erholung verläuft oft schneller. „Unser Ziel ist es, die Zeit vor einer Operation für unsere Patientinnen und Patienten so sicher, aber auch so angenehm wie möglich zu gestalten“, erklärt Anästhesistin und Chefärztin Dr. Elena Ribel. „Die bisherige strikte Nüchternheit über viele Stunden war medizinisch oft nicht mehr notwendig und kann sogar Risiken bergen. Wir merken, dass sich die Patientinnen und Patienten wohler fühlen, weniger gestresst sind und gestärkt in den Eingriff starten.“ Das neue Konzept ist klar strukturiert: Die Nüchternheitskarte wird schon beim Aufklärungsgespräch überreicht. So wissen auch Angehörige, was erlaubt ist, und können unterstützen. Alle Beteiligten – Pflege, OP-Management, Anästhesie und Ärztinnen und Ärzte – arbeiten eng zusammen, um den Ablauf sicher und transparent zu gestalten. Das wird auch von den neuen europäischen Leitlinien unterstützt, dieses Vorgehen als sicher bestätigen. Für das Team der Diakonie Kliniken Hunsrück ist die Einführung ein bedeutender Schritt. „Wir freuen uns sehr, dass wir dieses patientenorientierte Konzept gemeinsam etabliert haben“, betont Pflegedirektorin Daria Joanna Ricke. „Es zeigt, wie moderne Medizin, Fürsorge und Teamarbeit Hand in Hand gehen – zum Wohle unserer Patientinnen und Patienten.“
Kaffee, Hörgerät und Wassereis BAD KREUZNACH. Wer schon einmal operiert wurde, kennt sie noch, die alte Anweisung: „Ab Mitternacht nichts mehr essen oder trinken.“ In den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach gilt das längst nicht mehr. Statt leerem Magen und trockener Kehle setzt das Team um Dr. Veit Kürschner, Chefarzt für Anästhesie, Intensivmedizin, Schmerztherapie und Palliativmedizin, auf ein modernes Nüchternheitskonzept. Es basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, erhöht die Sicherheit und soll das Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten verbessern. Was hat sich konkret geändert - und warum ist das wichtig? Dr. Veit Kürschner: Wir wollen das Risiko geringhalten, dass Mageninhalt während der Narkose in die Lunge gelangt und dort möglicherweise Schaden anrichtet. Daher ist die „Nüchternheit“ vor der Operation grundsätzlich wichtig. Aber wir haben in den letzten Jahren einiges an Erkenntnissen gewonnen und beispielsweise gelernt, dass Flüssigkeiten in der Regel den Magen viel schneller verlassen als wir früher angenommen haben. Für feste Nahrung gilt immer noch: Sie ist nur bis sechs Stunden vor der OP erlaubt, Kinder dürfen nach unseren neuesten Leitlinien bis vier Stunden vorher noch eine kleine Mahlzeit essen, wie beispielsweise einen Apfel, einen Joghurt oder eine Scheibe Toast. Wichtiger noch ist das Trinken. Klare Flüssigkeiten, also Wasser, Tee, Apfelsaft oder auch Kaffee mit einem Schuss Milch sind erlaubt und dürfen, ja sollen, sogar bis zum Abruf in den Operationssaal getrunken werden. Das ist nicht nur gut fürs Wohlbefinden, sondern auch für die Gesamtsituation des Körpers und des Kreislaufs, dient also unter diesem Aspekt sogar der Patientensicherheit. Wir sehen weniger Verwirrtheitszustände bei älteren Menschen, weniger Stürze, und auch weniger „gestresste“ Patientinnen und Patienten, wenn noch vor dem Eingriff noch getrunken wurde. Nur eines sollte man vor der OP nicht vergessen: den Toilettengang. Viele Patienten fragen sich: Brille, Hörgerät, Zahnprothese – ja oder nein im OP? Dr. Veit Kürschner: Ganz klar: ja. Brille und Hörgerät dürfen mit in den OP, denn sie helfen bei der Orientierung und damit dem Wohlbefinden. Gerade bei älteren Menschen ist es wichtig, dass sie sofortige Unterstützung erhalten, um sich zurecht zu finden und dafür sind Brille und Hörgerät entscheidend. Auch eine Zahnprothese kann auf Wunsch getragen werden. Und sollte sie vor der Narkose doch herausgenommen werden müssen, passiert das gemeinsam im OP und nach dem Aufwachen können die Patienten sie direkt auch wieder selbst einsetzen. Das Wohlbefinden unserer Patienten steht bei uns also genauso im Fokus wie die Anwendung moderner Medikamente und sicherer Technik, um maximale Sicherheit des Patienten zu gewährleisten. Apropos Wohlbefinden – gibt es deshalb im Aufwachraum ein Wassereis? Dr. Veit Kürschner: Nicht nur! Wir wissen heute, dass das Trinken von Wasser, das Knabbern an Salzstangen oder Waffeln oder einfach Kaugummi kauen die Magen-Darmtätigkeit anregen und die Regeneration unterstützen. Und ja – ein Wassereis, besonders mit Cola-Geschmack, versorgt den Körper mit etwas Flüssigkeit, Energie und sorgt zusätzlich für gute Laune nach einem Eingriff. Das gilt für Kinder genauso wie für Erwachsene. Die neuen Leitlinien zeigen: Medizin entwickelt sich weiter – immer im Dienst der Sicherheit und des Wohlbefindens der Menschen. Oder, wie Dr. Veit Kürschner es zusammenfasst: „Moderne Medizin bedeutet für uns, wissenschaftliche Erkenntnisse mit Menschlichkeit zu verbinden. Das ist die beste Form von Fortschritt.“
Das zertifizierte Darmkrebszentrum Nahe an den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach hat erfolgreich das jährliche Überwachungsaudit bestanden und damit seine hohe medizinische und pflegerische Behandlungsqualität eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Das Zentrum ist bereits seit 2008 zertifiziert und erfüllt kontinuierlich die anspruchsvollen Kriterien der Deutschen Krebsgesellschaft. Von der Diagnosestellung über die Behandlungs- und Operationsplanung bis zur Festlegung der Maßnahmen nach der OP arbeiten die Expertinnen und Experten der Allgemein- und Viszeralchirurgie, der Gastroenterologie, der Onkologie und Hämatologie sowie der Radiologie und Strahlentherapie eng zusammen. Unterstützt werden sie von spezialisierten Fachpflegekräften, Sozialarbeitern, Psychoonkologen, Ernährungsberatern, Physiotherapeuten und vielen weiteren Netzwerkpartnern. In den wöchentlich stattfindenden interdisziplinären Tumorkonferenzen werden alle Fälle detailliert besprochen und für jede Patientin und jeden Patienten das individuelle Therapiekonzept „maßgeschneidert“. Das Darmkrebszentrum Nahe ist ein zentraler Baustein der regionalen Gesundheitsversorgung. Unter der Leitung von Dr. Gunnar Proff (Chefarzt für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie) sowie den Koordinatoren Dr. Arnold Nißen (Oberarzt Viszeralchirurgie) und Dr. Marcus Dahlem (Kommisarischer Leiter Innere Medizin/Gastroenterologie), werden alle bösartigen Erkrankungen des Dick- und Mastdarms behandelt. Darüber hinaus besteht eine hohe Erfahrung in der Behandlung von Tumoren anderer innerer Organe, wie der Bauchspeicheldrüse, dem Magen und der Leber. „Durch das Überwachungsaudit wurde erneut bestätigt, dass wir uns nicht nur auf einem sehr hohen Niveau bewegen, sondern dieses auch nachhaltig sichern können. Für unser gesamtes Team ist das auch ein Ansporn, die interdisziplinäre Zusammenarbeit und den Ausbau patientenzentrierter Angebote in Bad Kreuznach weiter voranzutreiben, um auch in Zukunft eine optimale Versorgung – von der Diagnose bis zur Nachsorge – sicherzustellen“, betont der Zentrumsleiter Dr. Gunnar Proff. In ihrem Bericht hoben die Auditoren neben der guten Zusammenarbeit aller Fachdisziplinen die „einzigartige konsequente Nachuntersuchung aller Zentrumspatienten“ sowie die „sehr gute Zusammenarbeit mit dem Krebsregister des Landes“ hervor. Die Langzeitbetreuung ermöglicht eine transparente Verlaufskontrolle, die frühzeitige Erkennung von Rückfällen und die kontinuierliche Optimierung der Behandlungspfade. „Das Ergebnis des erfolgreichen Überwachungsaudits verdeutlicht, dass sich die Diakonie Kliniken in einem kontinuierlichen Verbesserungs- und Weiterentwicklungsprozess befinden – zum Wohle ihrer Patientinnen und Patienten. Ich danke nicht nur allen Beteiligten für die sehr gute Vorbereitung und Durchführung des Audits, sondern insbesondere unseren hochmotivierten Ärzte- und Pflegeteams sowie unseren verbundenen Kooperationspartnern. Hinter dieser Zertifizierung stehen Menschen, die täglich dafür sorgen, dass die uns anvertrauten, von einer Krebserkrankung betroffenen Menschen sensibel und professionell begleitet werden“, sagt Manuel Seidel, Geschäftsführer der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach. Für die Region sind die Diakonie Kliniken als onkologisches Schwerpunktkrankhaus mit dem zertifizierten Darm- und Brustkrebszentrume eine verlässliche Anlaufstelle für Betroffene, die eine Behandlung auf höchstem Niveau suchen.
