Mohammed Ibrahim Froka
Leitender Oberarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie
Diakonie Kliniken Bad Kreuznach gGmbH | Ringstraße
Ringstraße 64
55543 Bad Kreuznach
Tel.: 0671/605-2675
Fax: 0671/605-552670
In der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie wird ein breites operatives und konservatives Therapiespektrum angeboten. Es umfasst Operationen der Schilddrüse und Nebenschilddrüse, der Leber und Gallenwege, genau so wie die operative Hernienversorgung (Leistenbruch, Narbenbruch, Zwerchfellbruch) oder die Versorgung entzündlicher Erkrankungen des Bauchraumes (z. B. Blinddarmentzündung). Ebenso werden proktologische Erkrankungen wie Hämorrhoiden, Analfissuren oder Fisteln operativ oder auch konservativ versorgt.
Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, helfen wir konservativ und operativ.
Ein weiterer besonderer Schwerpunkt der Abteilung liegt in der operativen Behandlung von bösartigen Erkrankungen des Magen- und Darmtrakts. Tumoren der Speiseröhre, des Magens, des Dickdarmes, der Bauchspeicheldrüse oder der Leber werden in enger Abstimmung mit unseren Gastroenterologen, Onkologie und den Strahlentherapeuten nach modernsten Behandlungskonzepten versorgt. Dadurch kann ein dauerhafter künstlicher Darmausgang vermieden werden. Wenn immer möglich, kommen minimal invasive endoskopische Verfahren zur Anwendung. Die Eingriffe erfolgen unter Verwendung des Ultraschall-Skalpells äußerst schonend.
Ein besonderer Schwerpunkt unseres Krankenhauses liegt auf dem Gebiet der Behandlung von Krebserkrankungen des Dick- und Dünndarms. Für die gute Qualität der Behandlung dieser Krankheitsbilder sind wir durch die deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert. Sollte bei Ihnen eine Krebserkrankung des Dickdarms vorliegen, ist diese mit einer guten Chance durch eine Operation heilbar. Zunächst müssen einige Untersuchungen erfolgen (Darmspiegelung, Röntgenbild des Brustkorbes, Ultraschall von Bauch und Leber, ggf. CT und MRT) bevor eine mögliche Operation durchgeführt werden kann. Wann immer möglich führen wir diese Operationen in der sogenannten Schlüssellochtechnik (Laparoskopie) durch. Nach der Operation wird der entfernte Darmabschnitt genauestens untersucht und Ihr persönlicher Fall wird in einer interdisziplinären Fachrunde diskutiert, um die optimale und individuelle weitere medizinische Betreuung oder Therapie für Sie zu finden. In der Regel können Sie das Krankenhaus schon wenige Tage nach der Operation in gutem Gesundheitszustand wieder verlassen. Sollte es bei Ihnen eine Erkrankung des Enddarms (Rektum) vorliegen, kann es sein, dass vor der eigentlichen Operation eine Bestrahlungs- und Chemotherapie notwendig ist, um die besten Heilungschancen zu erreichen.
Gerne beraten wir Sie zu diesem Thema in unserer Sprechstunde.
Lesen Sie mehr zum Thema Darmkrebs auch auf der Website des Kompetenzzentrums "Darmkrebszentrum Nahe".
Ein Schwerpunkt unserer Abteilung liegt ebenfalls auf dem Gebiet der Operation des Pankreas (Bauchspeicheldrüse). Sollte bei Ihnen ein Tumor der Bauchspeicheldrüse oder des Hauptgallengangs vorliegen, kann dieser oft durch eine Operation entnommen werden, ohne die gesamte Bauchspeicheldrüse entfernen zu müssen. Es gibt vor allem für den Bereich der onkologischen Chirurgie unterschiedliche Operationsverfahren, die in unserer Abteilung angeboten werden.
Auch Operationen der Bauchspeicheldrüse bei gutartigen Veränderungen werden bei uns regelmäßig durchgeführt. Wir bieten, bis auf die Pankreastransplantation, alle gängigen operativen Therapieverfahren an. Bei Schmerzen durch ein lokalisiertes Problem im Gang der Bauchspeicheldrüse (Narbenbildung mit Ausbildung von Steinen) kann eine Längseröffnung des Ganges mit Anlage einer Umgehung zum Dünndarm (Umleiten des Pankreassekrets) ausreichend sein. Ist der Kopf der Bauchspeicheldrüse ebenfalls betroffen, kann dieser Eingriff um die teilweise Entfernung des Bauchspeicheldrüsenkopfes erweitert werden (Duodenumerhaltende Pankreaskopfresektion, Frey-OP). In den Fällen, in denen ausschließlich der Kopf der Bauchspeicheldrüse betroffen ist, kann auch lediglich dieser Bereich durch eine sog. Beger-OP saniert werden. Bei diesen Eingriffen wird, anders als bei Operationen wegen eines bösartigen Pankreaskopftumors, immer der Zwölffingerdarm erhalten, sodass der Speiseweg nicht verändert wird.