Ein bekanntes Gesicht in neuer Position: Olga Keilmann ist neue stellvertretende Pflegedirektorin der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach. Seit Anfang September übernimmt sie die Verantwortung für die Mitarbeitenden in der Pflege und in den Funktionsbereichen am Standort in der Mühlenstraße. „Ich freue mich sehr über die gemeinsame Zusammenarbeit mit Olga Keilmann. Sie kennt die Diakonie und unsere Strukturen, mit ihren umfangreichen Erfahrungen in der Pflege als auch in der Leitung ist sie ein großer Gewinn für unsere Kliniken“, unterstreicht Pflegedirektorin Jutta Magmer-Melaas. Olga Keilmann (42) ist der Stiftung kreuznacher diakonie seit vielen Jahren verbunden. Ihre Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpflegerin absolvierte sie an den Schulen für Gesundheits- und Pflegeberufe und war anschließend in der Abteilung für Innere Medizin und in der Zentralen Notaufnahme tätig. Nach 13 Jahren wechselte sie als Führungskraft in eine Bad Kreuznacher Senioreneinrichtung. Nun ist die geprüfte Fachwirtin im Gesundheits- und Sozialwesen zurück in der Diakonie. Sie kennt Herausforderungen, die der Pflegealltag mit sich bringt und bringt neben umfassenden Erfahrungen in der Akutpflege auch den Blick aus der Langzeitpflege mit. Die ersten Wochen sind für Olga Keilmann wie im Fluge vergangen: „Von Anfang an habe ich mich willkommen gefühlt, die Kolleginnen und Kollegen haben mir den Wieder-Einstieg leicht gemacht. Jetzt gehe ich mit großer Motivation und Freude an meine neuen Aufgaben. Der Pflegeberuf ist für mich persönlich immer noch das schönste Berufsfeld. Wir arbeiten jeden Tag in multiprofessionellen Teams, um Menschen mit all unserem Wissen und Können zu helfen. Deshalb ist es mir wichtig, unsere Mitarbeitenden zu fördern, zu stärken und sie in Entscheidungsprozesse mit einzubinden. Nur zusammen gelingt es uns, unsere Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen.“ Als stellvertretende Pflegedirektorin unterstützt sie Jutta Magmer-Melaas bei der strategischen Ausrichtung der Pflege und damit einer zuverlässigen pflegerischen Versorgung in der Region. Daran arbeiten in den Diakonie Kliniken rund 1.100 Mitarbeitende in der Pflege mit – die größte Berufsgruppe im Krankenhaus.
Es gibt Szenarien, in denen sich ein Krankenhaus in Sekunden auf das Unvorhersehbare einstellen muss. Um solche Gefahren- und Schadenslagen bewältigen zu können, braucht es eine gute Vorbereitung, einen klaren Alarm- und Einsatzplan und Mitarbeitende, die den Plan kennen und regelmäßig üben. Genau das haben die Diakonie Kliniken Hunsrück in einer groß angelegten Übung mit Feuerwehr, Gesundheitsamt, Rettungsdienst und Polizei gezeigt: die klinische Erstversorgung eines Patienten mit einem Viralen Hämorrhagischen Fieber und dem Verdacht auf Ebola. Normalerweise würden Patienten mit Verdacht auf eine hochansteckende Erkrankung in eine Sonderisolierstation der Universitätsmedizin Frankfurt gebracht werden. In dieser Übung war aber vorgesehen, dass sich der Zustand des Patienten während der Fahrt im Rettungswagen so schnell verschlechtert, dass sofort medizinische Hilfe nötig ist. Sofort nach der Anmeldung des Patienten durch den Rettungsdienst greifen in Simmern die Alarmpläne und die Klinikeinsatzleitung wird umgehend informiert. Bis zum Eintreffen des Krisenstabs haben die diensthabenden Ärzte vor Ort die kommissarische Führung. Dann übernimmt die Ärztliche Direktorin Dr. Elena Ribel die Einsatzleitung, verteilt Checklisten, gibt Handlungseinweisungen und nimmt Kontakt zum Gesundheitsamt des Rhein-Hunsrück-Kreises auf. Nach der Bestätigung der Gefahrenlage wird der Gefahrstoffzug des Landkreises alarmiert, der hinter der Klinik einen Dekontaminationsplatz mit Zelten und Duschen aufbaut. Währenddessen räumen Technik-Mitarbeitende der Klinik Parkplätze frei, leiten Rettungsfahrzeuge um, sichern Zugänge und bereiten die Rettungshalle vor. Parallel dazu erhalten die medizinischen Teams der Klinik Schutzanzüge und Anweisungen von Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes unter der Leitung von Dr. Stefanie Bender. Denn der Fokus der Übung liegt auf der Erstversorgung des Patienten im Rettungswagen. Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte arbeiten in Gebläseschutzanzügen. Der Schweiß treibt ihnen ins Gesicht und jede Bewegung wird an diesem Spätsommertag zur Herausforderung. Doch das Team bleibt konzentriert, legt Zugänge, bringt Elektroden an und zeigt, dass auch unter erschwerten Bedingungen eine sichere Behandlung möglich ist. Nach jedem Durchgang geht es ins Dekontaminationszelt. Hier sorgen die Kameraden um Dieter Eiskirch, den Leiter des Gefahrstoffzuges, für die sorgfältige Reinigung und Dekontamination der Anzüge. Von der Anmeldung durch den Rettungsdienst über die sichere Wegeführung bis hin zur Dekontamination durch den Gefahrstoffzug der Feuerwehr und den Arbeiten des Klinikpersonals in voller Schutzkleidung musste jeder Handgriff sitzen. Das Ziel: Abläufe testen, Kommunikation trainieren und sicherstellen, dass im Ernstfall alles reibungslos läuft. „Der Tag hat gezeigt, dass unsere Abläufe funktionieren und die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten im Kreis sehr gut läuft“, betont Dr. Elena Ribel. „Wir alle haben aber auch wertvolle Hinweise für kleine Verbesserungen gewonnen, die wir sofort in unsere Prozesse einfließen lassen werden.“ Auch Geschäftsführerin Carina Esch und Pflegedirektorin Daria Joanna Ricke, die zusammen mit Dr. Ribel die Klinikeinsatzleitung bilden, ziehen eine positive Bilanz: „Es war beeindruckend zu sehen, wie professionell und engagiert alle Akteure gearbeitet haben. Solche Übungen geben unserem medizinischen und pflegerischen Team nicht nur Routine im Umgang mit Hochrisiko-Situationen, sondern vor allem Sicherheit – für uns und für unsere Patientinnen und Patienten. Unser ausdrücklicher Dank gilt den Einsatzkräften der Feuerwehr, des Gesundheitsamtes, der Polizei und des Deutschen Roten Kreuzes. Und natürlich unseren Mitarbeitenden, insbesondere unserem leitenden Oberarzt Klaus Möhringer, der die medizinische Einsatzleitung innehatte sowie Peter Krebs, unserem Beauftragten für interne und externe Gefahrenlagen. Sie haben zusammen diese Übung akribisch vorbereitet. Gemeinsam haben wir gezeigt, dass wir im Ernstfall handlungsfähig sind.“ Am Ende steht fest: Exzellente Versorgung braucht nicht nur Fachwissen, sondern auch Praxis und eingespielte Abläufe. Die Diakonie Kliniken und ihre Partner im Rhein-Hunsrück-Kreis sind auch für das Unvorhersehbare bestens vorbereitet.
Große Freude in den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach: Die theaterpädagogische Kindertagesstätte „Die Brücke“ hat mit viel Engagement und Kreativität 623 Euro für die Kinderklinik gesammelt und nun feierlich dem Förderverein der Kinderklinik Bad Kreuznach e. V. übergeben. Der Betrag kommt direkt den kleinen Patientinnen und Patienten zugute. Übergeben wurde die Spende von der Vorsitzenden des Elternbeirats, Lina-Sanara Hübner, und Sulamith Mötzschke, Leiterin der Kita, an Dr. Christoph von Buch, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin, Dr. Edmondo Hammond, leitender Oberarzt, und Nicole Maurer, Stationsleitung der Kinderintensivstation. Der stolze Betrag ist beim Ostermarkt der Kita zusammengekommen, bei dem Kinder, Eltern und Erzieherinnen mit viel Herzblut selbst gebastelte Kunstwerke und liebevoll gebackene Leckereien verkauften. „Von den Kindern für die Kinder“, beschreibt Lina-Sanara Hübner die Aktion treffend. „Wir sind sehr dankbar für dieses großartige Engagement“, betonte Dr. Christoph von Buch bei der Übergabe. „Solche Spenden machen es möglich, über die medizinische Grundversorgung hinaus besondere Wünsche für unsere jungen Patientinnen und Patienten zu erfüllen – und ihnen den Aufenthalt in der Klinik ein Stück leichter und fröhlicher zu gestalten.“ Die Diakonie Kliniken und das Team der Kinderklinik danken allen Beteiligten der Kita „Die Brücke“ herzlich für ihre große Unterstützung und den kreativen Einsatz zugunsten der kleinen Patientinnen und Patienten.
Strahlende Gesichter, stolze Familien und ein Hauch von Aufbruchsstimmung: 30 Auszubildende der generalistischen Pflegeausbildung an den Schulen für Gesundheits- und Pflegeberufe der Stiftung kreuznacher diakonie haben ihr Examen gefeiert. Drei Jahre voller Lernen, Praxis und gemeinsamer Erfahrungen liegen hinter ihnen – nun beginnt der nächste große Schritt ins Berufsleben. Den Auftakt machte traditionell ein Gottesdienst, den Pastorin und Lehrerin Christiane Gericke-Ramezani gemeinsam mit Lehrkräften sowie dem Duo Timo und Michelle gestaltete. Danach ging es in den Luthersaal, wo Ansprachen, Rückblicke, Dankesworte und Glückwünsche für bewegende Momente sorgten. Es wurde herzlich gelacht, aber auch das eine oder andere Tränchen verdrückt, bevor die Examensurkunden feierlich überreicht wurden. In ihrer Rede erinnerte Jutta Magmer-Melaas, Pflegedirektorin der Diakonie Kliniken, an den Ausbildungsstart: „Vor drei Jahren habe ich Ihnen gesagt, dass die Zeit schnell vergehen wird. Heute halten Sie Ihr Zeugnis und Ihre Urkunde in den Händen – und trotzdem ist es nicht vorbei. Jetzt fängt es erst richtig für Sie an. Herzlichen Glückwunsch, Sie haben einen großartigen Job gemacht.“ Besonders erfreulich ist, dass 26 der Absolventinnen und Absolventen der Stiftung treu bleiben und ihre berufliche Laufbahn in den Kliniken und Einrichtungen der Seniorenhilfe starten. Auch der Regionalleiter der Seniorenhilfe, Daniel Parker, fand bewegende Worte: „Sie haben in den letzten Jahren nicht nur Anatomie oder Pflegekonzepte gelernt. Sie haben mit Menschen gearbeitet, sie begleitet und gestützt. Und das in Momenten, in denen sie besonders verletzlich waren. Sie haben in Ihrer Arbeit Empathie gezeigt und dafür gesorgt, dass sich andere gesehen und sicher fühlen. Genau das ist es, was unsere Gesellschaft so dringend braucht.“ Die generalistische Pflegeausbildung bereitet auf vielfältige Einsatzfelder vor: von der Arbeit im Krankenhaus über die Kinderkrankenpflege bis hin zur Stationären und Ambulanten Seniorenhilfe. Damit eröffnet sie nicht nur spannende Karrieremöglichkeiten, sondern auch beste Chancen, sich in den unterschiedlichsten Bereichen weiterzubilden. „Der Pflegeberuf ist geprägt von vielen kleinen Momenten, die den zu pflegenden Menschen Mut und Zuversicht schenken und diesen Beruf zu etwas Besonderem machen. Pflege ist ein Beruf mit Sinn, Herz und Zukunft – und eine Aufgabe, die unsere Gesellschaft am Laufen hält. Wir sind sehr stolz auf Sie alle und wünschen Ihnen einen guten Start ins Berufsleben“, betonte Schulleiterin Tanja Lucas. Wer Lust hat, Teil dieses sinnstiftenden Berufs zu werden, kann sich jetzt für den nächsten Ausbildungsstart am 1. August 2026 bewerben. Alle Informationen dazu gibt es hier. Herzlichen Glückwunsch! Die Namen der aktuellen Absolventinnen und Absolventen, die strahlend ihre Abschlusszeugnisse entgegennahmen, lauten (alphabetisch): Delal Basmeydan, Maike Beck-Klaus, Larissa Berger, Moritz Berst, Niklas Beuscher, Natalie Blonk, Selina Cabrera, Cilia Drewer, Leonie Eckhardt, Hana El Turk, Désirée Immig, Patrycja Jonczyk, Ekaterina Kallenda, Lea Kapps, Felix Karfeld, Elisabeth Keller, Sebastian Kister, Jill Lisan Konrad, Lizz Kunz, Viktoria-Sophie Michel, Sonja Shirin Michels, Sebile Muharemova, Luisa Schattner, Cindy Schneider, Andreea-Lara Schwabauer, Larissa Steffen, Salma Ahmed Suleyman, Suleman Sultan, Vivien Winkler, Celina Wipfel
Mehr als ein Jahrzehnt lang bestimmten Schmerzen den Alltag von Christian Gagern (58) aus Neu-Bamberg. Seit 2011 litt er unter Arthrose und den damit verbundenen starken Schmerzen in beiden Knien. An seinen Lieblingssport Badminton, Joggen oder längere Spaziergänge war kaum zu denken. „Alle haben damals zu mir gesagt: Sie sind zu jung für ein neues Knie. Aber irgendwann ging es nicht mehr, der Verlust an Lebensqualität war einfach zu groß“, erinnert er sich. Im Sommer 2024 entschied er sich deshalb für eine Operation im zertifizierten Endoprothetikzentrum der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach, bei der er eine Vollprothese am stärker geschädigten rechten Knie erhielt. Das Ergebnis übertraf seine Erwartungen. Nach der Heilungsphase und Reha war er nach drei Monaten komplett schmerzfrei. „Das war ein völlig neues Lebensgefühl“, sagt Christian Gagern. Ein besonderer Eingriff Im September folgte schließlich der Eingriff am linken Knie, was auch für die Diakonie Kliniken einen besonderen Meilenstein darstellte: Christian Gagern war der 2000. Patient, den Chefärztin Dr. Martina Dafferner-Franzmann mit Unterstützung des Roboterarms MAKO operierte. Davon erfuhr er allerdings erst nach dem Eingriff. „Für mich stand im Vordergrund, wieder fit und schmerzfrei zu werden“, sagt er lächelnd. Für die Operation mit dem Roboterarm hatte er sich jedoch bewusst entschieden: „Nach den sehr guten Erfahrungen im vergangenen Jahr wollte ich auch dieses Mal wieder diese Technologie nutzen.