Operationen an der Bauchspeicheldrüse haben nicht selten einen mittelfristigen Einfluss auf die Lebensqualität. Der ggf. vorliegende Funktionsverlust durch die Entfernung eines Drüsenanteils kann die Lebensqualität beeinträchtigen. Hinzu kommen der möglicherweise geänderte Speiseweg sowie die geänderte Vermengung der Speise mit den Verdauungsenzymen der Bauchspeicheldrüse und des Gallensaftes.
Nach einem Eingriff an der Bauchspeicheldrüse verlieren Patienten üblicherweise etwas an Körpergewicht. Es dauert in der Regel ungefähr drei Monate, bis die Ausgangswerte wieder erreicht werden. Ob diese Veränderungen und Effekte auch für die minimal-invasive Operationen an der Bauchspeicheldrüse gelten, ist bislang noch nicht untersucht worden. Langfristig kann man nach Bauchspeicheldrüsenoperationen ein normales Leben führen.
Ebenfalls können Lebertumoren in unserem Krankenhaus auf unterschiedlichste Weise chirurgisch therapiert werden. So können kleinere Teile der Leber (z.B. einzelne Segmente) entfernt, aber auch komplexe Leberresektionen durchgeführt werden. Sollte ein Tumor durch seine Lage operativ nicht zugänglich sein, ist es oft möglich ihn durch ein sogenanntes thermoablatives Verfahren zu behandeln. Hierbei werden während einer Behandlung Elektroden ultraschall- oder CT-gesteuert in den Tumor platziert und kontrolliert erhitzt, so dass Tumorzellen absterben, gesundes Lebergewebe aber keinen oder nur sehr geringen Schaden nimmt.
Gerne beraten wir Sie zu diesem Thema in unserer Spezialsprechstunde.
Erkrankungen der Speiseröhre oder des Magens werden in unserer Abteilung ebenfalls behandelt. Sollte bei Ihnen zum Beispiel eine Refluxerkrankung (saures Aufstoßen, Sodbrennen) vorliegen, die durch Medikamente nicht beherrscht wird oder diese nicht vertragen werden, kann in der Regel eine Operation Abhilfe schaffen. Vorher sollte eine genaue Abklärung zum sicheren Nachweis einer Refluxerkrankung erfolgen. Hierzu wird eine Magenspiegelung, Ösophagusmanometrie und Langzeit-pH-Metrie durchgeführt. Danach kann individualisiert besprochen werden, ob und welches operative Verfahren das beste ist. Die Operationen werden minimalinvasiv (Schlüssellochtechnik) durchgeführt. Sollte bei Ihnen eine Krebserkrankung der Speiseröhre oder des Magens vorliegen, müssen vor einer möglichen Operation einige Untersuchungen durchgeführt werden. Eine Entfernung des krebstragenden Organs ist dann das Ziel einer Operation. Nach dem Eingriff wird der entfernte Organabschnitt genauestens untersucht und Ihr persönlicher Fall wird in einer interdisziplinären Fachrunde diskutiert, um die optimale und individuelle weitere medizinische Betreuung oder Therapie für Sie zu finden.
Gerne beraten wir Sie zu diesem Thema in unserer Sprechstunde.
Die Gallenblase ist ein kleines Organ, welches sich unterhalb der Leber befindet und leicht mit dieser verwachsen ist. Die Aufgabe der Gallenblase ist das Speichern und im Bedarfsfall das Abgeben von überschüssig produzierter Gallenflüssigkeit. Innerhalb der Gallenblase können sich im Laufe der Zeit aus unterschiedlichsten Gründen Steine bilden. Sollten diese Beschwerden verursachen wie z.B. wiederkehrende, krampfartige Oberbauchschmerzen oder sogar Auslöser einer akuten oder chronischen Entzündung der Gallenblase sein, ist eine Operation die beste Therapie. Diese Operation führen wir standardmäßig in der Schlüssellochtechnik durch.
Gerne beraten wir Sie zu diesem Thema in unserer Sprechstunde.