“ Die Implantation der Teilprothese, auch Schlittenprothese genannt, verlief reibungslos. Bereits eine Stunde nachdem er den Aufwachraum verlassen hatte, machte Christian Gagern die ersten Schritte. „Es ist ein gutes Gefühl, so schnell wieder auf den Beinen zu sein“, berichtet er. Seitdem trainiert er täglich mit der Bewegungsschiene und wird eng von der Physiotherapie der Klinik begleitet. Millimetergenaue Präzision Das roboter-assistierte Verfahren erlaubt es, Prothesen besonders präzise einzusetzen. „Gerade bei einer Schlittenprothese, die nur einen Teil des Kniegelenks ersetzt, ist es entscheidend, dass jeder Schnitt und jede Platzierung millimetergenau stimmt, um das umliegende, intakte Knorpelgewebe nicht zu beschädigen und die Tragachse zu rekonstruieren“, erklärt Chefärztin Dr. Martina Dafferner-Franzmann, die bereits seit vielen Jahren mit dem MAKO-System operiert und eine ausgewiesene Expertin ist. „Der Roboterarm unterstützt uns dabei, die individuelle Anatomie des Patienten optimal zu berücksichtigen. Das erhöht die Passgenauigkeit, schont gesundes Gewebe und sorgt dafür, dass die Prothesen besser sitzen. Das ist ein Gewinn für unsere Patientinnen und Patienten, die so auch deutlich schneller wieder fit und schmerzfrei sind“, so die Chefärztin. Insgesamt gibt es in der Klinik sechs speziell für dieses System ausgebildete Orthopäden, so dass die Operierten von der größtmöglichen Expertise und Erfahrung profitieren. Die nächsten Wochen wird Christian Gagern in der Reha verbringen. Sein Ziel ist klar: Nach rund drei Monaten möchte er wieder so fit und schmerzfrei sein wie nach der ersten Operation. „Ich bin von der erstklassigen medizinischen Versorgung hier überzeugt und habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt. Ohne diese Operationen könnte ich meine Pläne wie zum Beispiel das Reisen nicht umsetzen.“ Für die Klinik ist der 2000. roboterunterstützte Eingriff ein Beleg für die hohe Erfahrung und Qualität im Bereich der Gelenkchirurgie. „Die Technologie erlaubt uns millimetergenaue Präzision und sorgt so für hervorragende Ergebnisse für unsere Patientinnen und Patienten“, betont das Behandlungsteam.
Die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach haben den ersten Teil einer umfangreichen Modernisierung abgeschlossen. Den Anfang machen die vier Kreißsäle – das Herzstück der Geburtshilfe. Viel Natur fürs Auge, warme Erdtöne, ergonomisch angepasste Möbel und liebevoll ausgewählte Bilder schaffen eine beruhigende Atmosphäre und laden werdende Familien ein, sich sicher und geborgen zu fühlen. „Wir sind begeistert von unseren neuen Kreißsälen, die nicht nur Räume, sondern Orte des Ankommens, der Sicherheit und des Willkommens sind. Die Bilder verbinden unsere Heimat Bad Kreuznach mit den vier Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft. Sie stehen für Lebenskraft, den ersten Atemzug und die Verbindung zur Natur“, sagt Dr. Michael Kumbartski, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe, anlässlich der offiziellen Eröffnung. Seinen Dank richtet er ausdrücklich an die Ossig-Stiftung sowie die zahlreichen Sponsoren und Unterstützer, ohne die die Renovierung nicht möglich gewesen wäre. Was ursprünglich mit „ein bisschen Farbe an der Wand beginnen sollte, wurde zu unserem größten Projekt mit wunderbaren Netzwerkpartnern“ erinnert sich Dr. Karlheinz Ossig, Vorsitzender der Ossig-Stiftung und Förderer der Kinderklinik. Beteiligt waren unter anderem der Küchenausstatter Küche Creativ (Kreißsaal-Möbel und Montage), die Schulz Farben- und Lackfabrik (Farbe), der Malerbetrieb Maus (Maler- und Ausbesserungsarbeiten), der Immobilienmakler Immotactics, soonteam cc und die Druckerei Rainer Herrmann (Acrylbilder). Sechs Monate lang wurde während des laufenden Betriebs geplant, gestrichen und umgebaut. „Das ist war eine reife Leistung, dieses Projekt mit so vielen Menschen zu organisieren und zusammenzuführen“, sagt Dr. Karlheinz Ossig. „Ich wünsche mir, dass hier viele gesunde Kinder zur Welt kommen.“ An der offiziellen Einweihung, an der alle Förderer und Pressevertreter teilnahmen, bot das Team der Geburtshilfe Einblicke in die renovierten Räume und Seine Arbeit. In Kreißsaal 4 mit dem Motiv der Brückenhäuser wurden exemplarisch die Veränderung gezeigt. Die vier Kreißsäle bieten werdenden Müttern optimale Unterstützung: Gebärhocker, Gebärwanne, Geburtscouch, Matten, Pezzibälle, Tücher und eine Sprossenwand ermöglichen aktive, selbstbestimmte Geburten in verschiedenen Positionen. „Unsere Ausstattung entspricht nicht nur modernsten medizinischen Standards, sie trägt auch unserem Anspruch Rechnung, natürliche, interventionsarme Geburten zu ermöglichen“, betont die leitende Hebamme Iris Kruska. Ein weiterer Pluspunkt ist das umfassende Betreuungsangebot: Drei Hebammen pro Schicht sind im Einsatz, unterstützt von Pflegekräften medizinischen Fachangestellten. Bereits bei der Geburtsanmeldung erfolgt eine individuelle Beratung durch Hebammen und Ärzte. So können Wünsche und Ängste besprochen werden, aber auch eventuell bestehende Risiken können früh erkannt werden. Schon jetzt setzen die Diakonie Kliniken viele Elemente eines „babyfreundlichen Krankenhauses“ um, wie das Bonding direkt nach der Geburt oder Förderung des Stillstarts. Die Wochenbettpflege ist integrativ angelegt, das heißt Eltern und Kind werden gemeinsam betreut. Derzeit befinden sich die Klinik auf dem Weg zur Zertifizierung als „babyfreundliches Krankenhaus“ – ein Qualitätssiegel von WHO und UNICEF. „Wir haben nicht nur medizinische Räume geschaffen, sondern Herzensräume. Orte, an denen Frauen und Familien sicher und geborgen ihr Kind zur Welt bringen können“, fasst es Dr. Michael Kumbartski treffend zusammen. Besonderer Dank gilt allen Mitarbeitenden sowie den Patientinnen, die während der Renovierung viel Geduld und Verständnis gezeigt haben. „Ohne ihre Flexibilität und ihr Vertrauen wäre die Umsetzung während des laufenden Betriebs nicht möglich gewesen“, betont der Chefarzt. Die Renovierung ist der erste Schritt in einer Reihe weiterer Verbesserungen der Geburtsklinik. Als nächstes steht der Aufbau einer Schwangeren-Ambulanz an. Ziel ist es, die geburtshilflichen Kapazitäten und den Komfort für werdende Eltern deutlich zu erhöhen.
Skalpell ansetzen, Instrumente und Kamera führen, Bewegungen verfeinern – wer chirurgisch arbeitet, braucht weit mehr als nur theoretisches Wissen. Entscheidend ist die Praxis am Operationstisch. Genau dafür stand den Orthopäden und Unfallchirurgen jetzt einen Tag lang in Simmern eine ganz besondere Lernumgebung zur Verfügung. Der Arthrex Truck, ein rollender Hightech-OP, machte vor den Diakonie Kliniken Hunsrück Station. Im mobilen Operationssaal konnten Mitarbeitende der Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie minimalinvasive und offene Techniken trainieren – so realitätsnah wie im echten OP. Begleitet von erfahrenen Arthrex-Trainern übten sie an humanen Präparaten Eingriffe an Knie- und an Schultergelenken, etwa arthroskopische Operationen oder Refixationen nach Meniskus- oder Kreuzbandriss, Gelenkstabilisationen oder die Rekonstruktion von Sehnen. Für die Teilnehmenden war es eine einmalige Gelegenheit, sich weiterzubilden und Hand in Hand mit den neuesten Methoden zu arbeiten. So können theoretische Kenntnisse direkt in praktische Fähigkeiten umgesetzt werden. „Die Qualität in der chirurgischen Ausbildung hängt entscheidend von solchen praktischen Übungen ab“, betont Dr. Markus Goldhofer, Leitender Oberarzt der Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie. „Im Rahmen unserer regelmäßigen Fortbildungen bieten wir unseren Assistenz- und Oberärzten regelmäßig die Möglichkeit, etablierte sowie neue Techniken zu trainieren. Auch Medizinstudierende und unsere Kolleginnen und Kollegen aus der OP- und Anästhesiepflege können teilnehmen und wertvolle Erfahrungen sammeln. Eine fundierte Ausbildung ist die Grundlage für eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung.“ Der Besuch des Arthrex-Trucks zeigt: Weiterbildung ist in Simmern kein einmaliges Projekt, sondern Teil eines durchdachten Ausbildungskonzepts. Neben der Vermittlung von theoretischem Wissen und wissenschaftlichen Grundlagen stehen vor allem praktische Übungen im Vordergrund, damit das Ärzteteam für den Alltag im OP bestens gerüstet ist. Die Abteilung für Unfallchirurgie und Orthopädie der Diakonie Kliniken Hunsrück deckt ein breites Leistungsspektrum ab. Dieses reicht von der akuten Versorgung nach Unfällen und Verletzungen über minimalinvasive Eingriffe bis hin zu komplexen Operationen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Endoprothetik – das Haus ist als Endoprothesenzentrum zertifiziert. Hier werden künstliche Gelenke an Hüfte, Knie und Schulter nach höchsten Standards implantiert. Mit dieser Mischung aus fundierter Ausbildung, modernem Training und zertifizierter Qualität setzt die Abteilung Maßstäbe in der Region. Der Tag im mobilen OP-Saal hat dies eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Vom theoretischen Wissen bis zur praktischen Perfektion steht dabei immer die bestmögliche Versorgung der Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt. Seit 2009 sind die Diakonie Kliniken Hunsrück in Simmern Akademisches Lehrkrankenhaus der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Ab diesem Wintersemester können Medizinstudierende im Praktischen Jahr in Simmern zusätzlich das Wahlfach Orthopädie belegen und sich in diesem Fachgebiet spezialisieren. Unter der Leitung von Chefarzt Dr. Erik Rothenbach lernen sie in vier Monaten die gesamte Breite der Orthopädie kennen: von der Endoprothetik, über die arthroskopische Chirurgie bis zur Sportchirurgie. Anmeldungen sind über das PJ-Portal der Universitätsmedizin Mainz möglich.
Die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach haben die digitale Patientenakte erfolgreich in allen Bereichen eingeführt. Nach einer Pilotphase in der Inneren Medizin und der Zentralen Notaufnahme in der Ringstraße läuft das System nun standortweit – mit überwiegend positiven Rückmeldungen aus sämtlichen Teams. „Die Testphase hat gezeigt, dass die digitale Patientenakte funktioniert und die Versorgung verbessert“, sagt Projektleiterin Nele Madsen. „Jetzt profitieren alle Bereiche von mehr Transparenz und schnell verfügbaren Informationen. Innerhalb der Pilotbereiche konnten sich die neuen Prozesse bereits festigen und notwendige Anpassungen am System wurden durchgeführt. So verlief die Einführung in den übrigen Fachbereichen, trotz der beachtlichen Anzahl an involvierten Mitarbeitenden ohne größere Komplikationen.“ Die Umstellung ist Teil eines Digitalisierungsprojekts im Rahmen des Krankenhauszukunftsgesetzes (KHZG), gefördert durch den Krankenhauszukunftsfonds sowie Mittel der Europäischen Union - Next Generation EU. Investiert wurde neben der Software auch in mobile Visitenwägen, leistungsfähiges WLAN und IT-Sicherheit. Nele Madsen ist zufrieden: „Die digitale Patientenakte entlastet unsere Mitarbeitenden und steigert die Versorgungsqualität. Dass wir sie nun standortweit nutzen, ist das Ergebnis großartiger Teamarbeit.“
Seit dem 1. Juli leitet Dr. Konstantinos Avranas den Fachbereich Elektrophysiologie an den Diakonie Kliniken Bad Kreuznach. In den ersten zwei Monaten seiner Tätigkeit wurden bereits 100 elektrophysiologische Untersuchungen durchgeführt – ein klares Zeichen für den hohen Bedarf an spezialisierten Eingriffen in der Region. Die spezielle Herzkatheteruntersuchung wird eingesetzt, um Herzrhythmusstörungen zu diagnostizieren und individuell behandeln zu können. Mit der erfolgreichen Etablierung der Elektrophysiologie wurde das kardiologische Angebot des Krankenhauses entscheidend ergänzt. Patientinnen und Patienten profitieren von einer ganzheitlichen Betreuung, die Diagnostik, konservative Behandlung und interventionelle Eingriffe nahtlos miteinander verbindet. Ein besonderer Vorteil: Dringliche Prozeduren wurden schnell und unkompliziert durchgeführt, wodurch Wartezeiten verkürzt und die lückenlose Versorgung deutlich verbessert wurden. Parallel zur Ausweitung der Eingriffe wurde außerdem eine Rhythmus-Sprechstunde eingeführt, in der Patientinnen und Patienten mit Herzrhythmusstörungen zeitnah eine qualifizierte Abklärung und Behandlung erhalten. „Ich bin stolz auf mein Team, das es in so kurzer Zeit geschafft hat, hochspezialisierte Eingriffe im vollen Umfang anzubieten. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Patientinnen und Patienten die bestmögliche Versorgung auf modernstem Niveau erhalten“, betont Dr. Avranas.