Eine Hernie ist der Austritt von Eingeweiden (z.B. Dünndarmanteilen) aus der Bauchhöhle über eine Schwachstelle der Bauchwand bzw. bindegewebiger Strukturen. Diese Schwachstellen können entweder angeboren oder aber auch erworben, also im Laufe des Lebens entstanden sein. Hernien können an vielen verschiedenen Stellen des menschlichen Körpers auftreten. Die häufigsten Regionen sind die Leiste (Leistenbruch), der Bauchnabel (Nabelbruch) oder aber auch der Narbenbereich nach einer Bauchoperation (Narbenbruch). Im St. Marienwörth können alle Arten von Hernien operativ versorgt werden. Für die gute Behandlungsqualität von Hernien sind wir durch die Deutsche Hernien Gesellschaft mit einem Qualitätssiegel ausgezeichnet. Wir verfügen ebenfalls über große Erfahrungen in der Behandlung von Hernien mittels endoskopischem Operationsverfahren (TEP, TAPP, IPOM) - wann immer möglich, werden wir ein minimalinvasives Operationsverfahren (Schlüssellochtechnik) anwenden. Um die Qualität unserer Arbeit kontinuierlich zu verbessern und zu überprüfen, beteiligen wir uns an der Qualitätssicherungsstudie Herniamed.
Gerne beraten wir Sie zu diesem Thema in unserer Sprechstunde.
Die Schilddrüse und die Nebenschilddrüsen liegen anatomisch im Bereich des Kehlkopfes und sind Organe, die Hormone produzieren. Erkrankungen dieser Organe, die durch eine Operation behandelt werden können, sind zum Beispiel gut- oder auch bösartige Knoten. Operativ kann man entweder einzelne Knoten oder aber auch ganze Teile der Schilddrüse entfernen. Da es sich im Bereich der Schilddrüse um eine sehr wichtige anatomische Region handelt und viele bedeutende Nerven und Blutgefäße in diesem Gebiet liegen, die geschont werden müssen, ist es bei uns Standard, ein kontinuierliches intraoperatives Neuromonitoring durchzuführen. Hierbei werden die wichtigen Nerven während der Operation durch eine elektronische Messmethode identifiziert und die Funktion dieser Nerven wird überwacht. Dadurch können Komplikationen verringert werden.
Gerne beraten wir Sie zu diesem Thema in unserer Sprechstunde.
Erkrankungen des Afters (z.B. Entzündungen, Abszesse oder Fisteln) sind sehr häufige Krankheitsbilder. Die operativen Therapiemöglichkeiten gerade bei Fisteln (Verbindungsgänge) sind vielfältig. Besondere Obacht ist geboten, wenn der anale Schließmuskel ins Krankheitsgeschehen eingebunden ist. Eine Stuhlinkontinenz ist eine Erkrankung, die die Lebensqualität massiv beeinflusst. Es existieren vielfältige Möglichkeiten diese Erkrankung zu behandeln. So können ein Biofeedback-Training, medikamentöse oder physikalische Maßnahmen, eine Operation oder sogar eine gezielte elektrische Nervenstimulation hilfreich sein. Auf dem gesamten Gebiet der Proktologie besteht eine langjährige Erfahrung in unsere Abteilung.
Gerne beraten wir Sie zu diesem Thema in unserer Sprechstunde.
Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen können den gesamten Magen-Darmtrakt (z.B. Morbus Crohn) oder nur den Dickdarm betreffen (Colitis ulcerosa). Die Symptome beider Krankheitsbilder können häufig durch eine optimale medikamentöse Behandlung gut beherrscht werden. Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, ist es manchmal notwendig, den erkrankten Darmabschnitt operativ zu sanieren oder zu entfernen. Auf diesem Gebiet besteht in unserer Abteilung eine langjährige Erfahrung. In enger Zusammenarbeit mit Ihrem/Ihrer behandelnden Gastroenterolog*in wird gemeinsam eine mögliche Operation abgewogen und geplant.
Gerne beraten wir Sie zu diesem Thema in unserer Sprechstunde.

Manche komplexe Krankheiten lassen sich nicht allein durch eine medizinische Disziplin optimal behandeln. Um eine umfassende Diagnose und Behandlung zu gewährleisten, arbeiten die Experten der Inneren Medizin und der Chirurgie eng zusammen und führen gemeinsam Visiten durch. Diese interdisziplinäre Betreuung beginnt mit einer gemeinsamen Ersteinschätzung bei der Aufnahme der Patienten ins Krankenhaus. Gemeinsam wird eine Therapieempfehlung entwickelt, was eine Operation einschließen kann, aber nicht muss. Unter Einbeziehung der einweisenden Haus- und Fachärzte wird dann ein eventueller Weiterbehandlungsbedarf besprochen.