Zehn Auszubildende haben ihre dreijährige generalistische Pflegeausbildung an der Pflegeschule Simmern erfolgreich abgeschlossen und diesen Meilenstein mit einer Examensfeier besiegelt. Sechs Frauen und vier Männer erhielten ihre Urkunde und starten nun in das Berufsleben – sieben von ihnen bleiben den Diakonie Kliniken Hunsrück treu und verstärken künftig die Teams in der Chirurgie, Inneren Medizin, Psychiatrie und auf der Intensivstation. „Wir sind unglaublich stolz auf unsere Absolventinnen und Absolventen“, betont Natalie Sander, Lehrerin für Gesundheits- und Pflegeberufe. „Sie haben in den vergangenen Jahren gezeigt, wie viel Engagement, Empathie und Durchhaltevermögen in ihnen steckt. Dass so viele von ihnen nun in unserer Klinik weitermachen, ist ein starkes Zeichen für ihre Verbundenheit.“ Auch die Praxisanleitungen zeigten sich begeistert: „Es ist schön zu sehen, wie aus Lernenden kompetente Pflegefachpersonen geworden sind, die nun Verantwortung übernehmen. Sie haben sich für einen Beruf entschieden, der täglich Sinn stiftet und in der Gesellschaft unverzichtbar ist.“ Im Zentrum der Feier stand der spürbare Klassenzusammenhalt. In lockerer und ausgelassener Stimmung blickten die Absolventinnen gemeinsam mit ihren Lehrerinnen, Lehrern und den Praxisanleitungen auf drei intensive Jahre zurück, die geprägt waren von fachlichen Herausforderungen, aber auch von vielen schönen Momenten. Ein besonderer Moment der Feier war die Auszeichnung von Silke Dreide, die ihre Ausbildung mit der Note 1,0 abgeschlossen hat. Die Botschaft an die frisch Examinierten fasste die Schulleiterin Rita Funk mit den Worten zusammen: „Mit dem Examen beginnt ein neuer Lebensabschnitt, der viele Chancen eröffnet. Pflege lebt von lebenslangem Lernen und einer beruflichen Haltung. Wir freuen uns, Sie ein Stück auf diesem Weg begleitet zu haben – und sind gespannt, wohin Ihre berufliche Reise Sie führen wird.“ Gleichzeitig beginnt für eine neue Generation von Pflegefachkräften schon die nächste Etappe an der Schule: Im August haben 28 neue Auszubildende ihre generalistische Pflegeausbildung begonnen.
Die Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe an den Diakonie Kliniken Hunsrück bekommt einen neuen Chefarzt: Zum 1. September 2025 übernimmt Dr. med. univ. Tamerlan Aliev die Leitung. Er folgt auf Dr. Kay Goerke, der sich nach mehr als 8 Jahren engagierter Arbeit Ende des Jahres in den Ruhestand verabschieden wird. Vom Assistenzarzt zum Chefarzt Der neue Chefarzt ist für die Klinik, die Patientinnen und viele Eltern kein Unbekannter: Seit 2004 arbeitet Dr. Tamerlan Aliev – mit einer zweijährigen Zwischenstation in Neuwied – in Simmern. Seine Facharztausbildung absolvierte er vollständig im Hunsrück, seit 2011 ist er Leitender Oberarzt. Gemeinsam mit Dr. Goerke und dem früheren Chefarzt Dr. Eibach baute er das Brustzentrum in Simmern auf. Als ausgewiesener Spezialist für gynäkologische Onkologie und zertifizierter „Senior-Mammaoperateur“ liegt sein Schwerpunkt in der Behandlung von Brustkrebspatientinnen sowie in der Diagnostik und Therapie gutartiger und bösartiger Erkrankungen der weiblichen Geschlechtsorgane. „Wir freuen uns sehr, einen so langjährigen und erfahrenen Kollegen, der die positive Entwicklung der Abteilung entscheidend geprägt hat, nun in der Position des Chefarztes zu wissen. Mit seiner Expertise und seinem Engagement wird Dr. Aliev die hohe Qualität unserer Frauenklinik erfolgreich fortführen“, betont Geschäftsführerin Carina Esch. Verwurzelt im Hunsrück – mit Herz für die Patientinnen Der gebürtige Moskauer kam 2002 über ein Stipendium des Präsidenten der russischen Föderation für eine wissenschaftliche Arbeit zunächst an die Berliner Charité, bevor er nach Zell und schließlich in den Hunsrück wechselte. Heute pendelt der 49-jährige Mediziner zwischen Mainz und Simmern und bezeichnet die Klinik längst als seine berufliche Heimat. Ein besonderes Anliegen ist ihm neben der Geburtshilfe der weitere Ausbau der onkologischen Versorgung und die Weiterentwicklung minimal-invasiver Operationstechniken. Für Dr. Aliev ist die neue Aufgabe eine Herzensangelegenheit: Er schätzt die familiäre Atmosphäre in Simmern und kennt viele Patientinnen seit Jahren – manche von ihnen, die er jetzt bei Geburten begleitet, hat er selbst auf die Welt gebracht. „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und darauf, gemeinsam mit meinem Team die Geburtshilfe zu stärken sowie den Mamma-Schwerpunkt unserer Klinik weiterzuführen“, sagt Dr. Aliev. Dabei legt er großen Wert auf ein vertrauensvolles Miteinander mit Patientinnen und Kolleginnen und Kollegen. „Unser Ziel bleibt, ein sicherer und wertschätzender Anlaufpunkt für Frauen und werdende Eltern zu sein – mit individuell abgestimmten Behandlungskonzepten.“ Staffelübergabe Ende des Jahres Die feierliche Staffelübergabe und Verabschiedung von Dr. Kay Goerke wird Ende des Jahres stattfinden.
Ein besonderer Moment in der Geburtshilfe der Diakonie Kliniken Bad Kreuznach: Am 15. August kam der kleine Dominik um 21:09 Uhr gesund zur Welt. Für seine Eltern Ildiko und Robert Biro aus Gau-Algesheim (Kreis Mainz-Bingen) ist er das erste Kind – für die Klinik bereits die 1.000. Geburt des Jahres 2025. Begleitet wurde die Geburt von Hebamme Danijela Gavrilovic und den beiden Oberärztinnen Lena Kellermann und Dr. Susanne Kother-Groh. Auch Chefarzt Dr. Michael Kumbartski freut sich über diesen Meilenstein: „Jede Geburt ist ein besonderes Ereignis und wir freuen uns, dieses mit den Familien zu teilen.“ Mit insgesamt 20 Zwillingsgeburten wurden bis zum 15. August in den Bad Kreuznacher Kreißsälen 1.020 Kinder geboren, davon waren 529 Jungen und 491 Mädchen. Die Geburtshilfe der Diakonie Kliniken ist als Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe ausgewiesen. Damit können Schwangere und Neugeborene auf umfassende medizinische und pflegerische Betreuung zählen – von der hebammengeleiteten Geburt bis zur spezialisierten Versorgung bei Risikoschwangerschaften, Risikogeburten und kleinen Frühgeborenen.
Wer im Hunsrück ein Kind erwartet, kennt die Situation nur zu gut: Lange Wege, zu wenige Geburtskliniken und Hebammen sowie die bange Frage: „Wer begleitet mich in dieser besonderen Zeit?“ Für werdende Eltern gibt es nun gute Nachrichten: Die Eröffnung der Hebammenzentrale der Diakonie Kliniken Hunsrück schließt eine wichtige Lücke in der geburtshilflichen Versorgung der Region. Die zentrale Anlaufstelle unterstützt Schwangere künftig bei der Suche nach verfügbaren Hebammen und begleitenden Hilfsangeboten. Förderung durch das Land und den eigenen Förderverein „Mit der Eröffnung der Hebammenzentrale in Simmern wird ein großer Beitrag zur umfassenden Versorgung von Schwangeren und Gebärenden geleistet und zugleich eine verlässliche Anlaufstelle für Familien in der Region geschaffen“, sagte der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch bei der Eröffnung am 11. August. Sein Ministerium für Gesundheit und Wissenschaft fördert die Hebammenzentrale mit 30.000 Euro. Der Förderverein der Diakonie Kliniken Hunsrück und des Aenne Wimmers Hospizes Simmern unterstützen das Projekt ebenfalls mit jährlich 12.500 Euro. „Der Beruf der Hebamme ist einer der wichtigsten und schönsten Berufe, die es geben kann“, so Clemens Hoch weiter. „Für uns hat die Sicherstellung einer flächendeckenden geburtshilflichen Versorgung und einer guten Hebammenbetreuung hohe Priorität. Umso mehr freue ich mich, dass vor allem mit dem Engagement vor Ort hier ein Meilenstein gesetzt wird, um die Geburtshilfe in der Fläche auch in Zukunft zu gewährleisten.“ Die Hebammenzentrale ist die fünfte ihrer Art in Rheinland-Pfalz. Der Minister dankte ausdrücklich dem Förderverein der Klinik in Simmern sowie der Stiftung kreuznacher diakonie als „wichtigem Krankenhausträger in der Region“ für ihr großes Engagement für Schwangere und Familien. Persönliche Begleitung von Anfang an Mit dem neuen Angebot gehen die Diakonie Kliniken Hunsrück einen wichtigen Schritt in Richtung individueller Begleitung. Die Hebammenzentrale hilft werdenden Müttern nicht nur bei der Suche nach einer Hebamme, sondern sorgt auch für Vertretung bei Urlaub oder Krankheit und berät in allen Fragen rund um die neue Familie – ganz gleich, ob es um Vorsorge, Geburtsvorbereitung oder die Wochenbettbetreuung geht. Auch die freiberuflichen Hebammen sollen entlastet werden. Die Hebammenzentrale koordiniert die Anfragen der Schwangeren und klärt vorab Bedarfe und Wünsche. Gleichzeitig fördert sie die Vernetzung unter den Kolleginnen und schafft Raum für den fachlichen Austausch. Carina Esch, Geschäftsführerin der Diakonie Kliniken Hunsrück, zeigt, wie das Angebot für werdende Eltern immer weiterentwickelt wird: „Das von der Lokalen Aktionsgruppe Hunsrück (LAG) geförderte Projekt ‚TeleHebamme‘ war bereits ein guter Anfang, um die Versorgung digital zugänglich zu machen und jungen Müttern in Notlagen die Unterstützung durch eine Hebamme zu ermöglichen. Jetzt gehen wir als Diakonie Kliniken Hunsrück wesentlich weiter mit einem Angebot, das persönliche Nähe und Kontinuität in den Mittelpunkt stellt. Es freut uns sehr, dass das Land Rheinland-Pfalz und unser eigener Förderverein dieses wichtige Projekt finanziell unterstützen.“ Gebündelte Kompetenz unter einem Dach Die Hebammenzentrale ist im ersten Stock des Gesundheitszentrums in Simmern untergebracht, direkt neben der Klinik. Das Team arbeitet dort eng mit dem Kreißsaal, der Elternschule und den freiberuflichen Hebammen in der Region zusammen. Das Ziel ist es, werdende Mütter bestmöglich auf ihrem Weg zu begleiten – von der ersten Frage in der Schwangerschaft über die Geburtsvorbereitung bis zur sicheren Ankunft zu Hause mit dem Neugeborenen. „Was viele nicht wissen: Jede Frau hat Anspruch auf Hebammenhilfe – vor, während und nach der Geburt. Doch gerade im ländlichen Raum gestaltet sich die Suche oft schwierig. Mit der Hebammenzentrale schaffen wir Abhilfe“, erklärt Hebamme Tabea Sitrinovich, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Lydia Junker für das neue Angebot verantwortlich ist. Und das ist viel mehr als nur eine Vermittlungstätigkeit. Für Frauen und Familien, für die keine aufsuchende Hebamme für die häusliche Betreuung gefunden werden kann sowie im Urlaubs- oder Krankheitsfall, bieten die beiden Hebammen eine spezielle Sprechstunde an. „Auch schwierige Themen wie eine Tod- oder Fehlgeburt können hier in einem geschützten Rahmen sensibel aufgegriffen werden“, sagt Junker, die außerdem über eine Qualifikation als Trauerbegleiterin für Sternenkinder und deren Eltern verfügt. „Jede Frau aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis kann die Hebammenzentrale nutzen“, betont Sitrinovich. „Wir beraten ganz individuell und wollen die Frauen passgenau mit den Angeboten unterstützen, die sie während und nach der Schwangerschaft benötigen. Im Idealfall meldet sich eine Schwangere bereits nach dem positiven Schwangerschaftstest bei uns.“ Wer einen Termin in der Hebammenambulanz benötigt, vereinbart diesen am besten per E-Mail unter si-hebammenzentrale@kreuznacherdiakonie.de. Weitere Informationen sind auf der Website zu finden. www.kreuznacherdiakonie.de/diakonie-kliniken-hunsrueck
Sie übernehmen Verantwortung, helfen Menschen und wollen einen Beruf mit Sinn erlernen: 169 Menschen haben am 1. August ihre Ausbildung in der Pflege in Einrichtungen der Stiftung kreuznacher diakonie begonnen – so viele wie nie zuvor. Insgesamt starten 111 Auszubildende in die dreijährige generalistische Pflegeausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann, weitere 58 haben sich für die einjährige Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflegehilfe oder Altenpflegehilfe entschieden. Die Theorie holen sich die Auszubildenden an der stiftungseigenen Schule für Gesundheits- und Pflegeberufe in Bad Kreuznach, Simmern sowie in kooperierenden Berufsbildenden Schulen in der Region. Die Praxis bekommen sie in den Diakonie Kliniken, den Senioreneinrichtungen und den Diakonie Sozialstationen. Damit ist der bundesweite Trend auch im Rhein-Hunsrück-Kreis und im Kreis Bad Kreuznach klar sichtbar: Wie das Statistische Bundesamt kürzlich meldete, entscheiden sich immer mehr junge Menschen in Deutschland für eine Ausbildung in der Pflege. Im Jahr 2024 wurden bundesweit rund 59.400 neue Pflege-Azubis registriert – ein Anstieg um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Dass sich so viele engagierte Menschen für eine Ausbildung in der Pflege entscheiden, ist ein starkes Signal für unsere Gesellschaft und für all unsere Einrichtungen im Landkreis Bad Kreuznach“, freut sich Pfarrer Prof. Dr. Holger Böckel, Vorstand der Stiftung kreuznacher diakonie. „Es zeigt, dass der Pflegeberuf an Bedeutung und Attraktivität gewinnt. Und es zeigt, wie wichtig es ist, von Anfang an gute Rahmenbedingungen zu schaffen.“ Strukturiert, praxisnah und motivierend: Die Onboarding-Woche Bevor es auf in den Praxis- und in Schulalltag geht, werden die Azubis in einer einwöchigen Onboarding-Phase herzlich willkommen geheißen – mit einem durchdachten Programm, das nah an der Praxis ist. Vor allem die Einblicke in die Stiftungskultur und den Pflegealltag sind wichtig in der Einführungswoche. „Wir wollen erreichen, dass sich unsere neuen Auszubildenden ab dem ersten Tag dieses neuen Lebensabschnitts willkommen fühlen und gleichzeitig ein erstes Gespür für die Pflegepraxis entwickeln. Daher verzahnen wir innerhalb unserer Willkommenswoche Theorie und Praxis bestmöglich und bieten dadurch ein spannendes und abwechslungsreiches Rahmenprogramm“, sagt Personal- und Organisationsentwickler Jonas Reutershan, der im Team mit 17 Praxisanleiterinnen und 15 Azubis im zweiten und dritten Lehrjahr die Woche vorbereitet hat. „Unser Ziel ist es, den jungen Menschen Sicherheit und Orientierung zu geben – und gleichzeitig die Freude an ihrem neuen Beruf zu wecken“, ergänzt Praxiskoordinatorin Franziska Krämer, die für Simmern die Willkommenswoche mit Pflegepädagogen, Praxisanleiterinnen und Azubis organisiert hat. Neben dem Kennenlernen, Vorträgen zu Arbeitssicherheit und Datenschutz, Hygieneschulungen und der Einführung in die benötigten IT-Systeme standen jeden Tag praktische Module auf dem Plan. Beim Rollstuhlfahrtraining spürten die Azubis, wie sich eingeschränkte Mobilität anfühlt. Mit einem Alterssimulationsanzug erlebten sie, wie beschwerlich einfache Bewegungen im hohen Alter sein können. Sie lernten, Vitalzeichen wie Puls und Blutdruck zu messen und trainierten im „SkillsLab“, einem speziellen Übungsraum innerhalt der Schule, den sicheren Umgang mit Säuglingen, das Heben und Wickeln. „Seitdem ich vier Jahre alt bin, wollte ich schon in der Pflege arbeiten. Nach einem Praktikum in den Diakonie Kliniken war klar, dass ich auch hier meine Ausbildung machen“, erzählt die 17-jährigen Nilsu C., die in der Mühlenstraße als Auszubildende beginnt. „Durch die Onboarding-Woche fühle ich mich jetzt gut vorbereitet.“ Ihre Mit-Azubine aus Simmern, Victoria B., hat schon klare Ziele: „Ich will später in der Notfall- oder Intensivpflege arbeiten und die Weiterbildung zur Praxisanleiterin machen.“ Von der gut durchdachten Einführung sind die Auszubildenden begeistert. „Es ist sehr viel Input, macht aber auch viel Spaß,“ sagt die 19-jähige Jasmin P. Ausbildung mit Perspektive und vielen Möglichkeiten Die generalistische Pflegeausbildung qualifiziert für den Einsatz in allen Versorgungsbereichen – im Krankenhaus, in der ambulanten oder stationären Kurz- und Langzeitpflege, bei Menschen jeden Alters. Auch die einjährige Pflegehilfeausbildung legt ein stabiles Fundament für einen verantwortungsvollen Beruf mit Zukunft. Wer die Ausbildung erfolgreich abschließt, hat beste Perspektiven: Mit zahlreichen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten – von der Praxisanleitung über Wundmanager, Breast Care Nurse, Palliative Care bis hin zu Leitungsfunktionen – stehen den Pflegefachpersonen viele Wege offen. „Unsere neuen Auszubildenden haben sich für einen zukunftssicheren und sinnstiftenden Beruf entschieden“, betont Holger Böckel. „Wir begleiten sie dabei mit viel Engagement, Herz und einem starken Ausbildungsteam.“
Nach einer Operation am Fuß oder Sprunggelenk bedeutet die empfohlene Entlastung oft eine wochenlange Einschränkung – vor allem, wenn Gehhilfen wie Krücken nicht genutzt werden können. Um Patientinnen und Patienten dennoch mehr Eigenständigkeit und Teilhabe am Stationsalltag zu ermöglichen, haben die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach einen speziellen Knieroller angeschafft, der eine sichere Fortbewegung erlaubt, ohne den operierten Fuß zu belasten. „Gerade für ältere Menschen oder Patientinnen und Patienten mit zusätzlichen Schulter- oder Armproblemen ist der Orthoscoot eine wertvolle Alternative zu herkömmlichen Gehhilfen“, erklärt Dr. Martina Dafferner-Franzmann, Chefärztin der Orthopädie und Rheumaorthopädie. „Wir sehen täglich, wie positiv sich die frühe Mobilität nach einem Eingriff auf die Stimmung, die Genesung und letztlich auch auf die Rückkehr in den Alltag auswirkt. Ein Hilfsmittel wie unser Roller bedeutet für viele Betroffene ein großes Stück Freiheit.“ Auch Physiotherapeut Christoph Klein sieht deutliche Vorteile: „Gerade bei komplexen Verletzungen, wenn zum Beispiel Fuß und Arm gleichermaßen nicht vollständig belastet werden können und das Gehen mit den Gehhilfen unmöglich ist, ist der Roller perfekt. Damit bleiben Patienten nicht ans Bett „gefesselt“ und ihnen wird eine Teilhabe am Leben ermöglicht.“ Wie hilfreich der Roller sein kann, zeigt das Beispiel von Sabine Z., 66 Jahre alt. Nach einer Versteifung des Sprunggelenks darf sie den Fuß 42 Tage nicht belasten. Dank des Orthoscoot konnte sie aber bereits am Tag nach dem Eingriff selbstständig über die Station fahren. Dies gab ihr nicht nur Sicherheit, sondern auch ein Stück Lebensqualität zurück. Noch vor der Entlassung beantragte sie einen eigenen Roller für die Zeit zu Hause. Denn auch bei längeren Gehstrecken ist der Roller eine Entlastung im Alltag. Die Diakonie Kliniken Bad Kreuznach ziehen ein positives Fazit: Ein vergleichsweises kleines Hilfsmittel sorgt für große Wirkung – mehr Bewegung, mehr Eigenständigkeit und ein besseres Gefühl in der sensiblen Phase der Rehabilitation.
Meist findet sie im Hintergrund statt, doch oft ist sie der Schlüssel zur richtigen Diagnose: Die Endoskopie leistet einen unschätzbaren Beitrag zur modernen Patientenversorgung. Ab sofort verstärkt Dr. Markus Mock als neuer Oberarzt die Sektion Endoskopie am Diakonie Klinikum Neunkirchen (DKN). Gemeinsam mit Sektionsleiterin Dr. Daniela Theis-Wieland möchte er die gastroenterologische Diagnostik gezielt weiterentwickeln und neue Standards setzen. Der gebürtige Saarländer ist 35 Jahre alt und studierte Humanmedizin in München und Homburg. Seine Facharztausbildung für Innere Medizin absolvierte er an den Knappschaftskliniken in Sulzbach. Zuletzt war er als Oberarzt an den Knappschaftskliniken in Püttlingen tätig, wo er sich insbesondere auf die Endoskopie spezialisierte und seine Weiterbildung zum Gastroenterologen erfolgreich abschloss. „Die Endoskopie ermöglicht es uns, Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts frühzeitig zu erkennen und zielgerichtet zu behandeln“, erklärt Markus Mock. „Gerade bei chronischen Erkrankungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, bei der Krebsfrüherkennung oder auch in der Notfallmedizin spielt sie eine entscheidende Rolle. Ihr diagnostischer und therapeutischer Wert ist enorm.“ Mit dem Wechsel zum DKN verfolgt Markus Mock ein klares Ziel – die Weiterentwicklung einer modernen, patientennahen Endoskopie: „Ich sehe großes Potenzial in der Sektion Endoskopie. Unser Ziel ist es, modernste Methoden zu etablieren, das Spektrum auszubauen – und dabei stets den Menschen im Mittelpunkt zu behalten.“ Auch die Klinikleitung begrüßt den Neuzugang ausdrücklich: „Mit Dr. Markus Mock gewinnt unser Haus einen engagierten Spezialisten, der sowohl in der Diagnostik als auch im Umgang mit Patientinnen und Patienten überzeugt. Die Sektion Endoskopie wird auch in Zukunft ein wichtiger Pfeiler unseres Leistungsangebotes sein – mit dem neuen Kollegen an Bord ist sie bestens für kommende Herausforderungen gerüstet“, so Andrea Massone, Geschäftsführerin der Diakonie Kliniken Neunkirchen.